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Zweite Synodalversammlung in Frankfurt endet mit Eklat

Thomas Sternberg (M.), Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, und Georg Bätzing (l.), Bischof von Limburg und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, bei der Zweiten Synodalversammlung der katholischen Kirche vergangenen Samstag in Frankfurt.

Thomas Sternberg (M.), Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, und Georg Bätzing (l.), Bischof von Limburg und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, bei der Zweiten Synodalversammlung der katholischen Kirche vergangenen Samstag in Frankfurt.

Bild: Arne Dedert, dpa

Thomas Sternberg (M.), Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, und Georg Bätzing (l.), Bischof von Limburg und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, bei der Zweiten Synodalversammlung der katholischen Kirche vergangenen Samstag in Frankfurt.

Bild: Arne Dedert, dpa

Auf dem Synodalen Weg in Frankfurt ringen die deutschen Katholiken um Richtungsentscheidungen. Die jüngste Versammlung endet vorzeitig mit einer Panne.
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dpa
04.10.2021 | Stand: 10:18 Uhr

Am vergangenen Samstag haben die deutschen Katholiken die zweite Synodalversammlung ihres Reformprozesses "Synodaler Weg" abgeschlossen.

Der Vorsitztende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing sagte am Samstag, er sei "unglaublich berührt", weil bei dem dreitägigen Treffen des Synodalen Wegs soviel geschafft worden sei. Es habe klare "Richtungsentscheidungen" gegeben.

Panne am Schluss

Eine peinliche Panne gab es allerdings am Schluss: Die Versammlung musste vorzeitig beendet werden, weil zu wenige Mitglieder im Saal anwesend waren und das Gremium dadurch nicht mehr beschlussfähig war. Eine ganze Reihe von Mitgliedern war offenbar vorzeitig abgereist, unter ihnen mehrere Bischöfe. Bätzing und der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, ermahnten die gut 200 Mitglieder der Versammlung, dass das nicht nochmal vorkommen dürfe.

Bischöfe Bätzing und Bode zeigen sich zufrieden

Gleichzeitig äußerte sich Bätzing hochzufrieden: "Es sind Texte debattiert worden, die nicht nur Texte sind, sondern in Worte gefasste Träume, wie wir die Kirche in Deutschland verändern wollen: eine Kirche, die partizipativ, geschlechtergerecht und mit den Menschen auf dem Weg ist." Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode hob insbesondere die Vorlage "Leben in gelingenden Beziehungen" hervor: "Der Text würdigt Sexualität als positive Kraft und erkennt an, dass alle Menschen in ihrer Sexualität von Gott geschaffen und geliebt sind. Sexualität und Identität gehören zusammen."

Ausgang des Reformprozesses bleibt ungewiss

Nach den Vorstellungen der Synodalversammlung soll die Kirche künftig demokratischer strukturiert werden, so sollen Gläubige ein Mitspracherecht bei der Ernennung von Bischöfen bekommen.

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Ob das alles wirklich so kommt, ist allerdings noch unklar, denn der Prozess ist noch lange nicht abgeschlossen und am Ende kann nichts ohne eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Bischöfe beschlossen werden.

Kritik von Kardinal Müller

Kardinal Gerhard Ludwig Müller, ehemaliger Präfekt der römischen Glaubenskongregation, kritisierte den Reformprozess. Wer sich auch nur halbwegs auskenne, wisse, "dass es bei diesem Schauspiel vor einer kirchenfremden Öffentlichkeit um die Macht geht und nicht um die Wahrheit des Evangeliums", teilte Müller der Deutschen Presse-Agentur mit.

Die Synodalversammlung ist das Hauptgremium des Synodalen Wegs. Dabei geht es um vier Themenfelder: die Position der Frauen in der Kirche, den Umgang mit Macht, die katholische Sexualmoral und die priesterliche Ehelosigkeit (Zölibat). Am Ende des Wegs voraussichtlich im Jahr 2023 sollen konkrete Reformen stehen.