Die Wandererin, die am Sonntag bei einem Bergunfall am Hochgrat ums Leben gekommen ist, stammt aus Indonesien. Dort lebt ihre Familie, dort soll sie auch begraben werden. Weil das allerdings viel Geld kostet, gibt es nun einen Spendenaufruf – an dem auch eine junge Frau aus Lindenberg beteiligt ist: Lena Strauß.
Nach Unfall am Hochgrat: Polizei ruft beste Freundin aus München an
Die Tochter des evangelischen Pfarrers Martin Strauß ist gut befreundet mit der besten Freundin der Verstorbenen: Rachma Feminiati aus München. Die wiederum war am Sonntag nach dem tödlichen Unfall von der Polizei als Kontaktperson angerufen worden – und fuhr sofort aus München nach Oberstaufen. Lena Strauß wiederum als „Einheimische“ versuchte, sie telefonisch zu unterstützen.
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Die Verstorbene kam 2017 nach München, hat dort eine Ausbildung zur Krankenpflegerin gemacht und bis zu ihrem Tod in einer Klinik gearbeitet. „Sie wollte auch weiterhin in Deutschland leben. Ihre Familie in Indonesien sah sie nur selten. Deswegen ist es umso wichtiger, dass sie nun zurückkehrt in ihre Heimat, wo sich die Familie persönlich von ihr verabschieden kann“, schildert Lena Strauß, die in München studiert hat und in Wien lebt.
Überführung der Leiche nach Indonesien kostet 7000 Euro
Die Kosten für die Vorbereitung und die Überführung der Leiche nach Indonesien koste rund 7000 Euro. „Das ist sehr viel Geld, besonders für eine indonesische Familie“, sagt Lena Strauß.
Deshalb sammelt der muslimische Verein „PM3 Indonesia München“, dem auch Rachma Feminiati angehört, nun Spenden, um die Familie zu entlasten und unterstützen. Die Aktion geht bis 4./5. April – denn die Überführung soll Ende nächster Woche sein.
Kontakt Näheres Infos zur Spendenaktion und zum Spendenkonto per E-Mail an rachma.feminiati@gmail.com
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