Corona-Pandemie

Corona-Bürgertests seit 1. Juli kostenpflichtig – doch für manche bleiben sie gratis

Der Corona-Test wird ab Juli kostenpflichtig.

Der Corona-Test wird ab Juli kostenpflichtig.

Bild: Matthias Balk, dpa (Symbolbild)

Der Corona-Test wird ab Juli kostenpflichtig.

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Der Corona-Bürgertest ist seit 1. Juli kostenpflichtig. Es tritt eine Kostenbeteiligung in Kraft, welche die meisten Bürger tragen müssen. Alle Infos dazu.
02.07.2022 | Stand: 08:24 Uhr

Der Corona-Schnelltest ist ab sofort kostenpflichtig: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) gab am Freitag in Berlin eine neue Regelung bezüglich Corona-Bürgertests bekannt. Demnach tritt ab dem 30. Juni eine Kostenbeteiligung für die Bürgerinnen und Bürger in Höhe von drei Euro in Kraft. Die Einigung in der Regierung geht auf eine Testverordnung zurück, die ab dem 30. Juni gelten soll.

Corona-Tests für vulnerable Gruppen weiter kostenlos

Personen, die zu vulnerablen Gruppen gehören, können sich unterdessen weiter kostenlos testen. Zu diesen gehören Frauen zu Beginn der Schwangerschaft, Kinder bis fünf Jahre und Besucher von Pflegeheimen und Kliniken. Lauterbach erklärte, dass es den Ländern überlassen sei, die Eigenbeteiligung auch für weitere Gruppen zu übernehmen.

Der Gesundheitspolitiker stellte klar, dass er die kostenlosen Bürgertests gerne weitergeführt hätte. Allerdings sei das wegen der angespannten Haushaltslage des Bundes nicht mehr zu leisten. Die Kosten für die Corona-Bürgertests belaufen sich auf rund eine Milliarde Euro pro Monat. "Die Wahrheit ist somit: Das können wir uns in der angespannten Haushaltslage, die uns im Herbst erwartet, leider nicht leisten", sagte Lauterbach. Durch das neue Konzept will er die Ausgaben bis zum Jahresende auf etwa 2,7 Milliarden Euro halten.

Lauterbach spricht sich für kostenlose Corona-Tests in Verdachtsfällen aus

Der Bundesgesundheitsminister setzt sich dafür ein, dass in Verdachtsfällen auch weiterhin kostenlose Tests ausgesprochen werden können. "Bürgertests sollen künftig weiter gezielt dort eingesetzt werden, wo sie den größten Nutzen bringen", sagte er nach der Gesundheitsministerkonferenz. Wenn der Verdacht auf eine Infektion besteht, dann sollen Bürgerinnen und Bürger also keine drei Euro für einen Schnelltest zahlen müssen. Gleiches gilt für Besucher von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen und sogar Personen, die Großveranstaltungen und Events besuchen wollen.

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Wann und für wen ist der Corona-Test noch kostenlos?

Über eine solche Regelung verhandelt Lauterbach laut eigener Aussage mit Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP). Außerdem warnte er erneut vor einer weiteren Corona-Welle im Herbst. "Eine sehr schwere Zeit liegt vor uns", sagte der 59-Jährige, der gemeinsam mit den Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsministern der Länder über das Vorgehen bezüglich der Pandemie beriet. Er legte einen Sieben-Punkte-Plan gegen Corona vor, der "auf große Zustimmung" gestoßen sein soll.

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