Corona-Studie

Coronavirus: Wie ansteckend sind Kinder?

Hat seine Studie zur Corona-Ansteckungsgefahr von Kindern im Fachblatt "Science" veröffentlicht: Christian Drosten.

Hat seine Studie zur Corona-Ansteckungsgefahr von Kindern im Fachblatt "Science" veröffentlicht: Christian Drosten.

Bild: Christophe Gateau, dpa (Archivbild)

Hat seine Studie zur Corona-Ansteckungsgefahr von Kindern im Fachblatt "Science" veröffentlicht: Christian Drosten.

Bild: Christophe Gateau, dpa (Archivbild)

Wie ansteckend sind Kinder mit Corona? Die Ergebnisse einer Studie von Christian Drosten dazu sind nun im Fachblatt "Science" erschienen.
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dpa
25.05.2021 | Stand: 20:41 Uhr

Der Virologe Christian Drosten hält an seiner Einschätzung zu einer Ansteckungsgefahr auch durch Kinder beim Coronavirus fest. "Mein anfänglicher Eindruck einer ungefähr gleich großen Infektiosität aller Altersgruppen hat sich bestätigt, nicht nur hier, sondern auch in anderen Studien", sagte der Berliner Coronaviren-Experte laut einer Mitteilung der Charité vom Dienstag.

Für die am Dienstagnachmittag publizierte Studie bestimmten Wissenschaftler um Drosten für mehr als 25.000 Covid-19-Fälle die sogenannten Viruslasten, also die Menge des Viruserbguts in der PCR-Probe. "Die Erbgutkopien repräsentieren näherungsweise die Virusmenge im Rachen der Patienten und lassen daher Voraussagen über deren potenzielle Infektiosität zu", erklärte die Charité.

Einbezogen wurden Menschen ohne Krankheitsanzeichen ebenso wie Patienten mit unterschiedlich schweren Symptomen bis hin zu Krankenhausfällen.

So werden die Werte von Kindern in der Ansteckungsgefahr-Studie laut Christian Drosten beeinflusst

Bei Erwachsenen zwischen 20 und 65 Jahren zeigten sich demnach "keine nennenswerten Unterschiede" bei der Viruslast. In den Proben der jüngsten Kinder zwischen 0 und 5 Jahren seien die niedrigsten Viruslasten gefunden worden, bei älteren Kindern und Jugendlichen hätten sich die Werte mit steigendem Alter denen der Erwachsenen angeglichen, heißt es weiter.

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Die Werte von Kindern sieht Drosten durch eine andere Art der Probenentnahme im Vergleich zu Erwachsenen beeinflusst: Es würden deutlich kleinere Tupfer eingesetzt, die weniger als halb so viel Probenmaterial einbrächten. Statt der schmerzhaften tiefen Nasenrachen-Abstriche würden zudem oft einfache Rachenabstriche gemacht, in denen sich nochmals weniger Virus finde. Deshalb seien bei Kindern von vorn herein geringere Viruslast-Messwerte zu erwarten.

Erste, noch nicht von unabhängigen Fachleuten geprüfte Auswertungen zu Viruslasten hatte Drosten bereits vor mehr als einem Jahr vorgelegt. Diese waren auch in der Debatte um die Öffnung von Schulen und Kindergärten viel beachtet worden.