Drama in Österreich (Wels)

Kleines Mädchen lebt allein zwei Tage neben der toten Mutter

Das kleine Mädchen hatte zwei Tage neben der toten Mutter ausgeharrt.

Das kleine Mädchen hatte zwei Tage neben der toten Mutter ausgeharrt.

Bild: imgago / Müller-Stauffenberg (Symbolfoto)

Das kleine Mädchen hatte zwei Tage neben der toten Mutter ausgeharrt.

Bild: imgago / Müller-Stauffenberg (Symbolfoto)

Zwei Tage lang harrte ein vierjähriges Mädchen neben ihrer toten Mutter aus. Das Mädchen dachte wohl, die Mutter würde schlafen.
12.05.2022 | Stand: 19:44 Uhr

Ein Mädchen (vier Jahre alt) hat zwei Tage lang neben seiner toten Mutter ausgeharrt. Das Kind wurde aus einer Wohnung in Oberösterreich (Wels) befreit, nachdem der Vater der 39-jährigen Frau seine Tochter nicht erreichen konnte. Das berichtet die österreichische Polizei am Donnerstag.

Verstorbene Mutter war offenbar schwer krank

Die Kronen Zeitung hatte zuerst über den Fall berichtet und schreibt, die Frau sei auf dem Bett liegend gefunden worden. Die Wohnung sei stark verschmutzt gewesen. Das kleine Mädchen soll zwei Tage neben der Mutter gelebt haben. Die Frau, die in Wels lebte, litt an einer schweren Krankheit.

Mädchen lebt alleine neben toter Mutter: Vater verständigt die Polizei

Der Vater der Frau verständigte die Polizei, die ihre Wohnung aufbrach und dort das Mädchen neben der Toten fand. Das Kind sei zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht worden, doch es sei wohlauf und bei Verwandten untergebracht worden, hieß es von der Polizei. Das Kind sei der Großtante übergeben worden, berichtet die Krone. Sie soll sich nun mit den Großeltern um die Vierjährige kümmern. "Uns ist wichtig, dass das Mädchen bei Menschen ist, die es kennt und denen es vertraut. In so einer Situation gibt es nichts Besseres für ein Kind", sagte Theresia Schlöglmann, Leiterin der Abteilung Kinder- und Jugendhilfe beim Land OÖ, gegenüber der Krone.

Die Ermittler schlossen Suizid oder Fremdverschulden als Todesursache der Mutter aus. Die Ermittlungen sind allerdings noch nicht abgeschlossen, so die Beamten.

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Erst letztes Jahr hatte sich eine ähnliche Tragödie in Altötting ereignet. Hier hatten drei Kinder neben ihrem verstorbenen Vater gelebt. Damals hatte sich das vierjährige Mädchen um ihre kleineren Geschwister gekümmert und ihnen zu essen und zu trinken gegeben. Ein ähnlicher Fall ereignete sich 2016 in Pocking.

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