Berlin

Corona-Leugner rufen zu Großdemo in Berlin auf - Polizei will notfalls Bußgelder verhängen

Eine Gruppe namens "Querdenken 711" aus Stuttgart hat zur GRoßdemo in Berlin am 1.8. aufgerufen. Das Motto: "Das Ende der Pandemie - Tag der Freiheit" demonstrieren. Das Bild zeigt Demonstranten bei einer früheren Veranstaltung der Gruppierung.

Eine Gruppe namens "Querdenken 711" aus Stuttgart hat zur GRoßdemo in Berlin am 1.8. aufgerufen. Das Motto: "Das Ende der Pandemie - Tag der Freiheit" demonstrieren. Das Bild zeigt Demonstranten bei einer früheren Veranstaltung der Gruppierung.

Bild: Christoph Schmidt, dpa/Archiv

Eine Gruppe namens "Querdenken 711" aus Stuttgart hat zur GRoßdemo in Berlin am 1.8. aufgerufen. Das Motto: "Das Ende der Pandemie - Tag der Freiheit" demonstrieren. Das Bild zeigt Demonstranten bei einer früheren Veranstaltung der Gruppierung.

Bild: Christoph Schmidt, dpa/Archiv

Unter dem Motto "Das Ende der Pandemie - Tag der Freiheit" ruft eine Initiative zur Großdemo in Berlin auf. Die Polizei spricht von einer "Herausforderung".

31.07.2020 | Stand: 10:02 Uhr

Mehrere tausend Menschen, unter ihnen Corona-Leugner, wollen am Samstag in Berlin für verschiedene Ziele demonstrieren. Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) erwartet rund 22.000 Demonstranten in der Hauptstadt am Wochenende.

Allein für die Versammlung am Samstag auf der Straße des 17. Juni rechne er mit etwa 10.000 Menschen, sagte Geisel im RBB-Inforadio am Freitagmorgen. Nach Polizeiangaben will dort die Initiative "Querdenken 711" aus Stuttgart unter dem Motto "Das Ende der Pandemie - Tag der Freiheit" demonstrieren.

Mit Bussen würden die Menschen etwa aus Baden-Württemberg anreisen, sagte Geisel. Bundesweit werde mobilisiert, auch verschiedenste Neonazi-Organisationen hätten zur Teilnahme aufgerufen.

Er rechne für das Wochenende mit dem Einsatz von insgesamt rund 1.500 Polizeibeamten, sagte Geisel weiter. Er sprach von einer "besonderen Herausforderung". Man werde sehen, inwieweit es gelinge, bei derart großen Menschenmengen die Corona-Auflagen wie Abstandsregeln und die Maskenpflicht durchzusetzen. Die Polizei werde angemessen und deeskalierend vorgehen, gegebenenfalls Bußgelder verhängen oder bei Widerstandshandlungen auch Menschen die Freiheit entziehen: "Wer die Auflagen verletzt - vor allen Dingen von Seiten der Organisatoren, wird dann mit entsprechenden Konsequenzen zu rechnen haben." 

Großdemo am 1.8. in Berlin: 1500 Polizeibeamte im Einsatz

Der Innensenator kritisierte das Anliegen des Protests auf der Straße des 17. Juni. Es sei kein Akt der Freiheit, in einer Pandemie sich und andere in Gefahr zu bringen, so Geisel. Die Gewerkschaft Verdi sprach zuletzt von einem rechtsextremen Bündnis. Bei der Demonstration würden Einschränkungen der Pressefreiheit und körperliche Übergriffe gegen Journalisten befürchtet, teilte die Gewerkschaft mit.

Die Polizei begleitet nicht nur die größeren Demos, auch etliche kleinere müssten im Blick behalten werden, hatte zuvor bereits eine Polizeisprecherin gesagt. Am Wochenende sind zahlreiche Demonstrationen in Berlin geplant. Hinzu kämen Partys in Parks und Grünanlagen, so die Sprecherin.

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