Gardasee

Gardasee: Schlangen, Fische und Krebse - Mit diesen Tieren schwimmen Sie im See

Wer im Gardasee schwimmen geht, könnte neben verschiedenen Fischen auch auf eine Wasserschlange treffen.

Wer im Gardasee schwimmen geht, könnte neben verschiedenen Fischen auch auf eine Wasserschlange treffen.

Bild: Thomas Warnack, dpa (Symbolbild)

Wer im Gardasee schwimmen geht, könnte neben verschiedenen Fischen auch auf eine Wasserschlange treffen.

Bild: Thomas Warnack, dpa (Symbolbild)

Im Gardasee schwimmen viele verschiedene Fische aber auch andere Tiere. Auf welche Arten man beim Sprung in den See treffen könnte, lesen Sie hier.
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Von Deborah Dillmann
12.09.2023 | Stand: 06:38 Uhr

Sommer, Sonne, Strand und Meer - oder eben Gardasee. Das beliebte Reiseziel der Deutschen lockt rund ums Jahr Touristen an. Insbesondere im Sommer, wenn sich die Wassertemperatur im Gardasee zum Schwimmen eignet, verschlägt es Urlauber in Italien nicht nur ans Meer, sondern auch an den großen See in Oberitalien. Wer sich hier für eine Abkühlung ins Wasser begibt, könnte auf den ein oder anderen tierischen Begleiter treffen. Welche Fische und anderen Tiere im Gardasee schwimmen, lesen Sie hier.

Übrigens leben auch rund um den Gardasee viele verschiedene Tierarten. Zu finden sind hier unter anderen Bären, Wölfe und Luchse. Diesen sollte man aber besser aus dem Weg gehen.

Welche Fische gibt es im Gardasee?

Der Gardasee ist der größte See Italiens. Laut gardasee.de hat er eine Länge von rund 52 Kilometern, ist bis zu 346 Meter tief und umfasst etwa 370 Quadratkilometer. Für jegliche Wasseraktivitäten bietet der See also ausreichend Platz, und auch zahlreiche Fischarten haben hier ihr Zuhause.

Im Gardasee leben laut europlan.itüber 30 verschiedene Fischarten. Dazu zählt auch die Gardaseeforelle, eine spezielle Lachsart mit dem lateinischen Namen Salmo carpio, die nur im Gardasee vorkommt. Sie ist vor allem im südlichen Gardasee zu finden, da sie hier ausreichend Nahrung findet. Der Seite fischlexikon.eu zufolge wird die Gardaseeforelle maximal 50 Zentimeter lang und bis zu fünf Jahre alt. Schwimmer dürften der Gardaseeforelle eher nicht begegnen, sie lebt nämlich in Wassertiefen von 100 bis 200 Metern. Bei Anglern ist der Fisch aber beliebt - unter anderem ein Grund warum sie mittlerweile auf der "Roten Liste der gefährdeten Arten" steht.

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Schlangen am Gardasee: Diese zwei Tiere sind giftig

Welche Fische gibt es im Gardasee außerdem? Europlan.it listet einige auf:

  • Agone (Alosa fallax lacustris): Der Fisch lebt in großen Schwärmen aus bis zu 10.000 Fischen, wird bis zu 40 Zentimeter lang und etwa sieben bis acht Jahre alt.
  • Ukelei (Alburnus alburnus): Der kleine Fisch wird maximal 15 Zentimeter lang und bis zu 50 Gramm schwer. Er kommt in großen Schwärmen vor und ist eine wichtige Nahrungsquelle für Raubfische wie Hecht, Forelle oder Barsch.
  • Aal (Anguilla anguilla): Im Gardasee wurde der Aal von Menschen angesiedelt. Er wird bis zu 1,5 Meter lang und sechs Kilo schwer. Weibchen können bis zu 40 Jahre alt werden, Männchen bis zu 15 Jahre.
  • Barbe (Barbus barbus): Der Fisch kommt in großen Schwärmen vor, wird über 60 Zentimeter lang und wiegt etwa vier Kilo. Auf dem Teller landet die Barbe eher selten, weil ihre Eier und Eierstöcke für den Menschen giftig sind und Bauchschmerzen verursachen können.
  • Quappe (Lota lota): Der nachtaktive Fisch hält sich vorrangig in Bodennähe von Seen auf, wird bis zu 60 Zentimeter lang und wiegt etwa drei bis vier Kilo.
  • Karpfen (Cyprinus carpio): Der Allesfresser ist hauptsächlich in Bodennähe von Seen zu finden, kann bis zu einem Meter lang werden und ein Gewicht von über 20 Kilo erreichen.
  • Döbel (Leuciscus cephalus): Der Karpfenfisch hält sich meist in Ufernähe auf, wird bis zu 60 Zentimeter lang und drei bis vier Kilo schwer. Während der Paarungszeit von April bis Juli kommt der Döbel in großen Schwärmen vor.
  • Lavaret (Coregonus lavaretus): Der 1918 im Gardasee eingeführte Fisch kann bis zu 80 Zentimetern lang werden und wiegt etwa vier Kilo.
  • Hecht (Exos lucius): Im Gardasee wir der Raubfisch bis zu einen Meter lang und jagt nicht nur kleinere Fische, sondern auch Sumpfvögel, Amphibien, Nagetiere und Wasserschlangen.
  • Flussbarsch (Perca fluviatilis): Der Raubfisch wird bis zu 50 Zentimeter groß und bis zu 1,5 Kilo schwer.
  • Forellenbarsch (Micropeterus salmoides): Der Raubfisch jagt im Erwachsenenalter nicht nur kleinere Tiere, sondern auch Fische der eigenen Art. Er wird bis zu 60 Zentimeter groß und sechs bis sieben Kilo schwer.
  • Schleie (Tinca tinca): Der Raubfisch wird bis zu 60 Zentimeter lang und etwa zwei bis vier Kilo schwer.
  • Forelle (Salmo trutta): Die Forelle kommt immer seltener im Gardasee vor. Sie wird über einen Meter groß und kann bis zu 20 Kilo wiegen. Im Gardasee gibt es die Seeforelle, die Bachforelle und die Regenbogenforelle. Alle drei Arten sind Raubfische.

Darf man im Gardasee angeln?

Im Gardasee kann man nicht nur mit Fischen schwimmen, auch das Angeln ist erlaubt. Laut gardasee.de unterscheiden sich die Angelvorschriften aber je nach Region. Urlauber sollten sich daher vorab bei der jeweiligen Gemeindeverwaltung oder im Touristenbüro informieren.

Laut meereswissen.de ist das Angeln am Gardasee aber grundsätzlich nur mit einem gültigen Angelschein erlaubt. Für Touristen mir einer solchen Lizenz gebe es spezielle Angel-Genehmigungen für Touristen. Diese werde jedoch pro Person nur einmal im Jahr ausgestellt und sei 30 Tage lang gültig.

Das Angeln ohne entsprechende Genehmigung ist am Gardasee verboten. Aber es gibt noch mehr Verbote am Gardasee wie etwa das Nacktbaden.

Welche Tiere gibt es noch im Gardasee?

Wer im Gardasee schwimmen geht, kann nicht nur einer der zum Teil sehr großen Fischarten begegnen, auch andere Tiere leben in dem See. Laut alpensicht.com könnten Urlauber im Wasser beispielsweise auch auf Krebse und Wasserschlangen treffen.

Im Gardasee gibt es laut meereswissen.de vier verschiedene Krebsarten:

  • Flohkrebs
  • Höckerflohkrebs
  • Kamberkrebs
  • Roter Amerikanischer Sumpfkrebs

Rund um den Gardasee gibt es laut gardasee.desieben verschiedene Schlangenarten. Zwei davon sind giftig, kommen aber nicht im Wasser vor. Im See selbst sind vorrangig Nattern anzutreffen:

  • Die Würfelnatter kann beim Sonnen auf Steinen oder im Wasser gesehen werden, wie sie Fische jagt. Für den Menschen ist die etwa 70 bis 120 Zentimeter lange Schlange nicht gefährlich und wird als "absolut friedlich" beschrieben.
  • Auch Ringelnattern bevorzugen feuchtere Gebiete und jagen in Wassernähe Frösche und Kröten. Sie ist 90 bis 160 Zentimeter lang und ebenfalls ungefährlich für den Menschen.

Übrigens: Laut gardasee.site leben auch Molche, Frösche und Kröten im bzw. am Gardasee.

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