Marburg sagt seinen Karnevalsumzug aus finanziellen Gründen ab - will aber mit neuem Konzept feiern: «Der Rosenmontag wird in Marburg erstmals mit einem stehenden Festzug gefeiert», teilten Stadt und Festausschuss mit.
«Der bisherige Rosenmontagszug ist mit seinen Absperrungen bei einem Zug von der Innenstadt bis zum Afföller aktuell einfach nicht finanzierbar», begründet Zugmarschall Toni Ahlendorf die Entscheidung. Neben den gestiegenen Kosten hätten auch Anforderungen an das Sicherheitskonzept eine Rolle gespielt.
Nun werde eine Straße dreieinhalb Stunden lang «zur närrischen Festmeile für Groß und Klein». Auch ohne Umzug soll es bei der Party Karnevalswagen, Fußgruppen und Kamelle geben. Neu dazukommen sollen Zauberer, Kinderspiele und Tanzeinlagen auf einer Bühne.
Ahlendorf kann der Zugabsage auch etwas Positives abgewinnen: «Wir bringen mal etwas frischen Wind in die Veranstaltung.» Der Präsident des Festausschusses Marburger Karneval, Lars Küllmer, argumentiert: Die Party dauere länger als der Umzug und die Verkehrsbehinderungen seien geringer.
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