Gurgeln statt Stäbchen

Wien lässt Schüler und Lehrer bei Corona-Verdacht gurgeln

Bei Verdacht auf eine Corona-Infektion sollen Schüler und Lehrer in Wien noch im Schulgebäude gurgeln. Im Labor werden die Proben dann ausgewertet.

Bei Verdacht auf eine Corona-Infektion sollen Schüler und Lehrer in Wien noch im Schulgebäude gurgeln. Im Labor werden die Proben dann ausgewertet.

Bild: Daniel Naupold, dpa (Symbolbild)

Bei Verdacht auf eine Corona-Infektion sollen Schüler und Lehrer in Wien noch im Schulgebäude gurgeln. Im Labor werden die Proben dann ausgewertet.

Bild: Daniel Naupold, dpa (Symbolbild)

Gurgellösung statt Stäbchen heißt es testweise in der Stadt Wien. Eine Vielzahl der Corona-Verdachtsfälle wären nämlich falscher Alarm. Warum dann gurgeln?
Bei Verdacht auf eine Corona-Infektion sollen Schüler und Lehrer in Wien noch im Schulgebäude gurgeln. Im Labor werden die Proben dann ausgewertet.
dpa
22.09.2020 | Stand: 12:32 Uhr

Die Stadt Wien will Kinder und Lehrer bei Verdacht auf eine Corona-Infektion künftig direkt an den Schulen testen lassen. Kommende Woche sollen 600.000 Testkits mit einer Gurgellösung ausgeliefert werden, wie Gesundheitsstadtrat Peter Hacker am Dienstag ankündigte.

Zusätzlich sollen probeweise mobile Teams bereit stehen. Bei Verdacht auf eine Infektion sollen Kinder oder Lehrer noch in der Schule gurgeln. Die Proben sollen anschließend sofort ins Labor.

Eine Minute Salzlösung gurgeln

"Eine Vielzahl der Verdachtsfälle an den Schulen stellt sich als falscher Alarm heraus", sagte Österreichs Bildungsminister Heinz Faßmann. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit des Bildungsministeriums mit der Stadt. Ob es auf andere Regionen ausgeweitet wird, liegt in der Zuständigkeit die jeweiligen Bundesländer.

Zur schnellen Auswertung der Tests sollen die Kapazitäten der Wiener Forschungslabore genutzt werden, die das Gurgelverfahren mitentwickelt haben. Dabei muss eine Minute lang mit einer speziellen Salzlösung gegurgelt werden, damit wie bei einem Abstrich Partikel aus dem Rachen hängen bleiben. Die Probe wird anschließend auf Virenerbgut analysiert.

Die Infektionszahlen in Österreich sind zuletzt deutlich angestiegen. In Österreich gelten derzeit rund 8.200 Menschen als mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert - mehr als die Hälfte davon in Wien.

(Warum Österreichs Kanzler Kurz vom Beginn der zweiten Corona-Welle spricht, erfahren Sie hier.)