Corona in Österreich

Österreich verschärft Corona-Regeln weiter - aber kein Lockdown für alle

Karl Nehammer (ÖVP), Bundeskanzler von Österreich verkündete die neuen Corona-Regeln in Österreich. An einer allgemeinen Corona-Impfpflicht hält er fest.

Karl Nehammer (ÖVP), Bundeskanzler von Österreich verkündete die neuen Corona-Regeln in Österreich. An einer allgemeinen Corona-Impfpflicht hält er fest.

Bild: Florian Wieser, dpa

Karl Nehammer (ÖVP), Bundeskanzler von Österreich verkündete die neuen Corona-Regeln in Österreich. An einer allgemeinen Corona-Impfpflicht hält er fest.

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Österreich verschärft seine Corona-Regeln weiter. Ein Lockdown für alle ist erst einmal nicht geplant, eine Corona-Impfpflicht aber soll es geben.
07.01.2022 | Stand: 09:31 Uhr

Neue Corona-Regeln in Österreich: Das Land reagiert mit weiteren Beschränkungen und kürzeren Quarantänefristen auf die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus. Des kündigte die Bundesregierung am Donnerstag an.

Das sind die neuen Corona-Regeln in Österreich

  • Ab 11. Januar muss im Freien eine FFP2-Maske getragen werden, wenn kein Zwei-Meter-Abstand eingehalten werden kann. Das gilt zum Beispiel für Fußgängerzonen und Warteschlangen.
  • Handel und die Gastronomie müssen die Einhaltung der 2G-Regel - also Einlass nur für Geimpfte und Genesene - streng kontrollieren. Bei schweren Verstößen gegen die Corona-Regeln können Geschäftsschließungen angeodnet werden.
  • Der Grüne Pass für doppelt Geimpfte gilt künftig nur noch sechs Monate. Bei Geboosterten bleibt es bei neun Monaten Gültigkeit.
  • Am Plan, ab Februar eine allgemeine Corona-Impfflicht in Österreich einzuführen, hält die Bundesregierung fest.

FFP2-Maskenpflicht im Freien: Österreich will neuen Lockdown verhindern

Um die Infrastruktur nicht zu gefährden, können sich Kontaktpersonen von Infizierten in Österreich künftig nach dem fünften Tag aus der Quarantäne freitesten. Mit täglichen Tests und dem Tragen einer FFP2-Maske sollen Mitarbeiter der kritischen Infrastruktur auch als Kontaktperson weiterarbeiten können. Die Situation sei sehr ernst, sagte Nehammer. Mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung könne ein neuer Lockdown aber verhindert werden.

Österreich: Viele neue Corona-Infektionen durch Omikron-Variante

Die Zahl der Neuinfektionen schnellt in Österreich nach oben. Binnen 24 Stunden steckten sich nach Angaben der Behörden vom Donnerstag 8853 Menschen mit dem Virus an. Unter Berücksichtigung der Einwohnerzahl wären das auf Deutschland hochgerechnet rund 80.000 Fälle.

Unterdessen geht die Debatte um die Impfpflicht in Österreich weiter. Rechtlich stehe der Plan durch die Omikron-Variante inzwischen auf wackeligen Füßen, sagte der Verfassungsjurist Heinz Mayer am Donnerstag. Die Variante sei auch für Geimpfte ansteckender und sie könnten das Virus ebenfalls verbreiten. "Wenn die Impfung das Gesundheitssystem nicht ausreichend schützt, denn ist die Impfpflicht nicht zulässig." Statt die Impfpflicht am 1. Februar fix einzuführen, könne es angemessener sein, per Gesetz dem Gesundheitsminister die Möglichkeit einzuräumen, einen solchen Schritt jederzeit anzuordnen, sagte Mayer.

Österreich plant Impfpflicht: Geldstrafen von bis zu 3600 Euro vorgesehen

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Aus Sicht der Regierung bleibt die Impfung aber das entscheidende und überaus wirksame Gegenmittel, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Er halte daher an dem Plan einer Impfpflicht fest, sagte Nehammer.

Die österreichische Regierung will mit dem Schritt die mehr als eine Million Menschen ohne Impfschutz zur Injektion drängen. Für Verstöße sind erhebliche Geldstrafen von bis zu 3600 Euro vorgesehen. Bis auf die rechte FPÖ haben alle Parlamentsparteien dem Vorhaben zugestimmt. Rund 70 Prozent der Österreicher gelten aktuell als geimpft. In jüngster Zeit hat die Impfbereitschaft aber deutlich nachgelassen.

(mit dpa)

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