Bergunglück in Österreich

Zwei Tourengeher tot aus Lawinenkegel in Sellrain geborgen

Immer wieder kommt es im Alpenraum zu Lawinenunglücken. Am Sonntag fand man die Leichen von zwei Tourengehern in Sellrain.

Immer wieder kommt es im Alpenraum zu Lawinenunglücken. Am Sonntag fand man die Leichen von zwei Tourengehern in Sellrain.

Bild: Zeitungsfoto.at, APA, dpa

Immer wieder kommt es im Alpenraum zu Lawinenunglücken. Am Sonntag fand man die Leichen von zwei Tourengehern in Sellrain.

Bild: Zeitungsfoto.at, APA, dpa

In einem Lawinenkegel in Sellrain wurden am Sonntag zwei tote Tourengeher gefunden. Eine Hubschrauberbesatzung hatte zuerst einen Lawinenairbag entdeckt.
01.02.2021 | Stand: 11:12 Uhr

Die Einsatzkräfte der Bergrettung haben am Sonntag nur noch die Leichen zweier Tourengeher in Sellrain in Österreich finden können. Der 37-jährige Mann und die 38-jährige Frau waren laut Polizei wohl bereits am Samstag gestorben.

Hubschrauberbesatzung entdeckt Lawinenairbag

Angehörige des Mannes meldeten die beiden Menschen am Sonntagnachmittag als vermisst. Retter machten sich daraufhin mit einem Hubschrauber auf die Suche. Durch den Wind der Rotorblätter wurde der Neuschnee weggeblasen und ein roter Gegenstand kam zum Vorschein. Er wurde als geöffneter Lawinenairbag identifiziert. Wenig später endeckten die Bergretter, die wegen Nebel und Dunkelheit zu Fuß weitersuchten, dann die beiden toten Tourengeher im Lawinenkegel.

Tourengeher lösen beim Abfahren Lawine aus

Nach Polizeiangaben waren die Frau und der Mann am Samstag auf Skitour über die Juifenalm und weiter über die Kühgrüblalm in Richtung zum Gifel "Auf Sömen" utnerwegs. Als sie abfuhren, lösten sie laut ersten Erkenntnissen auf 2.100 Metern eine Schneebrettlawine im Ausmaß von etwa 30 Metern und einer Länge von 150 Metern aus. Beide Menschen verschüttete die Lawine komplett.

Lesen Sie auch: Warum es in Balderschwang noch immer keinen richtigen Lawinenschutz gibt.

Lesen Sie auch
##alternative##
Tirol

Deutscher Skitourengeher tot! 31-Jähriger stürzt im Karwendelgebirge 100 Meter in die Tiefe