USA

Biden spricht mit Republikanern über Corona-Hilfspaket: Noch kein Durchbruch

US-Präsident Joe Biden (Mitte) und Vize-Präsidentin Kamala Harris (links daneben) trafen sich mit Susan Collins, republikanische Senatorin des US-Bundesstaats Maine, Mitt Romney und weiteren republikanischen Senatoren, um über ein Corona-Konjunkturpaket zu sprechen.

US-Präsident Joe Biden (Mitte) und Vize-Präsidentin Kamala Harris (links daneben) trafen sich mit Susan Collins, republikanische Senatorin des US-Bundesstaats Maine, Mitt Romney und weiteren republikanischen Senatoren, um über ein Corona-Konjunkturpaket zu sprechen.

Bild: Evan Vucci, AP, dpa

US-Präsident Joe Biden (Mitte) und Vize-Präsidentin Kamala Harris (links daneben) trafen sich mit Susan Collins, republikanische Senatorin des US-Bundesstaats Maine, Mitt Romney und weiteren republikanischen Senatoren, um über ein Corona-Konjunkturpaket zu sprechen.

Bild: Evan Vucci, AP, dpa

Immerhin sprechen sie wieder miteinander: US-Präsident Joe Biden hat zehn Republikaner ins Weiße Haus eingeladen und diskutierte mit ihnen über das Hilfspaket.
dpa
02.02.2021 | Stand: 08:19 Uhr

Im Ringen um ein weiteres Corona-Konjunkturpaket in den USA ist bei einem Treffen zwischen dem neuen demokratischen Präsidenten Joe Biden und republikanischen Senatoren kein Durchbruch erzielt worden. Das etwa zweistündige Gespräch im Weißen Haus sei zwar "exzellent" und "sehr produktiv" gewesen, sagte Senatorin Susan Collins am Montagabend (Ortszeit). Auch habe es eine "ehrliche und sehr nützliche Diskussion" gegeben, fügte die Republikanerin hinzu. Eine Einigung auf ein Konjunkturpaket habe man aber nicht erzielt, wobei dies von einem ersten Treffen auch nicht zu erwarten gewesen sei. Beide Seiten seien sich einig, weiter im Gespräch zu bleiben, so Collins.

Das Weiße Haus bezeichnete das Gespräch als "substanziell und produktiv". Bidens Sprecherin Jen Psaki erklärte, es gebe in einigen Bereichen Übereinstimmung, der Vorschlag der Republikaner sei jedoch in manchen Bereichen nicht ausreichend. Der Präsident fordere vom Kongress "mutiges und dringliches" Handeln, erklärte Psaki. Biden werde keine Einigung akzeptieren, die der Corona-Krise nicht gerecht werde.

Umfang von 1,9 Billionen US-Dollar

Biden bemüht sich um eine überparteiliche Einigung für das Paket. Er hat ein Maßnahmenbündel im Umfang von rund 1,9 Billionen US-Dollar (rund 1,6 Billionen Euro) vorgeschlagen, was fast zehn Prozent der US-Wirtschaftsleistung entspräche. Zehn republikanische Senatoren hatten am Montag vor dem Gespräch ihren Gegenvorschlag präsentiert, der gut 600 Milliarden Dollar umfassen soll.

Biden hatte seine Pläne bereits kurz vor seinem Amtsantritt Mitte Januar vorgestellt und mahnt seitdem zur Eile. Um seine Pläne durchzusetzen, ist der Demokrat auf den US-Kongress angewiesen. Im Repräsentantenhaus haben die Demokraten für ein solches Paket eine ausreichende Mehrheit, im Senat ist es komplizierter. Dort haben die Demokraten nur eine hauchdünne Mehrheit und könnten mit Hilfe eines Verfahrenstricks ein abgespecktes Paket durchsetzen. Für ein umfassenderes Paket wären sie aber auf die Zustimmung einiger Republikaner angewiesen.

Republikaner sehen nur geringen Handlungsbedarf

Der Kongress hatte erst Ende Dezember ein Hilfspaket in Höhe von rund 900 Milliarden Dollar verabschiedet, weswegen viele Republikaner derzeit nur geringen Handlungsbedarf sehen. Nach der Zuspitzung der Pandemie in den USA hatte der Kongress im vergangenen Frühjahr Konjunkturpakete in Höhe von fast drei Billionen Dollar beschlossen.

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