Gaudi in Immenstadt

Summ, Summ, einfach süß: AZ-Reporter verkleiden sich als Biene und Blumenwiese

Sind sie nicht wirklich zauberha... wunderba... einfach fantastisch!

Sind sie nicht wirklich zauberha... wunderba... einfach fantastisch!

Bild: Collage: Stephan Uhlemayr

Sind sie nicht wirklich zauberha... wunderba... einfach fantastisch!

Bild: Collage: Stephan Uhlemayr

Im Fasching dürfen alle mal ein bisschen spinnen - auch die sonst so seriösen Kollegen unseres Allgäuer Anzeigeblatts...
16.02.2021 | Stand: 11:47 Uhr

Kein Zweifel. In diesem Fasching stellt völlig außer Frage, wer die Bars und Bälle rockt und auch auf dem Straßenumzug eine gute Figur macht. Wer niedlich, heldenhaft und zugleich hintergründig ist: Unsere Königin Silvia. Nicht die aus Schweden. Die aus unserer Redaktion in Immenstadt, denn Silvia Reich-Recla schlüpft in das Kostüm des Tieres, das fast 1,8 Millionen Menschen eine Unterschrift für das Volksbegehrten Artenvielfalt entlockt hat.

Die Kollegen aus Immenstadt sind ganz schön faschingsverrückt. Schon die letzten beiden Jahre verkleideten sie sich. Zum Beispiel als Einhörner oder als Waldfeen.

Alles dreht sich um die Herrscherin der Blumenwiese, um Apis mellifera mellifera, die Wildbiene. Ihr zu Ehren verwandelt sich die Lokalredaktion des Allgäuer Anzeigeblatts an Fasching in eine artenreiche Blumenwiese. Alle machen sich als Tigerschnegel, stinkende Hundskamille oder eiköpfige Sumpfbinse zum Affen. Alle bis auf unseren Kulturkollegen Klaus Schmidt.

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Die AZ-Kollegen und ihre Verkleidungen

„Machst du mit?“, haben wir gefragt. „Schaaade, aber ich habe Urlaub“, hat er geantwortet. Und gegrinst. Was er noch nicht weiß: Der Chef hat angekündigt, nächstes Jahr gibt’ s Urlaubssperre an Fasching. Und auch gegrinst.

Apropos Chef: Treue Leser erwarten nun, dass Michael Mang sein Versprechen aus 2018 wahr macht und sich als Eiskönigin verkleidet. Die „alte Frostbeule“ habe mit der Blumenwiese nichts am Hut, findet er jetzt. Aber alter Falter, wir wollen nicht meckern! Er greift zu, noch bevor der erste Bürokaffee kalt ist und schnappt sich den Berg-Apollofalter. Schneller war nur Agnes Hierl, die sich als süßer Marienkäfer entpuppt.

Wir gestehen ein: Ein Kollege sorgt sich schriftlich um das Niveau der Aktion. Doch Ulrich Weigel findet: „Wir sind das ganze Jahr über ernst – an Fasching können wir uns ruhig zum Deppen machen.“ Dann lässt er sich Farbe ins Gesicht malen, mit Packpapier einwickeln und von zwei Kollegen auf den Konferenztisch rollen. Ja, als Nacktschnecke hat man es nicht leicht.

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So entstanden die Faschingskostüme

Auch Werner Kempf, der Fasching fast noch mehr verabscheut als den FC Bayern, lässt sich der lieben Kollegen wegen als eiköpfige Sumpfbinse verkleiden. Das Güte-Angebot, die handgehäkelte Mütze bis zum Kinn zu ziehen, lehnt er ab und reckt sein sonnenbebrilltes Gesicht der Kamera entgegen. Stefanie Siegert sichert sich die Berghexe und Sibylle Mettler hat Mitleid mit dem armen Igel. Sport-Kollege Ronald Maior ist untröstlich, dass das Flammen-Adonisröschen an Stefanie Gronostay vergeben ist. Wir wissen nicht, an was er bei „Adonis“ denkt. Letztlich fühlt er sich aber auch als Saracho-Nachtschatten wohl.

Auf Franz Summerer, den Theaterspieler, ist Verlass. Was er wird, ist im egal. So umrahmt sein Gesicht ein Kranz weißer Blütenblätter. Wir können uns gut vorstellen, wie ein zarter Engel ihn zu später Stunde anspricht: „Ui, bist du eine süßes Gänseblümchen!“ Und Franzs Ehefrau als kleines Teufelchen antwortet: „Er ist eine stinkende Hundskamille.“

Lesen Sie im nächsten Jahr, wie der Chef vergeblich versucht, sich vor der Eiskönigin zu drücken und wie es Kultur-Klaus schafft, doch noch Urlaub zu bekommen.