Kein Feuer bei Bäumen

Trockenes Wetter sorgt für Waldbrandgefahr

Es wird heiß und trocken: Miteinher geht aber auch die Waldbrandgefahr. Deshalb warnt die bayerische Forstministerin Michaela Kaniber, im Wald nicht zu rauchen und auch in der Nähe auf Grillen und offenes Feuer zu verzichten.

Es wird heiß und trocken: Miteinher geht aber auch die Waldbrandgefahr. Deshalb warnt die bayerische Forstministerin Michaela Kaniber, im Wald nicht zu rauchen und auch in der Nähe auf Grillen und offenes Feuer zu verzichten.

Bild: Peter Kneffel, dpa (Symbolbild)

Es wird heiß und trocken: Miteinher geht aber auch die Waldbrandgefahr. Deshalb warnt die bayerische Forstministerin Michaela Kaniber, im Wald nicht zu rauchen und auch in der Nähe auf Grillen und offenes Feuer zu verzichten.

Bild: Peter Kneffel, dpa (Symbolbild)

Wenn es trocken ist, kann es schnell gehen: Eine weggeworfene Kippe bringt rasch ein ganzes Waldstück zum Brennen. Am Wochenende ist wieder Vorsicht geboten.
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dpa
17.06.2021 | Stand: 17:40 Uhr

Keine Kippen achtlos wegwerfen, kein offenes Feuer in der Nähe von Bäumen - solche Vorsichtsmaßnahmen sind in den kommenden Tagen aufgrund der hohen Waldbrandgefahr in weiten Teilen Bayerns geboten. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet für Freitag bei mehr als der Hälfte seiner Stationen im Freistaat mit der zweithöchsten von fünf Waldbrand-Gefahrenstufen. Beim unterfränkischen Arnstein-Müdesheim und bei Schwandorf in der Oberpfalz herrscht laut der DWD-Vorhersage vom Donnerstag sogar die höchste Stufe. In den restlichen Regionen Bayerns gilt Stufe drei, also "mittlere" Waldbrandgefahr.

Forstministerin: Nicht im Wald rauchen

Die bayerische Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) appellierte am Mittwoch an die Bevölkerung, im Wald nicht zu rauchen und auch in der Nähe auf Grillen und offenes Feuer zu verzichten. In Gemünden am Main (Unterfranken) - also nahe der mit der höchsten Warnstufe ausgewiesenen Station Arnstein-Müdesheim - ist offenes Feuer sogar bis auf Weiteres absolut verboten. Das gilt auch für Lagerfeuer und Grills auf privaten Grundstücken.

(Lesen Sie auch: Stadt Marktoberdorf warnt vor Waldbrandgefahr)

Entscheidend für die Waldbrandgefahr ist laut DWD, wie trocken der Waldboden ist und wie schnell der Wind einen möglichen Brand größer werden lassen würde. Wichtige Faktoren seien Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit, Niederschläge, Temperatur und Sonneneinstrahlung, sagte Christopher Böttcher, Waldbrandexperte beim DWD.

Mehr Luftbeobachter der Feuerwehr

Zur Sicherheit steigen in diesen Tagen in allen Regierungsbezirken Luftbeobachter der Feuerwehr oder der Verwaltung in Flugzeugen auf, wie die jeweiligen Regierungen mitteilten. Solche Flüge seien aber keine Seltenheit, auch im vergangenen Jahr seien die Luftbeobachter einige Male unterwegs gewesen, sagte eine Sprecherin der Regierung von Niederbayern.

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Hitze: Waldbrandgefahr in Deutschland steigt

Mit viel Feuchtigkeit von oben ist laut DWD erstmal nicht zu rechnen: Die Meteorologen erwarten in den kommenden Tagen vielerorts trockenes Wetter. Am Freitag wird es demnach meist sonnig und heiß: In Unterfranken kann es bis zu 36 Grad geben. Am Samstag scheint zunächst die Sonne, im Tagesverlauf kann es Schauer und einzelne Gewitter geben. Es bleibt bei 28 Grad im Oberpfälzer Wald und 35 Grad in Mainfranken aber heiß. Erst am Sonntagnachmittag und -abend kommt vielerorts wieder Regen runter, es kann dann laut DWD bei weiterhin heißen Temperaturen schauern und gewittern. Nur in Ostbayern bleibt es wohl noch trocken.

Waldbrandrisiko bleibt weiter hoch

Folgerichtig bleibt auch in den kommenden Tagen das Waldbrandrisiko hoch. Am Sonntag gilt - Stand Donnerstag - bei 83 der 101 DWD-Stationen im Freistaat die zweithöchste der fünf Gefahrenstufen. In Möhrendorf-Kleinseebach (Mittelfranken) und Aldersbach-Kriestorf (Niederbayern) gilt sogar die höchste Warnstufe.

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