WHO-Ministerkonferenz

Welt ringt um gemeinsame Pandemie-Strategie - Ausgang offen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die zunächst im Süden Afrikas entdeckte Omikron-Variante als «besorgniserregend» eingestuft. Die Gesundheitsminister der G7-Staaten haben am Montag ihre Beratungen über die Omikron-Variante des Coronavirus begonnen. Ebenfalls im Gespräch ist ein gemeinsamer Pandemie-Pakt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die zunächst im Süden Afrikas entdeckte Omikron-Variante als «besorgniserregend» eingestuft. Die Gesundheitsminister der G7-Staaten haben am Montag ihre Beratungen über die Omikron-Variante des Coronavirus begonnen. Ebenfalls im Gespräch ist ein gemeinsamer Pandemie-Pakt.

Bild: Matt Dunham, dpa (Symbolbild)

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die zunächst im Süden Afrikas entdeckte Omikron-Variante als «besorgniserregend» eingestuft. Die Gesundheitsminister der G7-Staaten haben am Montag ihre Beratungen über die Omikron-Variante des Coronavirus begonnen. Ebenfalls im Gespräch ist ein gemeinsamer Pandemie-Pakt.

Bild: Matt Dunham, dpa (Symbolbild)

Corona wird nicht die letzte Pandemie gewesen sein. Die WHO will den Kampf deswegen weltweit vereinheitlichen. Doch über die Strategie ist man sich uneins.
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dpa
29.11.2021 | Stand: 18:32 Uhr

Im Ringen um eine wirksamere Bekämpfung von Pandemien hat sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eindringlich für ein weltweites Abkommen über gemeinsame Gegenmaßnahmen stark gemacht. Eine gerechte Verteilung von Impfstoffen müsse ein zentraler Baustein dieser Strategie werden, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in Genf.

"Impfstoff-Gerechtigkeit ist kein Akt der Güte, sie ist im besten Interesse jedes einzelnen Landes", so Tedros zum Auftakt einer Ministerkonferenz über einen künftigen Pandemie-Pakt. "Kein Land kann sich allein aus der Pandemie impfen."

Internationaler Pandemie-Pakt soll in Krisenzeiten effektivere Bekämpfung ermöglichen

Deutschland unterstützt diesen Plan nach den Worten des geschäftsführenden Gesundheitsministers Jens Spahn. Zwar sei ein Pandemievertrag nicht das Allheilmittel, um die weltweite Vorbereitung und Reaktion auf Pandemien in Ordnung zu bringen. Aber ein neuer Vertrag habe das Potenzial, der dringend benötigte "Game Changer" für zukünftige Pandemien und für eine sicherere Welt zu sein, sagte Spahn. Die USA und China sind skeptisch. Sie wollen eigentlich keine neuen multilateralen Verpflichtungen eingehen.

Tedros kritisierte, dass in der Corona-Pandemie bisher 80 Prozent der Impfstoffe an wohlhabende Länder gegangen seien. "Jetzt haben die Länder die Wahl, in eine gesündere, sicherere und fairere Zukunft zu investieren."

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Nach Ansicht der geschäftsführenden Bundeskanzlerin Angela Merkel benötigt die WHO mehr Geld für diese großen Aufgaben. Sie warb in einer kurzen Video-Grußbotschaft für eine deutliche Aufstockung der Beiträge.

WHO-Ministerkonferenz dauert noch bis Mittwoch

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EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte angesichts der neuen Corona-Variante Omikron, dass die Welt bereits Lernfähigkeit bewiesen habe. "Südafrikas Analysearbeit und die Transparenz beim Teilen seiner Ergebnisse waren unerlässlich, um eine rasche globale Reaktion zu ermöglichen", sagte sie per Video.

Dieses Vorgehen habe zweifellos viele Leben gerettet und sei ein Beispiel dafür, wie die internationale Zusammenarbeit angesichts grenzüberschreitender Gesundheitsbedrohungen funktionieren sollte. EU-Ratspräsident Charles Michel sagte, "wir brauchen einen schrittweisen Wandel in unserer globalen Gesundheitsarchitektur." (Lesen Sie auch: "Das schaffen wir gesundheitlich nicht mehr" - Alle wollen Abstriche: Buchloer Apotheken am Limit)

Die WHO-Ministerkonferenz tagt bis Mittwoch im Hybridformat, um diesen Prozess mittels einer Resolution auf den Weg zu bringen. Im Resolutionsentwurf ist die Rede von Verhandlungen über "einen Vertrag, ein Abkommen oder eine andere internationale Übereinkunft der WHO" über die Verhinderung und Bewältigung von Pandemien. (Lesen Sie auch: Ministerpräsidenten beraten über Bundesnotbremse - Drei Omikron-Verdachtsfälle in Bayern nun bestätigt)

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