Tirol

Deutscher Skitourengeher tot! 31-Jähriger stürzt im Karwendelgebirge 100 Meter in die Tiefe

AZ

Tödlicher Alpinunfall in Scharnitz: Ein deutscher Skitourengeher ist im Karwendelgebirge rund 100 Meter in den Tod gestürzt.

Bild: Ralf Lienert (Symbolbild)

Tödlicher Alpinunfall in Scharnitz: Ein deutscher Skitourengeher ist im Karwendelgebirge rund 100 Meter in den Tod gestürzt.

Bild: Ralf Lienert (Symbolbild)

Im Karwendel-Gebirge hat sich ein tödlicher Unfall bei einer Skitour ereignet. Ein 31-jähriger Deutscher stürzte ab. Er wurde am Dienstagmorgen tot aufgefunden.
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Von Allgäuer Zeitung
27.04.2021 | Stand: 16:31 Uhr

Laut Landespolizei in Tirol war der deutsche Skitourengeher am Montag (26.4.2021) zu einer Tour auf die Linderspitze aufgebrochen. Nachdem er von dort nicht zurückgekehrt war, starteten Polizei und Bergwacht auf der deutschen Seite des Karwendelgebirges am Montagabend eine Suche.

Sie konnten den Mann jedoch nicht finden. Am Dienstagmorgen wurde die länderübergreifende Aktion fortgesetzt. Die Besatzung des Polizei-Hubschraubers "Libelle" entdeckte am frühen Dienstagmorgen gegen 7.40 Uhr Touren-Ski am Gratanstieg zur nördlichen Linderspitze.

Nördliche Linderspitze: Polizei-Hubschrauber entdeckt Touren-Ski

Wenig später konnte in der sogenannten Karwendel- bzw. Kirchlgrube die Leiche des 31-Jährigen gefunden werden. Der Deutsche dürfte nach Angaben der Polizei rund 100 Meter tief abgestürzt sein und sich dabei tödliche Verletzungen zugezogen haben.

Die Bergung wurde mit dem Polizeihubschrauber durchgeführt.

Immer wieder tödliche Bergunfälle in den Alpen

Zuletzt war es Ende Februar auf der bayerischen Seite des Karwendelgebirges zu einem tragischen Bergunfall gekommen. Bei einer Wanderung durch die oberbayerischen Alpen war ein 30-jähriger Münchner tödlich verunglückt. Der Mann war im Bereich der Arzgrube bei Mittenwald (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) über schroffem Felsengelände abgestürzt, teilte die Polizei mit.

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Bergunglück

Bergretter finden Leiche an der Großen Arnspitze

In Tirol war es in den vergangenen Wochen häufiger zu tödlichen Unfällen von Skitourengehern gekommen. Einen grausigen Fund machten Ende Januar Einsatzkräfte der Bergrettung. Sie entdeckten die Leichen zweier Tourengeher in einem Lawinenkegel in Sellrain bei Innbruck.

Bei Lawinenabgängen im österreichischen Nachbar-Bundesland zum Allgäu und zu Bayern kommen auch immer wieder deutsche Wintersportler ums Leben. Im Skigebiet Kühtai starb Ende Januar ein 16-jähriger Deutscher. Der junge Skifahrer war zusammen mit zwei Freunden (14 und 15) unterwegs, als er im freien Gelände von einer Lawine verschüttet wurde.