Ganz unauffällig am linken hinteren Rand des Orchesters steht sie: die Harfe. Auch nicht goldglänzend wie sonst oft, sondern in biederem, braunrotem Folklore-Rahmen. Dabei rahmt sie doch akustisch glitzernd und fein ziseliert das reichhaltig bunte Programm des Silvesterkonzerts mit Hans Richter und den Prager Philharmonikern: In Peter Tschaikowskys „Schwanensee“-Thema zum Eingang, sowie im Finale dieser populären Ballettmusik tritt die Harfe solistisch klar hervor. Aber auch beim heimlichen Höhepunkt des Konzertabends ist sie für den tschechischen Solo-Cellisten Vladimir Sůva dominantes Begleit-Instrument: bei der wundersam zelebrierten „Schwan“-Melodie aus dem „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns. Und direkt davor glänzt und funkelt der Harfenklang sinnreich passend zum allseits beliebten „Gold und Silber“-Walzer von Franz Lehár.
Silvesterkonzert im Theater Kempten
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