Coronakrise

Belastung für Familien im Lockdown - SPD-Fraktionschef pocht auf Corona-Sonderurlaub für Eltern

Die SPD fordert eine Entlastung der Eltern durch Sonderurlaub. Besonders für Familien sei der verlängerte Lockdown eine Belastung, sagt Fraktionschef Rolf Mützenich.

Die SPD fordert eine Entlastung der Eltern durch Sonderurlaub. Besonders für Familien sei der verlängerte Lockdown eine Belastung, sagt Fraktionschef Rolf Mützenich.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolbild)

Die SPD fordert eine Entlastung der Eltern durch Sonderurlaub. Besonders für Familien sei der verlängerte Lockdown eine Belastung, sagt Fraktionschef Rolf Mützenich.

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Bereits im Dezember diskutierte die Politik über mehr bezahlten Urlaub für Eltern. Der Kompromiss waren Kinderkrankheitstage. Der SPD reicht das nicht.
Die SPD fordert eine Entlastung der Eltern durch Sonderurlaub. Besonders für Familien sei der verlängerte Lockdown eine Belastung, sagt Fraktionschef Rolf Mützenich.
dpa
13.02.2021 | Stand: 13:40 Uhr

Die SPD will zusätzliche Urlaubstage für Eltern, die wegen der Corona-Pandemie besonders belastet sind. "Die Grenzen der Mehrfachbelastung durch Homeoffice und Homeschooling sind überschritten", sagte Fraktionschef Rolf Mützenich den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag).

Bisher nur Kinderkrankentage statt zusätzlichem Anspruch auf Urlaub

Er ließ offen, wie viele Extra-Urlaubstage den Eltern zugestanden werden sollen. "Es sollte schon eine nennenswerte Zahl sein", sagte Mützenich lediglich. "Es ist Eltern nicht zuzumuten, jetzt den Jahresurlaub zur Betreuung der Kinder zu nehmen, der dann in den Sommerferien fehlt."

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte im Dezember mit den Ministerpräsidenten der Länder beschlossen, dass Eltern zusätzliche Möglichkeiten für bezahlten Urlaub zur Betreuung ihrer Kinder bekommen sollten. Letztlich wurden dann zehn zusätzliche Kinderkrankentage für Arbeitnehmer eingeführt.

SPD: Kompromisslösung ist im verlängertem Lockdown nicht angemessen

Das sei aber nur ein Kompromiss gewesen und reiche angesichts der Lockdown-Verlängerung nicht mehr aus, sagte Mützenich. Schulen und Kitas würden absehbar nur schrittweise geöffnet, die Belastung für Eltern im Homeoffice bleibe damit hoch. Hier seien nicht nur die Kanzlerin, sondern auch der neue CDU-Chef und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet sowie Bayerns Ministerpräsidenten und CSU-Chef Markus Söder (CSU) gefordert. CDU und CSU dürften nicht länger die Interessen der Arbeitgeberlobby über die Familien stellen.

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