Coronavirus

Chinas Botschafter: Offen für Suche nach Corona-Herkunft

China steht internationalen Untersuchungen zum Ausbruch des Coronavirus offen gegenüber. Vorwürfe weist Botschafter Wu Ken jedoch zurück.

China steht internationalen Untersuchungen zum Ausbruch des Coronavirus offen gegenüber. Vorwürfe weist Botschafter Wu Ken jedoch zurück.

Bild: Kay Nietfeld, dpa (Symbolbild)

China steht internationalen Untersuchungen zum Ausbruch des Coronavirus offen gegenüber. Vorwürfe weist Botschafter Wu Ken jedoch zurück.

Bild: Kay Nietfeld, dpa (Symbolbild)

China sei laut Botschafter Wu Ken bereit, dass die Herkunft des Coronavirus international untersucht werde. Warum das Land Schuldzuweisungen ablehnt.
China steht internationalen Untersuchungen zum Ausbruch des Coronavirus offen gegenüber. Vorwürfe weist Botschafter Wu Ken jedoch zurück.
dpa
17.09.2020 | Stand: 15:21 Uhr

China ist nach den Worten seines Botschafters in Berlin, Wu Ken, offen für eine internationale Untersuchung der Herkunft des Coronavirus Sars-CoV-2. "Wir unterstützen den Forschungsaustausch unter Wissenschaftlern", sagte Wu dem Magazin Der Spiegel. Chinesische und US-Wissenschaftler arbeiteten bereits gemeinsam an Projekten zur Rückverfolgung des Virus. "Aber wir lehnen es ab, wenn China ohne Beweis auf die Anklagebank gesetzt, schon im Voraus seine Schuld unterstellt und dann durch sogenannte internationale Untersuchungen nach Beweisen gesucht wird."

China wehrt sich gegen Vertuschungsvorwürfe

Wu verwahrte sich gegen Vorwürfe, China habe den Ausbruch der Epidemie zunächst vertuscht, gestand aber Kommunikationsmängel ein. China sei als erstes Land mit dem unbekannten Virus konfrontiert worden und habe "schnell und transparent reagiert", sagte der Diplomat. "Natürlich hat diese beispiellose Epidemie auch einige unserer Unzulänglichkeiten aufgezeigt. Wir denken darüber nach, wie wir in Zukunft die Beziehung zwischen Wissenschaft und öffentlicher Kommunikation durch die örtliche Politik verbessern können." (Alle aktuellen Entwicklungen zu Corona im Allgäu, Bayern und der Welt laufend in unserem Newsblog)

Schadenersatz: China weist Forderungen der USA zurück

Forderungen aus den USA nach Schadenersatz wies der Botschafter zurück. "Völkerrechtlich gesehen gibt es weder einen Vertrag noch einen Präzedenzfall, der den Staat, aus dem ein Virus stammt, verpflichtet, für die Verluste anderer Staaten aufzukommen", sagte Wu. "Wer sollte für Epidemien wie die H1N1-Grippe, Aids oder Rinderwahn verantwortlich gemacht werden?"