Wanderin auf Weg zum Vilsalpsee abgestürzt

Tödlicher Bergunfall im Tannheimer Tal - Deutsche stirbt nahe der Landsberger Hütte

Nach der Landberger Hütte (rechts der Bildmitte) geht der teils versicherte Steig steil über eine Felsstufe (roter Kreis). In diesem Bereich stürzte die Frau in den Tod.

Nach der Landberger Hütte (rechts der Bildmitte) geht der teils versicherte Steig steil über eine Felsstufe (roter Kreis). In diesem Bereich stürzte die Frau in den Tod.

Bild: Mark Bihler

Nach der Landberger Hütte (rechts der Bildmitte) geht der teils versicherte Steig steil über eine Felsstufe (roter Kreis). In diesem Bereich stürzte die Frau in den Tod.

Bild: Mark Bihler

Bergunfall im Tannheimer Tal: Eine Wanderin aus Weißenhorn bei Neu-Ulm ist nahe des Jubiläumswegs bei der Landsberger Hütte abgestürzt und gestorben.
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Von Allgäuer Zeitung
28.08.2022 | Stand: 13:33 Uhr

Der tödliche Unfall in den Bergen des Tannheimer Tals ereignete sich laut Tiroler Landespolizei am Freitagnachmittag kurz vor 16 Uhr. Die 67-jährige Frau, die laut Polizei aus Weißenhorn bei Neu-Ulm kam, hatte mit ihrem Freund (71) eine Tour über den Jubiläumsweg zur Landsberger Hütte gemacht. In der Folge wollte sie laut Mitteilung über den Traualpsee zum Vilsalpsee absteigen.

Absturz im Tannheimer Tal - Wanderin noch an der Unfallstelle tot

Kurz nach der Landsberger Hütte stürzte sie ohne Fremdeinwirkung vom Steig. Die Frau fiel im angrenzenden Steilgelände rund 50 Meter in die Tiefe. Sie starb laut Polizei noch an der Unfallstelle. Auch die alarmierte Mannschaft eines Rettungshubschraubers konnte nur noch ihren Tod feststellen.

Die Ermittlungen der Polizei zum tödlichen Wanderunfall im Tannheimer Tal laufen noch. Der viel begangene Steig von der Landsberger Hütte zum Traualpsee geht über eine Felsstufe - ist aber an den exponierten Stellen versichert. Schon wiederholt kam es in diesem Bereich zu teils tödlichen Abstürzen. Zuletzt starb im Anfang Septemer 2020 ein 74-Jähriger, der beim Abstieg zum See hinunter verunglückte.

Der Weg von der Landsberger Hütte zum Traualpsee.
Der Weg von der Landsberger Hütte zum Traualpsee.
Bild: Ralf Lienert

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In Tirol hatte es im August eine ganze Reihe tödlicher Bergunfälle gegeben. So starb in der Vorwoche ein 49-jähriger Bergsteiger aus Deutschland am Zettenkaiser, als er nach einem Absturz von mehreren Felsblöcken begraben wurde. Auch in Ginzling und im Stubaital stürzten Wanderer in den Tod.

Der Zustrom in die Natur und in die Berge hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Das spiegelt sich auch in den Unfallzahlen wider. Immer wieder kommt es zu gefährlichen Situationen. Für großes Aufsehen in Österreich und Deutschland hatte im Juni der Fall von rund 100 Schülern aus der Pfalz gesorgt, die am Heuberggrat im Kleinwalsertal aus Bergnot gerettet werden mussten. Ihre Lehrer hatten eine Routenbeschreibung im Internet gesucht und eine zu schwierige Wanderung gewählt.

Auch im Allgäu und in Oberbayern stieg die Zahl der tödlichen Bergunfälle in den vergangenen Jahren. Schon vor dem Start der Wandersaison 2022 im April hatten Polizei und Bergwachten mehr als 20 Tote in den bayerischen Alpen verzeichnet.