Wieder ein deutscher Nobelpreisträger

Chemie-Nobelpreis an Deutschen und US-Forscher

Benjamin List, Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, in Berlin während der Verleihung der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preise nach seiner Auszeichnung. Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an den Deutschen Benjamin List und den in Schottland geborenen US-Forscher MacMillan für Methoden zur Beschleunigung chemischer Reaktionen.

Benjamin List, Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, in Berlin während der Verleihung der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preise nach seiner Auszeichnung. Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an den Deutschen Benjamin List und den in Schottland geborenen US-Forscher MacMillan für Methoden zur Beschleunigung chemischer Reaktionen.

Bild: Soeren Stache, dpa (Archivbild)

Benjamin List, Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, in Berlin während der Verleihung der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preise nach seiner Auszeichnung. Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an den Deutschen Benjamin List und den in Schottland geborenen US-Forscher MacMillan für Methoden zur Beschleunigung chemischer Reaktionen.

Bild: Soeren Stache, dpa (Archivbild)

Die diesjährigen Nobelpreisträger für Medizin und Physik stehen bereits fest. Nun hat die Jury auch die Preisträger für Chemie bekanntgegeben.
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dpa
06.10.2021 | Stand: 13:44 Uhr

Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an den Deutschen Benjamin List und den in Schottland geborenen US-Forscher David W.C. MacMillan für Methoden zur Beschleunigung chemischer Reaktionen. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Mittwoch in Stockholm mit.

Die Chemiepreisträger des Jahres hätten ein neues und geniales Werkzeug für den Aufbau von Molekülen entwickelt, die Organokatalyse, hieß es. Sie werde für die Erforschung neuer Arzneimittel eingesetzt und habe auch dazu beigetragen, die Chemie umweltfreundlicher zu machen.

Die Organokatalyse habe sich mit erstaunlicher Geschwindigkeit entwickelt. Mithilfe dieser Reaktionen könnten Forscher nun vieles effizienter herstellen, von neuen Arzneimitteln bis hin zu Molekülen, die Licht in Solarzellen einfangen können.

Die renommierteste Auszeichnung für Chemiker ist in diesem Jahr mit insgesamt zehn Millionen Kronen (rund 980 000 Euro) dotiert. Die feierliche Übergabe der Preise findet traditionsgemäß am 10. Dezember statt, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel. (Lesen Sie auch: Das sind die Nobelpreisträger im Jahr 2021)

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Berühmte Nobelpreisträger aus Deutschland und der Welt

Chemie-Nobelpreis bereits an 185 Forscher vergeben

Seit 1901 wurde der Chemie-Nobelpreis an 185 verschiedene Forscher vergeben. Einer von ihnen, der Brite Frederick Sanger, erhielt ihn zweimal. Unter den Preisträgern waren bislang sieben Frauen, etwa Marie Curie 1911, die die radioaktiven Elemente Polonium und Radium entdeckte. 2020 ging er an die in Berlin arbeitende Französin Emmanuelle Charpentier und an die US-Forscherin Jennifer A. Doudna für die Entwicklung einer Genschere zur gezielten Erbgut-Veränderung.

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Preisträger bekanntgegeben

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Am Dienstag war der Physik-Nobelpreis unter anderem dem Hamburger Meteorologen Klaus Hasselmann zuerkannt worden. Er teilt sich die eine Hälfte des Preises mit dem in Japan geborenen US-Amerikaner Syukuro Manabe. Beide haben eine solide physikalische Grundlage für unser Wissen über den Klimawandel geschaffen. Die andere Hälfte geht an den Italiener Giorgio Parisi für seine Arbeit zum Verstehen komplexer Systeme.

Am Donnerstag und Freitag folgen die Bekanntgaben der diesjährigen Nobelpreisträger für Literatur und für Frieden. Die Reihe endet am folgenden Montag, 11. Oktober, mit dem von der schwedischen Reichsbank gestifteten sogenannten Wirtschafts-Nobelpreis.

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Das sind die Nobelpreis-Träger 2021