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Nebel in den Bergen - was Du beim Wandern im Herbst beachten solltest

Eine Berg-Tour allein oder zu zweit scheint gerade in diesen Corona-Zeiten reizvoll - vor allem wenn das Wetter nun besser wird. Doch was sagen Polizei und Bergwacht dazu?

Eine Berg-Tour allein oder zu zweit scheint gerade in diesen Corona-Zeiten reizvoll - vor allem wenn das Wetter nun besser wird. Doch was sagen Polizei und Bergwacht dazu?

Bild: Michael Munkler

Eine Berg-Tour allein oder zu zweit scheint gerade in diesen Corona-Zeiten reizvoll - vor allem wenn das Wetter nun besser wird. Doch was sagen Polizei und Bergwacht dazu?

Bild: Michael Munkler

Wenn im Herbst der Nebel über den Berggipfeln hängt, ist es besonders schön in den Allgäuer Alpen. Doch solch eine Herbstwanderung sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Bergführer Joachim Schott verrät Dir hier, auf was Du beim Bergsteigen im Oktober und November besonders achten musst.
29.09.2017 | Stand: 11:52 Uhr

Der Herbst ist für viele Menschen die schönste Zeit für Wanderungen. Fürs Auge gebe es gefärbte Blätter, oft eine grandiose Fernsicht und warmes Licht, schwärmt der Oberallgäuer Bergführer Joachim Schott: „Also raus in und auf die Berge!“

Wissen wie das Wetter wird

Touren im Herbst erfordern eine etwas intensivere Planung und Vorbereitung. Schneefall bis in mittlere Lagen ist keine Seltenheit mehr und tiefe Temperaturen vor allem am Morgen sorgen dafür, dass der Boden gefroren ist und nordseitig oft gar nicht mehr auftaut. Die Tage sind kürzer und die Infrastruktur nicht mehr die gleiche wie in der Hochsaison. 

Die richtige Ausrüstung ist das A und O. Denn in den Bergen kann das Wetter schnell umschlagen.
Die richtige Ausrüstung ist das A und O. Denn in den Bergen kann das Wetter schnell umschlagen.
Bild: Martina Diemand

Bei der Länge der Tour sollte man die kürzeren Tage berücksichtigen. Viele Alpen und Berghütten sind im Laufe des Oktobers geschlossen. Touren auf den sonnigen Südseiten oder in tieferen Lagen sollten jetzt bevorzugt werden.

Im Internet informieren

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Das Internet kann bei der Tourenplanung eine große Hilfe sein. Die Seiten der Talorte bieten meist einen Überblick aller Öffnungszeiten von Hütten und bewirtschafteten Alpen. Auch über die Betriebszeiten der Bergbahnen und die Fahrpläne der Busse kann man sich informieren. Zudem finden sich dort oft aktuelle Webcams und zahlreiche Tourentipps. Die Wetter-App von YR.NO ist kostenlos und stellt sehr detaillierte und einfach aufbereitete Wetterdaten zur Verfügung (Englisch). Für die Tourenplanung ist Outdooractive.com eine sehr gute Seite. Außerdem finden sich viele nützliche Informationen auf alpenverein.com.

Augen auf bei der Ausrüstung

Die Ausrüstung sollte im Herbst um einige sinnvolle Details ergänzt werden. Bei der Bekleidung wird das gängige Zwiebelprinzip noch um eine etwas wärmere Schicht ergänzt. Zum Beispiel durch eine Primaloft Jacke oder eine dünne Daunen-Weste. Ganz wichtig sind Mütze und Handschuhe.

Schnell hat man sich verspätet und die Dämmerung bricht herein. Deshalb gehört eine gute Stirnlampe ins Rucksack-Deckelfach. Teleskopstöcke helfen auf rutschigem, glattem Boden. Eine sehr gute Ergänzung sind auch die sogenannten Snowchaines – Schneeketten für Schuhe, beispielsweise von Snowline. Diese sind schnell und leicht auf nahezu alle Schuhe zu montieren und geben sehr guten Halt bei nassem und gefrorenem Untergrund.