Vorarlberg

Infektionsteam soll sich nach Covid-Fall in Dornbirner Kindergarten zwei Tage nicht gemeldet haben

Kindergarten Vogelnest in Oy

In einem Kindergarten in Dornbirn (Vorarlberg) ist bei einem Kind ein Coronafall aufgetreten. Dieser wurde auch umgehend dem Infektionsteam gemeldet. Doch danach habe der Kindergarten zwei Tage lang nichts mehr gehört.

Bild: Matthias Becker (Symbolbild)

In einem Kindergarten in Dornbirn (Vorarlberg) ist bei einem Kind ein Coronafall aufgetreten. Dieser wurde auch umgehend dem Infektionsteam gemeldet. Doch danach habe der Kindergarten zwei Tage lang nichts mehr gehört.

Bild: Matthias Becker (Symbolbild)

Nach der sofortigen Meldung eines Coronafalles soll ein Kindergarten zwei Tage lang nichts vom Infektionsteam gehört haben. Was das Land Vorarlberg dazu sagt.
31.05.2021 | Stand: 09:29 Uhr

In einem Kindergarten in Dornbirn (Vorarlberg) ist bei einem Kind ein Coronafall aufgetreten. Dieser wurde laut des Online-Nachrichtenportals VOL.AT von der Kindergartenleitung auch umgehend dem Infektionsteam gemeldet. Doch danach habe der Kindergarten zwei Tage lang nichts mehr gehört. Auf Nachfrage hieß es, dass das Infektionsteam nicht jedem einzelnen Coronafall in Kindergärten und Schulen nachgehen könne.

Eine Nachfrage von VOL.AT bei der Pressestelle des Landes Vorarlberg ergab, dass man besonders im Falle von Kinderbetreuungseinrichtungen, bei denen es eine hohe Gefahr der Streuung gebe, bewusst auf eine schnelle Reaktion aus sei, um eine Ausbreitung des Virus einzudämmen. Zum konkreten Ablauf des Falls gab die Pressestelle nach Rücksprache mit dem Infektionsteam Folgendes an: Das Testergebnis des an Corona erkrankten Kindes lag an Tag eins vor. Einen Tag später wurde das Kind für zwei Wochen in Quarantäne geschickt. Gleichzeitig wurden auch die Kontaktpersonen im Kindergarten und der Haushalt, in dem das Kind lebt, in Quarantäne geschickt.

Dornbirn: Infektionsteam soll sich nach Covid-Fall in Kindergarten zwei Tage nicht gemeldet haben

Wenn es zu Wartezeiten zwischen der Meldung und der Reaktion des Infektionsteams gekommen sei, dann zu Hochzeiten des Coronavirus, zu denen täglich zahlreiche Neuinfektionen gemeldet wurden, so der Leiter der Landespressestelle Florian Themeßl-Huber gegenüber VOL.AT. Momentan allerdings könne man aufgrund von etwa 50 Corona-Fällen pro Tag schnell reagieren. Themeßl-Huber sagte aber, man werde der Sache nachgehen.

Die Stadt Dornbirn und Bürgermeister Andrea Kaufmann konnten den Fall gegenüber VOL.AT nicht bestätigen. "Wir melden das sofort. Das Infektionsteam des Landes nimmt sich dieser Sache an", erklärt Kaufmann den Ablauf bei einem Coronafall in einer Kinderbetreuungseinrichtung. "Das Infektionsteam entscheidet auch, wer betroffen ist, getestet werden muss, wer für einen PCR-Test herangezogen werden muss." Diese PCR-Tests würden teils in Kindergärten und teilweise in der Messehalle durchgeführt. "Das ist eine Entscheidung des Infektionsteams, was bisher eigentlich immer sehr gut funktioniert hat", erklärte die Bürgermeisterin.

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