Spendenmarathon

Die Welt gegen Corona: Staaten sagen Milliardenbeträge zu

ARCHIV - 03.09.2019, Großbritannien, London: David Beckham kommt zu den GQ Men of the Year Awards 2019. Mit Online-Auftritten weltberühmter Musiker und einer digitalen Geberkonferenz geht an diesem Samstag der Spendenmarathon für den Kampf gegen die Corona-Pandemie in den Endspurt. Foto: Grant Pollard/Invision/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Mit Online-Auftritten von Stars und einer digitalen Geberkonferenz ging am Samstag der Spendenmarathon für den Kampf gegen die Corona-Pandemie zu Ende. Auch David Beckham hatte sich daran beteiligt.

Bild: Grant Pollard/Invision/AP/dpa, Archiv

Mit Online-Auftritten von Stars und einer digitalen Geberkonferenz ging am Samstag der Spendenmarathon für den Kampf gegen die Corona-Pandemie zu Ende. Auch David Beckham hatte sich daran beteiligt.

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Miley Cyrus, Shakira und Angela Merkel: Weltstars engagieren sich mit Staats- und Regierungschefs im Kampf gegen Corona. Am Ende steht eine zehnstellige Zahl.

dpa
28.06.2020 | Stand: 06:58 Uhr

Zum Abschluss eines Spendenmarathons für Impfstoffe gegen das Coronavirus und die Behandlung der Lungenkrankheit Covid-19 sind am Samstagabend internationale Stars bei einem großen Online-Konzert aufgetreten. "Das Coronavirus brachte uns Schmerz und Unsicherheit", sagte der Moderator, Schauspieler Dwayne "The Rock" Johnson, zum Auftakt der Veranstaltung, die weltweit zu sehen war. "Wir können diese Krise nur gemeinsam bekämpfen."

Die Musikerin Miley Cyrus sang vor den leeren Rängen eines Football-Stadions ein Lied, das sie Ärzten und Pflegern widmete. Auf die Rasenfläche wurde das Wort "Help" projiziert, "Hilfe". Shakira trat mit einem optimistischen Song über den Moment auf, "wenn nach dunklen Zeiten wieder die Sonne scheint", wie sie sagte. Der Star aus Kolumbien sang unter einem schwarzen Himmel - bis in den letzten Sekunden ihres Videos Lichtstrahlen durch die Wolken brachen.

Zuvor waren bei einer virtuellen Geberkonferenz neue Hilfszusagen in Höhe von 6,15 Milliarden Euro zusammengekommen. Allein die EU-Kommission und Deutschland sagten knapp 5,3 Milliarden Euro zu. Weitere Großspenden kamen zum Beispiel aus den USA und Kanada. Damit stiegen die Einnahmen insgesamt auf 15,9 Milliarden Euro.

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EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach von einem unglaublichen Ergebnis. Der Spendenmarathon sei ein bewegender und zugleich greifbarer Moment der Einigkeit zwischen Bürgern, Regierungen, Philanthropen, Gesundheitsorganisationen und Wirtschaftsführern.

Merkel: Impfstoffe sollen weltweit verfügbar und bezahlbar sein 

Von der Leyen hatte die Geberkonferenz zusammen mit der New Yorker Nichtregierungsorganisation Global Citizen organisiert. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte konkret zusätzliche 383 Millionen Euro zu, während von der Leyen weitere 4,9 Milliarden Euro an EU-Mitteln ankündigte. "Ich bin der festen Überzeugung: Impfstoffe, Tests und Medikamente müssen weltweit verfügbar, bezahlbar und zugänglich sein", erklärte Merkel in ihrer Videobotschaft zum deutschen Beitrag.

Die Mittel der EU-Kommission sollen als Kredite und Garantien fließen, die deutschen Gelder als Zuschüsse. Bereits am 4. Mai hatte Deutschland einen Beitrag von 525 Millionen Euro für die Impfstoffallianz CEPI, die Globale Impfallianz GAVI, die Weltgesundheitsorganisation WHO und verschiedene Produktentwicklungspartnerschaften zugesagt.

Naomi Campbell: Schwarze leiden besonders stark unter den Folgen der Epedemie

Am Samstagabend dann wandten sich während des Online-Konzerts neben den Musikern auch Politiker, Models und Sportler an das Publikum. In einem Video, das Slums und Flüchtlingslager zeigte, sagte der Chef der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus: "Impfstoffe entfalten ihre wahre Kraft erst, wenn sie eingesetzt werden, um die ärmsten und verwundbarsten Menschen zu schützen".

Das frühere Top-Model Naomi Campbell warnte in einer Videobotschaft, Schwarze litten besonders stark unter den Folgen der Epidemie. Und Ex-Fußballprofi David Beckham betonte, es sei für die Menschen wichtig, dass Sportveranstaltungen wieder starteten, wenn auch zunächst ohne Stadionzuschauer.