Stoff-, OP- und FFP2-Masken

So unterscheiden sich die Maskenarten

Eine selbstgenähte Maske und eine FFP2-Maske. Letztere müssen die Menschen in Bayern tragen, wenn sie in Geschäften oder in Bus oder Tram sitzen. Nun haben Bund und Länder beschlossen, dass in ganz Deutschland eine OP-Maskenpflicht in Läden sowie im Nahverkehr gilt.

Eine selbstgenähte Maske und eine FFP2-Maske. Letztere müssen die Menschen in Bayern tragen, wenn sie in Geschäften oder in Bus oder Tram sitzen. Nun haben Bund und Länder beschlossen, dass in ganz Deutschland eine OP-Maskenpflicht in Läden sowie im Nahverkehr gilt.

Bild: Benedikt Siegert (Symbolbild)

Eine selbstgenähte Maske und eine FFP2-Maske. Letztere müssen die Menschen in Bayern tragen, wenn sie in Geschäften oder in Bus oder Tram sitzen. Nun haben Bund und Länder beschlossen, dass in ganz Deutschland eine OP-Maskenpflicht in Läden sowie im Nahverkehr gilt.

Bild: Benedikt Siegert (Symbolbild)

Drei Arten von Masken kursieren derzeit: Stoff-, OP- und FFP2-Masken. Wir haben die Unterschiede bei der Sicherheit, dem Waschen und dem Preis zusammengefasst.
20.01.2021 | Stand: 08:43 Uhr

Bund und Länder wollen wohl bundesweit eine OP-Maskenpflicht in Geschäften und im Nahverkehr einführen. Außer in Bayern: Da besteht seit Montag eine entsprechende FFP2-Maskenpflicht. Kritiker monierten, dass die Masken nicht für Laien gedacht seien. Die meisten wüssten nicht einmal, wie sie den Schutz richtig anlegen. Allgemein stellen sich bei Stoff-, OP- und FFP2-Maske einige Fragen: Wie sicher sind sie? Kann ich sie wiederverwenden? Wie viel kosten sie?

Was sind Stoff-, OP- und FFP2-Masken und wie sicher sind sie?

Stoffmasken sind auch als Community-, Alltags- oder Behelfsmaske bekannt. Wie der Name sagt, bestehen sie aus Stoff und unterliegen keinerlei medizinischen Kriterien. Sie dienen dazu, die Tröpfchen etwa beim Sprechen oder Husten wenigstens etwas zu verringern.

Die OP-Masken werden dagegen medizinisch geprüft und schützen um einiges mehr als die Stoffbedeckungen. So schützen sie die Menschen in der Nähe, einen selbst aber höchstens vor größeren Tröpfchen.

Noch größere Sicherheit bieten FFP2-Masken. Bei ihnen handelt es sich um Gesichtsmasken, die besonders gut vor Partikeln schützen. Die Bezeichnung FFP stammt aus dem Englischen und bedeutet "Filtering Face Piece". Eingeteilt werden die Masken in Schutzkategorien von 1 bis 3.

Ursprünglich kennt man FFP2-Masken vor allem aus dem Handwerk - Arbeiter schützen sich damit dagegen, Staub oder andere giftige Stoffe einzuatmen. Seit Montag gilt in Bayern eine FFP2-Maskenpflicht unter anderem im Nahverkehr, Geschäften und Arztpraxen. Der Schutz fällt allerdings bei Bartträgern möglicherweise geringer aus. „Ein Vollbart kann die Abdichtung der Maske beeinträchtigen und damit natürlich die Schutzwirkung verringern“, sagt Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Die FFP2-Maske funktioniere nur, wenn sie wirklich dicht ist.

Kann ich die Masken wiederverwenden?

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Der große Vorteil von Stoffmasken ist, dass man sie waschen und wieder tragen kann. Es empfiehlt sich, sie nach dem Tragen sofort zu reinigen. Und zwar bei mindestens 60 Grad und Vollwaschmittel in der Waschmaschine. Man kann die Maske aber auch mindestens fünf Minuten lang in einem Topf auf dem Herd ins kochende Wasser legen. Wichtig: Hat die Maske beim Waschen Risse oder einen anderen Schaden davongetragen, sollte man sie lieber wegwerfen.

Virologe Christian Drosten schlägt außerdem vor, die Stoffmasken zu bügeln. Dabei sei es wichtig, dass der Stoff sowie Saum und Nahtstellen richtig heiß werden.

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Die OP-Maske sowie die FFP2-Maske sind jedoch Einwegprodukte. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) schreibt etwa zu den OP-Masken: "Sie sollten regelmäßig gewechselt und nach Verwendung entsorgt werden."

Auch die FFP2-Masken sind nicht zum Wiederverwenden gedacht. Forscher der Fachhochschule (FH) Münster und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster beschreiben im Rahmen einen Forschungsprojektes allerdings zwei Wege, wie ihren Erkenntnissen zufolge FFP2-Masken doch wiederverwendet werden können:

Wie viel kosten die Masken?

Stoffmasken kosten je nach Modell und verwendeter Stofflagen unterschiedlich viel. Das BfArM veranschlagt etwa fünf bis zehn Euro pro Stück. OP-Masken gibt es umgerechnet für 20 Cent das Stück. Eine FFP2-Maske kostet mit 2.50 Euro allerdings ungefähr das Zwölffache - und soll auch nur einmal getragen werden.