Schreckensszenario Atomkrieg: Wie die deutsche Luftwaffe jetzt dafür trainiert

Die deutsche Luftwaffe übt zusammen mit Bündnispartnern für den schlimmstmöglichen Fall: Atomkrieg.

Die deutsche Luftwaffe übt zusammen mit Bündnispartnern für den schlimmstmöglichen Fall: Atomkrieg.

Bild: picture alliance/Rolf Vennenbernd/dpa (Symbolbild)

Die deutsche Luftwaffe übt zusammen mit Bündnispartnern für den schlimmstmöglichen Fall: Atomkrieg.

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Die deutsche Luftwaffe trainiert mit Nato-Partnern die Verteidigung des Bündnisgebiets mit Atomwaffen. Welche Situationen sie nachstellen.
Die deutsche Luftwaffe übt zusammen mit Bündnispartnern für den schlimmstmöglichen Fall: Atomkrieg.
dpa
13.10.2020 | Stand: 14:53 Uhr

Nach Informationen der Deutschen-Presse Agentur hat in dieser Woche eine geheime Bündnisübung mit dem Namen "Steadfast Noon" begonnen. Dabei wird unter anderem der Einsatz von Jagdbombern trainiert, die im Kriegsfall mit Nuklearwaffen bestückt werden könnten. (Lesen Sie auch: Fliegende Intensivstation landet erstmals in Memmingen)

Ein Schauplatz der Übung ist in diesem Jahr der Fliegerhorst Nörvenich in Nordrhein-Westfalen. Er gilt als möglicher Ausweichstandort für die taktischen US-Atomwaffen vom Typ B61, die nach offiziell unbestätigten Angaben im rheinland-pfälzischen Büchel lagern.

Luftwaffe stellt Verteidigung des Fliegerhorsts nach

In Büchel läuft derzeit gleichzeitig die Übung "Resilient Guard", bei der die Luftwaffe trainiert, den dortigen Fliegerhorst gegen einen Angriff zu verteidigen. Nach Angaben der Bundeswehr wird dazu unter anderem der Einsatz des Flugabwehrraketensystems Patriot in schwierigem Gelände geübt.

Die in Büchel stationierten B61 könnten im Rahmen der "nuklearen Teilhabe" in der Nato im Ernstfall auch von deutschen Tornados abgeworfen werden und dann zum Beispiel gegnerische Streitkräfte ausschalten.

Deutsche Bündnispartner beteiligen sich an Atomkrieg-Training

Weitere US-Atomwaffen sollen in Italien, Belgien, der Türkei und den Niederlanden lagern. An der aktuellen Übung sind zum Beispiel auch niederländische, belgische und italienische Kampflugzeuge beteiligt. (Lesen Sie auch: Ablauf in Rekordzeit - So war der dritte Eurofighter-Transport durch Kaufbeuren)