Frauenfußball

Zehn europäische Frauen-Ligen: WM alle zwei Jahre wäre nachteilig

Auch die deutsche Frauen-Bundesliga hat sich gegen eine Austragung der Weltmeisterschaften alle zwei Jahre ausgesprochen.

Auch die deutsche Frauen-Bundesliga hat sich gegen eine Austragung der Weltmeisterschaften alle zwei Jahre ausgesprochen.

Bild: Hendrik Schmidt, dpa (Symbolbild)

Auch die deutsche Frauen-Bundesliga hat sich gegen eine Austragung der Weltmeisterschaften alle zwei Jahre ausgesprochen.

Bild: Hendrik Schmidt, dpa (Symbolbild)

Zehn europäische Frauen-Ligen sprechen sich gegen eine Austragung der Fußball-Weltmeisterschaften alle zwei Jahre aus. Die Gründe.
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dpa
04.10.2021 | Stand: 19:10 Uhr

Die Austragung von Fußball-Weltmeisterschaften alle zwei Jahre würde sich in sportlicher, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht äußerst nachteilig auswirken. Zu dieser Auffassung kommen zehn europäische Frauen-Ligen, darunter auch die deutsche Frauen-Bundesliga, in einer gemeinsamen Erklärung vom Montag.

Die vom Weltverband FIFA vorgeschlagenen Pläne, alle zwei Jahre sowohl eine Männer- als auch eine Frauen-WM auszutragen, würden demnach den Verlauf und die Entwicklung des Frauenfußballs grundlegend verändern. "Die Schnelllebigkeit des (bisher) sehr selektiven Konsultationsprozesses und die nahezu einstimmigen Vorschläge haben keine sorgfältigen Überlegungen darüber zugelassen, was im besten Interesse der künftigen Entwicklung des Frauenfußballs ist, und die möglichen irreversiblen Folgen einer solchen Änderung nicht angemessen bewertet", heißt es in der Erklärung.

Die Vorbehalte konzentrierten sich auf den Wunsch der Unterzeichner "nach einer ausgewogenen und integrativen globalen Entwicklung, die Frauen und Mädchen die besten Bedingungen bietet, um das beliebteste Spiel auf allen Ebenen und in jeder Gesellschaft zu spielen."

Der frühere Arsenal-Coach Arsène Wenger will trotz heftiger Gegenwehr die Pläne für WM-Endrunden im Zwei-Jahres-Rhythmus durchfechten. "Wenn wir so weitermachen, fahren wir gegen die Wand", hatte der Direktor der Technischen Beratungsgruppe der FIFA unlängst erklärt.