Eine 67-jährige Marktoberdorferin ist am Donnerstag, 28. August, Opfer von betrügerischen Dachdeckern geworden. Gegen Mittag klingelten vier männliche Personen bei der Frau und boten dieser an, ihr Gartenhäuschen neu zu decken. Es wäre noch Material von einem vorherigen Auftrag vorhanden und somit könnten sie die Arbeiten besonders günstig ausführen.
Betrügerische Dachdecker reißen das Dach ab
Noch während des Gesprächs und vor Einwilligung der 67-Jährigen begannen die Personen laut Polizeibericht damit, das Wellblechdach am Häuschen teilweise abzureißen. Als die Marktoberdorferin die Personen dazu aufforderte, die Arbeiten einzustellen, übten sie Druck auf die Frau aus. Sie versuchten, an eine Bezahlung der illegalen Arbeiten zu gelangen. Erst als die Frau mit der Polizei drohte, verließen die Personen ihr Grundstück und entfernten sich.
Das Gartenhäuschen war zu diesem Zeitpunkt bereits zur Hälfte abgedeckt und dadurch beschädigt. Es entstand ein Sachschaden von etwa 200 Euro.
Die Täter könnten nach Angaben der Polizei Marktoberdorf alle aus dem südosteuropäischen Raum stammen. Sie waren mit einem weißen Kleintransporter unterwegs. Auffällig an diesem war eine silberne Dachreling sowie der seitliche Schriftzug „Dachdecker“. Am Fahrzeug waren ausländische Kennzeichen eines bisher unbekannten Staates montiert. Zeugen sollten sich bei der Inspektion Marktoberdorf unter 08342/96040 melden.
Das rät die Polizei bei Betrug durch vermeintliche Handwerker
Grundsätzlich rät die Polizei in solchen Fällen:
- Lassen Sie sich von vermeintlich günstigen Offerten oder aufdringlichen Werbern nicht überrumpeln. Mitunter handelt es sich um unseriöse Angebote und geringwertige Handwerkerleistungen.
- Erkundigen sie sich im Bedarfsfall bereits frühzeitig nach der Seriosität von Handwerkerfirmen. Beraten Sie sich gegebenenfalls mit Nachbarn, Verwandten oder Bekannten.
- Verlangen Sie vor der Auftragserteilung einen detaillierten Kostenvoranschlag. Wird dieser verweigert, ist das bereits ein Indiz für die mangelnde Seriosität des Anbieters.
- Haben Sie keine Scheu, im Zweifelsfall die Polizei zu verständigen.
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