Suizid nach Drohungen von Impfgegnern

Obduktion der Leiche der Ärztin aus Österreich bestätigt Suizid

Kerzen stehen bei einer Gedenkveranstaltung der Initiative #YesWeCare in Erinnerung an die oberösterreichische Ärztin Lisa-Maria Kellermayr auf der Straße.

Kerzen stehen bei einer Gedenkveranstaltung der Initiative #YesWeCare in Erinnerung an die oberösterreichische Ärztin Lisa-Maria Kellermayr auf der Straße.

Bild: Fotokerschi.At/Hannes Draxler, APA, dpa

Kerzen stehen bei einer Gedenkveranstaltung der Initiative #YesWeCare in Erinnerung an die oberösterreichische Ärztin Lisa-Maria Kellermayr auf der Straße.

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Die Obduktion der Leiche der österreichischen Ärztin Lisa-Maria Kellermayr bestätigt: Es war Suizid. Nun ermittelt auch die Staatsanwaltschaft in Berlin.
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dpa
03.08.2022 | Stand: 20:15 Uhr

Eine Obduktion der Leiche der österreichischen Ärztin Lisa-Maria Kellermayr hat einen Suizid bestätigt. Das gehe aus dem vorläufigem Obduktionsergebnis hervor, teilte die Staatsanwaltschaft Wels am Mittwoch mit. "Insbesondere sind keine Hinweise auf eine Einwirkung von Dritter Hand zu Tage getreten."

Zunächst hatten die Behörden eine Obduktion nicht für nötig erachtet. Allerdings hatten zwei Angehörige am Dienstag einen solchen Schritt beantragt, dem das Landgericht zustimmte.

Ärztin Lisa-Maria Kellermayr nimmt sich nach Drohungen das Leben

Kellermayr hatte sich nach Drohungen von Impfgegnern das Leben genommen. Die 36-Jährige aus Oberösterreich war am vergangenen Freitag tot in ihrer Praxis in Seewalchen am Attersee gefunden worden. Sie hatte sich im Kampf gegen Corona engagiert und war in sozialen Medien zum Ziel von Hass-Postings geworden.

Die Ermittlungen wegen der Drohungen gingen weiter, so der Sprecher. Auch die deutschen Behörden würden Spuren verfolgen. So hat die Staatsanwaltschaft München in dem Fall Ermittlungen aufgenommen. "Es gibt ein Ermittlungsverfahren gegen eine männliche Person aus Oberbayern bei uns", bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft München II entsprechende Informationen der Mediengruppe Bayern.

Die österreichischen Ermittler haben auch die Berliner Staatsanwaltschaft um Rechtshilfe gebeten. Entsprechende Unterlagen seien übermittelt worden, bestätigte ein Sprecher der Berliner Behörde am Mittwoch. Zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" berichtet.

Staatsanwaltschaft überprüft Verdächtige in Berlin

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Es gehe dabei um mögliche Beschuldigte aus der Hauptstadt, die Drohungen gegen Kellermayr ausgesprochen haben sollen, sagte der Sprecher. Die Staatsanwaltschaft prüfe nun, ob die Verdächtigen tatsächlich in Berlin lebten und ob ein entsprechendes Verfahren eingeleitet werde.

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