Virus-Varianten

RKI: Immer mehr Fälle der Corona-Mutationen gemeldet

In Deutschland gibt es immer mehr Fälle der britischen und südafrikanischen Corona-Mutationen.

In Deutschland gibt es immer mehr Fälle der britischen und südafrikanischen Corona-Mutationen.

Bild: Niaid (Archivbild)

In Deutschland gibt es immer mehr Fälle der britischen und südafrikanischen Corona-Mutationen.

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Die deutschen Bundesländer melden immer mehr Fälle der Corona-Mutationen. Besonders häufig ist die britische Variante.
In Deutschland gibt es immer mehr Fälle der britischen und südafrikanischen Corona-Mutationen.
dpa
17.02.2021 | Stand: 18:35 Uhr

Die Bundesländer berichten dem Robert Koch-Institut (RKI) zunehmend von Nachweisen und Verdachtsfällen von ansteckenderen Corona-Varianten. In Deutschland sind seit Jahresbeginn durch das Meldesystem 4071 Fälle der in Großbritannien entdeckten Mutante B.1.1.7 bekannt geworden. Das geht aus einem am Mittwochnachmittag veröffentlichten RKI-Bericht hervor (Datenstand: 15. Februar). Die Fälle stammen demnach aus allen 16 Bundesländern. Wesentlich seltener, insgesamt 347 Mal, meldeten Bundesländer einen Verdacht auf die südafrikanische Variante B.1.351; mehrere Bundesländer meldeten noch keinen solchen Fall.

Meldesysteme erfassen Corona-Varianten noch nicht komplett

Das RKI stellt in seinem Bericht die Ergebnisse verschiedener Erhebungen getrennt voneinander dar. Eine davon beruht auf dem Meldesystem der Bundesländer. Das RKI weist darauf hin, dass verschiedene Überwachungssysteme und auch das Meldesystem die derzeit im Fokus stehenden Varianten noch nicht vollständig erfassten. Daher könnten die Zahlen aus verschiedenen Systemen noch deutlich auseinandergehen. Auch zwischen den berichteten Daten der Landesbehörden und dem RKI könne es Diskrepanzen geben. In der Vielzahl der Fälle sei keine vollständige Erbgutanalyse (Gesamtgenomsequenzierung) gemacht worden, heißt es.

Britische Corona-Variante um 35 Prozent ansteckender

Kernaussagen des RKI-Berichts hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwochvormittag vorgestellt: Demnach stieg der Anteil der in Großbritannien entdeckten Variante binnen zwei Wochen von knapp 6 auf mehr als 22 Prozent. Diese Angabe bezieht sich auf Stichproben aus dem Zeitraum 8. bis 14. Februar, längst nicht alle positiven Corona-Tests in Deutschland werden auf Varianten untersucht. Folgeerhebungen plant das RKI in den Kalenderwochen 8 und 10, wie es im Bericht heißt. Das Institut wertete auch noch weitere Datenquellen aus.

Die britische Virusvariante gilt nach Schätzungen als um mindestens 35 Prozent ansteckender als frühere Formen. Es wird auch anhand der Erfahrungen von Ländern wie Dänemark schon länger befürchtet, dass der Anteil der Variante auch in Deutschland rasch und deutlich steigen wird. Das gilt als Risiko für Lockerungen.