Paralympics

Der Maier-Turbo rast zum zweiten Silber

Langläufer Marco Maier feiert den Gewinn der Sprint-Silbermedaille.

Langläufer Marco Maier feiert den Gewinn der Sprint-Silbermedaille.

Bild: Jens Büttner, dpa

Langläufer Marco Maier feiert den Gewinn der Sprint-Silbermedaille.

Bild: Jens Büttner, dpa

Der Blaichacher Marco Maier landet in China seinen zweiten Silber-Coup bei den Paralympics. Gratulation gab es danach von höchster Stelle.
09.03.2022 | Stand: 17:16 Uhr

Mit feuchten Augen und Deutschland-Fahne in der Hand herzte Friedhelm Julius Beucher den Blaichacher Marco Maier nach dessen zweitem Silber-Coup bei den Paralympics in Peking.

Durch ein furioses Finish im Langlauf-Sprint jubelte der 22-Jährige über das bereits zweite Edelmetall in China, als Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) die Frage nachschob: "Hast du irgendwo den Detektor gefunden, um Metall zu sammeln?" Maier überraschte wie schon zu Beginn der Spiele (Silber im Biathlon) die Konkurrenz am Mittwoch auch im Langlauf.

Als Mitfavorit oder Kandidat für das Podium galt der Student im Wirtschaftsingenieurwesen vor seiner Paralympics-Premiere nicht. "Es ist daher ein guter Detektor", entgegnete Maier lachend auf die Beucher-Frage. "Da kann man sich dran gewöhnen."

Auf der Zielgeraden war von Blech bis Gold alles möglich

Auf der Zielgeraden war auf der Strecke in Zhangjiakou noch einiges möglich, von Blech bis hin sogar zu Gold. Dann gab Maier Gas. "Marco zündet seinen Turbo an Stellen, an denen die Leute nicht damit rechnen", schwärmte der DBS-Präsident. Der Allgäuer vom SV Kirchzarten kam 1,3 Sekunden hinter dem Franzosen Benjamin Daviet ins Ziel, eine halbe Sekunde vor dem Ukrainer Grigori Wowtschinski.

"Die Zielgerade war so ewig lang", merkte Maier an. "Nach jedem Schritt hat sie sich noch länger angefühlt. Sie hat einfach kein Ende gefunden. Dann war die Erleichterung riesig, als ich die Ziellinie überquert habe. Dass es Silber wurde, ist natürlich umso schöner." Dass es nun schon die zweite Medaille im Reich der Mitte gab, konnte er "noch weniger glauben" als nach Rang zwei im Biathlon. "Es wird wohl noch länger dauern, das zu realisieren. Aber es fühlt sich gut an", sagte Maier, der als einziger Mann im deutschen Team aktuell zwei Medaillen in Peking aufweisen kann. In der 4 x 2,5 km-Staffel am Sonntag gibt es sogar noch die Chance auf das dritte Edelmetall.

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