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Fachkräftemangel im Allgäu: Wie eine Ausbildungsmesse in Füssen für Abhilfe sorgen will

Ausbildungsmarkt in der Region

Fachkräftemangel im Allgäu: Unternehmen kämpfen um die besten Azubis bei neuer Füssener Ausbildungsmesse

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    Das Autohaus Heuberger war Schauplatz der zweiten „AzubiXperience“ Messe der Allgäuer Zeitung in Füssen.
    Das Autohaus Heuberger war Schauplatz der zweiten „AzubiXperience“ Messe der Allgäuer Zeitung in Füssen. Foto: Benedikt Siegert

    In Zeiten von Fachkräftemangel und alternder Gesellschaft hat sich der Arbeitsmarkt längst vom Arbeitgeber- zum Arbeitnehmermarkt gewandelt. „Von selbst kommt heute keiner mehr“, sagt Reiner Heuberger. Er war mit seinem Füssener Autohaus deshalb zum zweiten Mal Gastgeber für die „AzubiXperience“ der Allgäuer Zeitung. Dabei handelt es sich um eine neue Ausbildungsmesse, mit der sich der Verlag gemeinsam mit seinen Partnern der neuen Marksituation stellen will.

    Das Konzept: Eine Mischung aus Event- und Infoveranstaltung. „Jeder, der hierher kommt, macht das freiwillig“, sagt Christian Schneider, Geschäftsstellenleiter der AZ in Füssen. Dadurch wolle man sich von vielen Berufsorientierungsmessen absetzen, die für Schüler Pflichtveranstaltungen sind. 20 Firmen haben sich am Donnerstag in Füssen mit Infoständen eingefunden. „Ich finde, wir haben wieder einen guten Querschnitt von der Industrie, über Polizei und Bundeswehr bis hin zur Hotellerie“, sagt Schneider.

    Drei Stunden lang können sich Schülerinnen und Schüler über Berufswege informieren, aber eben auch an Gewinnspielen teilnehmen, sich Zaubertricks erklären lassen oder an Foodtrucks Pasta Arrabiata essen.

    Lisa Guggemos vertritt den Pfrontener Maschinenbauer DMG Mori bei der Messe „AzubiXperience“ der Allgäuer Zeitung in Füssen
    Lisa Guggemos vertritt den Pfrontener Maschinenbauer DMG Mori bei der Messe „AzubiXperience“ der Allgäuer Zeitung in Füssen Foto: Benedikt Siegert

    Bei DMG Mori in Pfronten sind noch Plätze fürs Duale Studium offen

    Dieser Mix aus Zeitvertreib und Information kommt offenbar an: „Wir spüren, dass die jungen Leute hier großes Interesse zeigen und Motivation mitbringen“, sagt Lisa Guggemos von DMG Mori in Pfronten. 39 Ausbildungsplätze vergibt das Pfrontener Unternehmen jedes Jahr. War es bis vor Kurzem noch ein Selbstläufer, die Stellen zu besetzen, ist es jetzt auch für den Maschinenbauer eine Herausforderung, die zunehmend Ressourcen verschlingt. Inzwischen bietet das Unternehmen einen Ausbildungstag an, an dem bis zu 600 Schüler auf das Werkareal kommen.

    Daniel Linder vom Authaus Heuberger (links) hier im Gespräch mit einem Interessenten für eine Ausbildungsstelle.
    Daniel Linder vom Authaus Heuberger (links) hier im Gespräch mit einem Interessenten für eine Ausbildungsstelle. Foto: Benedikt Siegert

    Zweite Messe „AzubiXperience“ der Allgäuer Zeitung in Füssen

    Die Nachwuchssuche bleibe dennoch schwierig. Die vier Plätze für ein Duales Studium etwa seien bis jetzt noch unbesetzt bei DMG Mori. Ob dabei auch der fehlende Abiturjahrgang durch die Reform der Gymnasien eine Rolle spielt? Möglich, sagt Guggemos. Doch auch in den Vorjahren sei die Nachfrage eher schleppend gewesen. Das Unternehmen investiert daher noch stärker in die Suche nach Nachwuchs. Messen wie die „AzubiXperience“, bei der DMG bereits zum zweiten Mal dabei ist, gehören da zum Konzept.

    Gastgeber Reiner Heuberger sagt, dass sein Autohaus bereits vor 20 Jahren intensiver in die Nachwuchssuche eingestiegen sei. Sein Vater Hilmar war Gründungsmitglied beim Netzwerk Schule-Wirtschaft. Reiner Heuberger geht gemeinsam mit der Allgäuer Zeitung jetzt bei der AzubiXperience ein weiteren Schritt.

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