Im Tiroler Unterland hat sich ein Bergsteiger-Drama abgespielt: Ein 39 Jahre alter Bergsteiger aus Bayern war am Vormittag des 23. Februars 2025 allein von der Buchau aufgebrochen, um über die Dalfazhütte zum Dalfazkamm aufzusteigen. „Gegen 12:00 Uhr stürzte er aus bisher unbekannter Ursache im Bereich des teilweise schneebedeckten Dalfazkammes durch eine Steilrinne auf der Nordwestseite ca. 40 Meter ab“, gab die Landespolizeidirektion Tirol in einer Pressemitteilung bekannt. Beim Sturz zog sich der Deutsche schwere Verletzungen an Kopf, Hüfte und Hand zu. Trotzdem konnte er sich in der Folge aus eigener Kraft zurück auf den Grat, also die oberste Kante eines scharfen Bergrückens, kämpfen.
Tirol: Deutscher stürzt 40 Meter in die Tiefe – Wanderer hören seine Hilferufe
Der deutsche Alpinist, der laut der Kronen Zeitung ein erfahrener Bergsteiger ist und gut ausgerüstet (teilweise mit Schneeschuhen) unterwegs war, stieg trotz der Verletzungen, die er sich beim Sturz zuzog, auf den Bergrücken des Dalfazkamms auf. Dort wurden seine Hilferufe von Wanderern gehört, die sich auf dem Plateau des Gschöllkopfs aufhielten, wie die Polizei Tirol mitteilte. Die Gruppe lokalisierte den Abgestürzten und setzte einen Notruf ab.
Die Bergrettung der Ortsstelle Maurach suchte mit dem Rettungshubschrauber „HELI 4“ nach dem bayerischen Bergsteiger und konnte ihn schnell sichten und bergen. Der 39-Jährige war nach Angaben der Polizei ansprechbar und wurde in die Klinik in Innsbruck geflogen, in der er in einem Schockraum behandelt wurde.
Ein Mobiltelefon fand die Polizei bei dem Bergsteiger nicht. Ob dieses beim Sturz verloren ging, oder ob der Mann ohne Handy aufgebrochen war, war zunächst unklar. Klar ist unterdessen, dass der Deutsche im oberbayerischen Landkreis Miesbach wohnhaft ist – und sich bei seinem Ausflug nach Tirol zwar schwere Verletzungen zuzog und einen großen Schrecken fand, aber dem Tod in den Tiroler Bergen trotz eines dramatischen Sturzes entging.
Übrigens: Die Bergrettung bleibt immer wieder auf Kosten sitzen, die durch Rettungsaktionen entstehen. So zuletzt beim Todesfall eines deutschen Touristen in Tirol. Außerdem kämpft eine Deutsche nach einer Attacke einer Kuh vor Gericht um „Gerechtigkeit“.
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