Radfahrerin Lisa Brennauer

Radfahrerin Lisa Brennauer aus Durach: „Ich will den Titel verteidigen“

Lisa Brennauer ist hoch motiviert. Am Wochenende startet die Duracherin bei der deutschen Meisterschaft am Sachsenring. Die 33-Jährige will ihren Titel verteidigen.

Lisa Brennauer ist hoch motiviert. Am Wochenende startet die Duracherin bei der deutschen Meisterschaft am Sachsenring. Die 33-Jährige will ihren Titel verteidigen.

Bild: imago-images

Lisa Brennauer ist hoch motiviert. Am Wochenende startet die Duracherin bei der deutschen Meisterschaft am Sachsenring. Die 33-Jährige will ihren Titel verteidigen.

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Auch wenn für Lisa Brennauer die WM ausfällt, lässt sie den Kopf nicht hängen. Die 33-Jährige hat während der Pandemie viel trainiert. Was ihr großes Ziel ist.

22.08.2020 | Stand: 18:00 Uhr

Erst werden die Olympischen Sommerspiele verschoben und jetzt fällt auch noch die Radweltmeisterschaft in der Schweiz aus. Lisa Brennauers Rennkalender wird immer kleiner. „Falls die WM ganz entfällt, bricht ein ganz großes Ziel für mich weg“, sagt die 33-Jährige. Auch wenn Brennauers Saison durch die Corona-Pandemie völlig durcheinandergewirbelt worden ist, hat sie dennoch viele Ziele für dieses Jahr. Ein Großes findet kommendes Wochenende statt.

Deutsche Meisterschaft am Sachsenring

Am Sachsenring in Oberlungwitz kommen Deutschlands beste Radfahrer zusammen und messen sich bei der deutschen Straßenmeisterschaft. Auf der Langdistanz ist Brennauer über 103,2 Kilometerbei den Frauen amtierende Deutsche Meisterin. „Ich gehe als Titelverteidigerin ins Rennen. Natürlich gebe ich alles, um wieder Meisterin zu werden“, sagt die 33-Jährige.

2019 wurde Lisa Brennauer deutsche Meisterin auf dem Sachsenring. Diesen Sonntag will sie es wieder schaffen.
2019 wurde Lisa Brennauer deutsche Meisterin auf dem Sachsenring. Diesen Sonntag will sie es wieder schaffen.
Bild: Hendrik Schmidt

Warum Brennauer der deutsche Meister-Titel so viel bedeutet

Denn ihr bedeutet der deutsche Titel unheimlich viel. Als Meisterin im Straßenrad bekommt die Siegerin ein ganz besonderes Radtrikot. Bennauer: „Man darf dann ein ganzes Jahr mit dem Trikot fahren und die Deutschlandfarben präsentieren. Klar ist man da stolz.“Während der schwierigen Trainingsphase in den vergangenen Monaten war das Trikot Brennauers Motivationskick. „Ich bin oft zum Kleiderschrank gelaufen, hab das Trikot rausgeholt und wusste genau wohin ich wieder will.“Und sie ist auf dem besten Weg dorthin.

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Erstes Rennen der Saison war erfolgreich

Anfang August hatte die 33-Jährige ihr erstes Rennen nach der Corona-Zwangspause. Im italienischen Siena fuhr sie bei einem World-Tour-Rennen, der höchsten internationalen Serie, auf Platz acht. „Ich war echt happy, dass es so gut lief. Anscheinend habe ich richtig trainiert“, sagt Brennauer.

Denn das Training war in den vergangenen Monaten eine Herausforderung. „Keiner wusste am Anfang der Pandemie, wann und, ob die Saison weiter geht. Ich habe versucht meine Form zu halten.“ Außerdem habe sie größere Umfänge trainiert. „Hauptsächlich war ich zuhause im Allgäu unterwegs. Das war auch mal schön.“ Trotzdem sei es schwierig gewesen die Form über viele Monate zu halten. Als es dann hieß, dass ab August Rennen gefahren werden, habe Brennauer höhere Intensitäten trainiert. „So eine lange Trainingsphase war mal etwas ganz Neues. Es hat aber Spaß gemacht.“

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Brennauer kennt die Strecke der Deutschen Meisterschaft gut

Ganz besonders freut sie sich auf die Strecke am Sachsenring. „Ich kenne den Kurs schon und weiß, was auf mich zukommt, auch wenn die Strecke verkürzt worden ist.“ Statt 130 Kilometer fahren die Frauen nur 98. Wegen den Corona-Vorschriften bleiben die Radfahrer heuer nur auf dem Sachsenring, der für Zuschauer abgesperrt ist. „Hoffentlich bekomme ich auf der Dreieinhalb Kilometer-Runde keinen Drehwurm“, sagt Brennauer lachend.

Brennauer reist direkt weiter zur EM

Bevor es am Sonntag für die Duracherin losgeht, tankt sie noch einmal Kraft zuhause und fährt ein paar Kilometer im Allgäu. „Ich baue noch eine Vorbelastung ins Training ein, um die letzten Körner zu aktivieren. Die Tage vor der Deutschen werden dann ruhiger und zur Erholung genutzt.“ Nach der Meisterschaft steht keine Ruhe auf dem Programm. Bennauer reist direkt weiter nach Frankreich zur Straßenrad-Europameisterschaft. „Ich möchte es in Poulay auf das Podest schaffen. Das wäre genial.“