Winterwetter kommt zurück

Schneefälle und Minus-Grade: So eisig wird das Wetter in Bayern

Der Winter hält nochmal Einzug im Süden Deutschlands: Die Menschen müssen sich auf Schneefälle und Minus-Grade gefasst machen.

Der Winter hält nochmal Einzug im Süden Deutschlands: Die Menschen müssen sich auf Schneefälle und Minus-Grade gefasst machen.

Bild: Felix Kästle, dpa (Archivbild)

Der Winter hält nochmal Einzug im Süden Deutschlands: Die Menschen müssen sich auf Schneefälle und Minus-Grade gefasst machen.

Bild: Felix Kästle, dpa (Archivbild)

Im Süden Deutschlands schlägt der Winter noch einmal zu: In der Nacht auf Montag soll in Bayern viel Schnee fallen und es wird eine Kältewelle erwartet.
07.02.2021 | Stand: 16:57 Uhr

Bis zu 32 Zentimeter Neuschnee und starke Windböen im Norden Deutschlands, dagegen zweistellige Temperaturen im Süden Bayerns - das Wetter hat sich am Wochenende von seiner verrückten Seite gezeigt. In der neuen Woche müssen sich aber auch die Menschen im Freistaat warm anziehen, denn es soll wieder deutlich kälter werden und in einigen Regionen reichlich Schnee geben.

Tief "Tristan" über Mitteleuropa und Hoch "Gisela" über Skandinavien hätten für einen echten Wettermix am Wochenende gesorgt, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Sonntag mit. Für Bayern hatten die Experten Schneefälle im Norden und Sonne im Süden erwartet. Letztlich sei das Wetter dann aber im ganzen Freistaat relativ ähnlich ausgefallen.

Fast überall sei es stark bewölkt gewesen bei Temperaturen zwischen 4 und 8 Grad. Ausnahmen gab es demnach nur ganz im Norden Bayerns, wo auch Schnee fiel, sowie ganz im Süden, wo am Alpenrand zweistellige Temperaturen gemessen wurden.

Gelb-rötlicher Himmel in Teilen Bayerns am Samstag

Ein Wetterphänomen sorgte am Samstagnachmittag in Teilen Bayerns für einen gelb-rötlichen Himmel. Grund war das Tiefdruckgebiet über Südwesteuropa, wie ein Sprecher des DWD erläuterte. Die entstandenen Winde hätten Sahara-Staub aus der Wüste über das Mittelmeer direkt nach Deutschland transportiert. "Wenn man in München rausschaut zum Beispiel, sieht es leicht gelb-rötlich aus", erklärte der Experte.

Laut DWD rollt in der neuen Woche eine Kältewelle auf Deutschland zu. In Teilen Bayerns soll es in der Nacht zu Montag zudem heftige Schneefälle geben.

Gebietsweise bis zu 25 Zentimeter Neuschnee in Bayern

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Wintereinbruch in Nordbayern: Bis zu 25 Zentimeter Neuschnee

Der DWD warnte vor gebietsweise bis zu 25 Zentimeter Neuschnee innerhalb von zwölf Stunden vor allem in Nordbayern. Verbreitet seien ansonsten 10 bis 15 Zentimeter Schnee möglich.

Südlich der Donau rechnet der DWD mit bis zu fünf Zentimeter Neuschnee, in höheren Lagen und in den Alpen oberhalb von 800 Metern lokal mit bis zu 10 Zentimetern.

Im Laufe des Montags sollen die Schneefälle dann nachlassen. In Oberfranken seien zum Wochenbeginn bis zu minus 9 Grad möglich.

Stadt und Landkreis Schweinfurt reagierten auf die Wetterprognose: Dort fällt witterungsbedingt am Montag die Schule aus, wie auf dem Meldeportal des Bayerischen Kultusministeriums am Sonntag zu lesen war.

Die Wettervorhersage für die kommende Woche im Süden

Am Sonntag fällt im Süden Deutschlands Regen, zum Teil gefrierender Regen mit Glatteis. Die Temperaturen liegen zwischen minus fünf und plus neun Grad. Im Süden weht ein schwacher bis mäßiger Wind aus verschiedenen Richtungen.

In der Nacht zum Montag geht der Regen auch im Süden in Schnee über. Es schneit teilweise sehr ergiebig. Die Temperaturen gehen auf null bis minus zwölf Grad zurück, lediglich im Südwesten liegen die Tiefstwerte noch etwas über dem Gefrierpunkt.

Am Montag ist es meist stark bewölkt und im Süden, auch in Bayern, gehen weitere Schneefälle nieder. Auf den Straßen besteht Glättegefahr. Es herrscht leichter bis mäßiger Dauerfrost. Der Wind weht schwach bis mäßig. (Das aktuelle Wetter im Allgäu sowie Vorhersagen finden Sie auch auf unserer Wetter-Seite)

Temperaturen sinken auf minus 15 Grad

In der Nacht zum Dienstag ist es wechselnd bis stark bewölkt und örtlich fällt etwas Schnee. Die Temperaturen gehen auf Tiefstwerte zwischen minus fünf und minus 15 Grad zurück.

Am Dienstag überwiegen oft die Wolken, gebietsweise kommt aber auch mal die Sonne zum Vorschein. Im Südosten kann es auch zu Schneeschauern kommen. In den meisten Regionen herrscht weiterhin leichter bis mäßiger Dauerfrost mit Werten von minus zehn bis minus ein Grad, nur im äußersten Süden steigen die Temperaturen etwas in den Plusbereich.

Weiter Schneefälle im Süden

Am Mittwoch halten sich meist dichte Wolken. Im Süden und Südosten fällt dabei gebietsweise Schnee. Es bleibt frostig kalt mit Höchstwerten zwischen minus neun und minus ein Grad. Lediglich an den Alpen steigen die Temperaturen auf null bis drei Grad.

Extrem-Wetter in Deutschland: Woher kommt der ganze Schnee?

Eine Ursache für den ungewöhnlich starken Wintereinbruch in weiten Teilen Deutschlands ist unter anderem der hohe Luftdruck, der vom Nordmeer bis ins östliche Mitteleuropa herrscht. DWD-Sprecher Andreas Friedrich verwies am Sonntag auf den sogenannten Polarwirbel-Split. Normalerweise bewegt sich dieser Luftwirbel kreisförmig direkt über der Region des Nordpols - daher auch der Name. Der Wirbel verstärkt sich regelmäßig im Winter, wenn kein Sonnenlicht die Atmosphäre dort erwärmen kann und diese sich zunehmend abkühlt, was zu einem Druckabfall in der Höhe führt.

Kommt es zu einem "Ausbruch", teilt sich der Wirbel und kann sich verlagern. "So einen Ausbruch gibt es immer wieder mal - aber diesmal erwischt es uns voll", sagte Friedrich. So gelinge es den kalten arktischen Luftmassen, weit in den Süden vorzustoßen.

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