Corona Pandemie

Bayern will sich Sputnik V sichern - Laschet kritisiert Söder dafür

Rivalen in der Union: Armin Laschet und Markus Söder.

Rivalen in der Union: Armin Laschet und Markus Söder.

Bild: Michael Kappeler/dpa

Rivalen in der Union: Armin Laschet und Markus Söder.

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Im schwäbischen Illertissen könnte schon bald Sputnik-V-Dosen auch für Bayern hergestellt werden. Die Impfstoff-Offensive Söders passt Armin Laschet nicht.
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dpa
15.04.2021 | Stand: 14:47 Uhr

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ist beim russischen Impfstoff Sputnik V gegen Alleingänge von Bundesländern. "Ich sage: nein. Denn wir haben klare Verfahren und klare Regeln", sagte er am Donnerstag in einer Sondersitzung des NRW-Landtags in Düsseldorf zum Thema Vorverträge an die SPD-Opposition gerichtet. Gerade in dieser Phase sei es wichtig, nicht auf die schnelle Schlagzeile zu gehen, sondern sich an die Verfahren zu halten.

Sputnik V als Impfstoff in Deutschland? Laschet: Russland liefert nur mühsam Daten

Russland liefere nur mühsam Daten. Dann erfolge die Zulassung durch die EU und dann entscheide die Europäische Kommission, kaufen ja oder nein, so Laschet. Die Tendenz heute sei eher nein. Dann könnten die Gesundheitsminister der Mitgliedstaaten einen jeweiligen möglichen Kauf vereinbaren. "Wenn wir soweit sind, muss die Bundesrepublik Deutschland für alle 16 Länder kaufen und es geht nicht an, dass wir jetzt noch anfangen einen Wettbewerb der einzelnen Bundesländer über einen Impfstoff, der bis zur Minute nicht mal zugelassen ist."

Sputnik V: Vorvertrag mit Produktionsfirma in Illertissen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass sich der Freistaat noch vor einer möglichen EU-Zulassung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V Millionen Dosen des Mittels sichere. Dabei geht es um einen Vorvertrag mit einer Produktionsfirma im schwäbischen Illertissen. Nach der Zulassung solle der Freistaat 2,5 Millionen Impfdosen erhalten. Auch Mecklenburg-Vorpommern hat sich nach Angaben des Landesgesundheitsministers Harry Glawe (CDU) gegenüber Russland eine Option auf eine Million dieser Impfdosen gesichert.