FC Bayern München

Bayerns Nachwuchschef Sauer: Rassismus-Vorfall "für alle ein Schock"

Der FC Bayern München will künftig neben den Spielern auch andere Angestellte in sozialen und gesellschaftlichen Themen schulen.

Der FC Bayern München will künftig neben den Spielern auch andere Angestellte in sozialen und gesellschaftlichen Themen schulen.

Bild: picture alliance/Andreas Gebert/dpa

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Nach den Vorfällen mit rassistischen Chat-Nachrichten eigener Jugendtrainer zieht der FC Bayern Konsequenzen.
Der FC Bayern München will künftig neben den Spielern auch andere Angestellte in sozialen und gesellschaftlichen Themen schulen.
dpa
13.11.2020 | Stand: 19:29 Uhr

Der Rekordmeister will künftig neben den Spielern auch andere Angestellte in sozialen und gesellschaftlichen Themen schulen. "Wir wollen unsere Wertevermittlung noch gezielter auf Trainer, Staff, Mitarbeiter ausdehnen", sagte Jochen Sauer, der Chef des FC Bayern Campus, dem "Münchner Merkur" und der "tz" vom Samstag. "Es gab von Anfang an ein engmaschiges Präventions- und Schulungsnetz auf dem Campus, aber es fokussierte sich bisher weitgehend auf die Spieler." Derlei Geschehnisse sollen künftig verhindert werden.

Rassismus-Vorfall beim FC Bayern: Verein zieht personelle Konquenzen

Der Vorfall hatte am Nachwuchsleistungszentrum personelle Konsequenzen. "Der FC Bayern hat bei drei Mitarbeitern der U9- bis U15-Mannschaften arbeitsrechtliche Pflichtverletzungen ermittelt", berichtete Sauer. Das WDR-Magazin "Sport Inside" hatte den Fall aufgedeckt. Ein betroffener Jugendcoach hat eine Klage gegen den FC Bayern inzwischen zurückgenommen.

Sauer erzählte nun: "Es war für alle ein Schock! Wir hatten keine Ahnung, dass es – in einem Teilbereich unseres Campus – zu rassistischen Äußerungen gekommen war. Für uns war sofort klar, dass wir diese Vorwürfe sofort untersuchen und aufklären müssen." Eine Gruppe von Mitarbeitern habe in tausenden Chat-Einträgen "vielleicht ein Dutzend mit rassistischem Inhalt" gefunden, berichtete Sauer.

In anonymem Briefen hatte es auch Vorwürfe gegeben, der Trainer habe Spieler gemobbt oder sie gar sadistisch behandelt. Diese Angaben hätten sich "als falsch erwiesen", sagte Sauer. (Lesen Sie auch: Bayern-Toptalent Musiala zieht es weiter zu Englands Auswahlteams)