Backen an Ostern

Hefezopf backen für Ostern: Diesen Fehler sollte man vermeiden

Hefezopf selbst backen ist keine Hexerei. Dabei ist alerdings Geduld gefragt, sonst wird er hart.

Hefezopf selbst backen ist keine Hexerei. Dabei ist alerdings Geduld gefragt, sonst wird er hart.

Bild: Mascha Brichta, dpa

Hefezopf selbst backen ist keine Hexerei. Dabei ist alerdings Geduld gefragt, sonst wird er hart.

Bild: Mascha Brichta, dpa

Einen Hefezopf backen ist an Ostern für viele Menschen Tradition. Wer will, dass der Zopf richtig fluffig wird, sollte einen Fehler beim Backen vermeiden.
30.03.2021 | Stand: 09:03 Uhr

Der Hefezopf gehört für viele Menschen zum Frühstück an Ostern dazu. Hefezopf backen ist auch gar nicht so schwer. Einen Fehler sollte man allerdings vermeiden, wenn das Traditionsgebäck wirklich gut werden soll.

Wenn der selbst gebackene Hefezopf nicht so fluffig wird wie beim Bäcker, rätseln viele, was sie falsch gemacht haben. Das kann an der Hefe liegen. "Sobald Hefe im Spiel ist, braucht es Geduld", erklärt Julia Flach in der Schauküche der Deutschen Innungsbäcker.

Da könne drei Mal im Rezept stehen, dass man den Teig 20 Minuten gehen lassen soll, bevor er in den Backofen kommt. "Wenn das Volumen noch nicht stimmt, muss man manchmal auch länger warten", so Flach. Wer das nicht schafft, dürfe sich nicht wundern, wenn der Kuchen hart statt locker geworden ist. Gerade im Winter, wenn die Temperaturen in der Küche vielleicht etwas kühler sind, müsse man mit der doppelten Zeit zum Gehen rechnen.

In vielen älteren Hausfrauen-Rezepten stehe auch, dass man die Hefe mit warmen Wasser aufschlämmen lassen soll. "Dabei darf das Wasser nur lauwarm sein und nicht heiß. Sonst wird das Backwerk zum Brett", rät Flach. In der Fachsprache heiße es dann: "Die Hefe stirbt ab".

Beim Hefezopf backen kommt es auf die Hefe an

An den Osterfladen aus seiner Kindheit erinnert sich Gerhard Schenk noch heute. An den Feiertagen kam das runde Hefegebäck mit Rosinen und Mandeln, das auch als Osterbrot bekannt ist, regelmäßig auf den Tisch. "Bestrichen mit einer kräftigen Portion Butter und Marmelade oder Honig - großartig!", sagt der Konditormeister und Präsident des Deutschen Konditorbundes (DKB).

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Der Osterfladen ist einer von vielen Kuchen-Klassikern, die zu Ostern dazugehören wie die Eier. "Ebenfalls typisch für Ostern sind Hefezöpfe oder -kränze, Hasen und Lämmer aus Rührteig oder Karotten- und Eierlikörkuchen", beobachtet die Food-Bloggerin Christina Rausch (krimiundkeks.de). Dabei fällt auf: Viele Zutaten der Oster-Backstube greifen typische Motive des Festes auf. So machen Karotten, die bekanntlich der liebste Snack des Osterhasens sind, den Rüblikuchen herrlich saftig.

Viele Gebäcke an Ostern haben eine tiefere Bedeutung

Eier kommen in Form von Eierlikör in den Teig oder auf den fertigen Kuchen. "Eine weitere typische Zutat sind eingemachte Aprikosenhälften. Die können als "Eigelb" auf Spiegelei-Kuchen gesetzt werden", sagt die Food-Bloggerin Kathrin Runge (backenmachtgluecklich.de).

"Viele Ostergebäcke haben eine tiefere Bedeutung, was heute vielen Menschen gar nicht mehr bewusst ist", sagt Schenk. So stehen die Furchen im Osterfladen für die Erde, die im Frühling aufbricht. Die geflochtenen Stränge des Hefezopfes symbolisieren Verbundenheit - mit der Familie, der Natur, der Religion. Ob man die Symbolik kennt oder nicht: Der Hefezopf ist ein Hauptdarsteller beim Osterfrühstück. Richtig saftig wird der Hefezopf mit einer Füllung. Dafür werden Eiweiß und Zucker mit gemahlenen Nüssen - etwa Mandeln, Kokosraspeln oder Haselnüssen - verschlagen.

Füllung für Hefezopf kommt in den Mittelstrang

Die Masse wird auf den Strängen verteilt. Wichtig ist, die Füllung in der Mitte aufzutragen, sodass die beiden langen Seiten anschließend darüber zusammengedrückt werden können. Danach wird geflochten. Auch weitere Variationen sind möglich: "Die Rosinen im Osterbrot können problemlos durch getrocknete Cranberrys oder Physalis ausgetauscht werden, statt Mandelsplitter geben auch gehackte Cashewnüsse einen schönen Crunch", so Schenk.