Unerlaubte Trainingsmethode

Weltverband FEI prüft Vorwürfe gegen deutschen Springreiter

Nach einem RTL-Beitrag der zeigt, dass ein deutscher Weltklasse-Springreiter seine Pferde mit der unerlaubten Barren-Methode trainieren würde, ermittelt der Weltverband.

Nach einem RTL-Beitrag der zeigt, dass ein deutscher Weltklasse-Springreiter seine Pferde mit der unerlaubten Barren-Methode trainieren würde, ermittelt der Weltverband.

Bild: Friso Gentsch, dpa (Symbolbild)

Nach einem RTL-Beitrag der zeigt, dass ein deutscher Weltklasse-Springreiter seine Pferde mit der unerlaubten Barren-Methode trainieren würde, ermittelt der Weltverband.

Bild: Friso Gentsch, dpa (Symbolbild)

Der Weltreitverband FEI will Vorwürfe der mutmaßlichen Tierquälerei gegen einen deutschen Weltklasse-Reiter prüfen.
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dpa
12.01.2022 | Stand: 12:44 Uhr

Der TV-Sender RTL hatte am Dienstagabend in der Sendung "RTL Extra" von einer Informantin heimlich aufgenommene Videos gezeigt, in denen Springpferde angeblich mit der unerlaubten Methode des sogenannten Barrens trainiert werden.

"Die FEI verurteilt jede Form von Pferdemisshandlung, und die Trainingsmethoden, die in dem RTL-Video zu sehen sind, sind aus Sicht des Pferdewohls völlig inakzeptabel und verstoßen gegen das FEI-Reglement", hieß es in einer Mitteilung am Mittwoch. Der Verband stelle selber Nachforschungen in der Angelegenheit an und spreche sich mit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) über das weitere Vorgehen ab.

Das Barren ist eine unerlaubte Trainingsmethode im Springreiten

Beim Barren wird den Tieren beim Sprung über ein Hindernis eine Stange gegen die Beine geschlagen. Das verursacht beim Pferd Schmerzen. Erlaubt ist hingegen das Touchieren, bei der ein maximal drei Meter langes, nicht mehr als zwei Kilo schweres glattes Rundholz benutzt werden darf.

In einem Interview auf der Website des deutschen Verbandes forderte FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach RTL noch einmal auf, der Vereinigung das gesamte Video- und Beweismaterial zur Verfügung zu stellen.

"Die Grenzen zwischen dem laut Richtlinien für Reiten und Fahren zulässigen Touchieren und dem gemäß Tierschutz-Leitlinien verbotenen Barren sind fließend", sagte er. "Genau deshalb ist eine differenzierte Betrachtung erforderlich." Seit Anfang Januar 2021 versucht eine Expertenkommission bei der FN, eine Grenzziehung zu formulieren.

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