Corona-Krise

Günther Jauch wird nun "Impfluencer" für Bundesregierung

Publikumsliebling Günther Jauch wird zum "Impfluencer."

Publikumsliebling Günther Jauch wird zum "Impfluencer."

Bild: picture alliance/dpa | Henning Kaiser

Publikumsliebling Günther Jauch wird zum "Impfluencer."

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Publikumsliebling Günther Jauch (64) wirbt ab kommender Woche laut Bundesregierung für die Corona-Schutzimpfung.
Publikumsliebling Günther Jauch wird zum "Impfluencer."
dpa
09.04.2021 | Stand: 05:20 Uhr

In der laufenden Kampagnenphase seien nach Uschi Glas ab nächster Woche auch Sepp Maier und Günther Jauch zu sehen, sagte eine Sprecherin des Bundesministeriums für Gesundheit der Deutschen Presse-Agentur. Man wolle "verschiedene Bevölkerungsgruppen beispielhaft abbilden und ansprechen". Im Netz kursiert seit Wochen das Wort "Impfluencer" (statt Influencer) für Prominente, die fürs Impfen werben oder ihren Pieks öffentlich machen.

Die jetzige Phase der #ÄrmelHoch-Kampagne setze stärker als bisher auf Motivation, heißt es vom Ministerium in Berlin. Dafür nennen Bürgerinnen und Bürger aber eben auch Promis wie RTL-Quizmaster Jauch ("Wer wird Millionär?") honorarfrei ihre Gründe, warum sie persönlich bereit für die Schutzimpfung in der Corona-Krise seien.

(Lesen Sie auch: Impfung: Warum es keine Übersicht über teilnehmende Hausarztpraxen gibt)

Die Werbekampagne mit Außenwerbungs- und Printmotiven sowie Social Media Content stammt von Scholz & Friends Berlin, der Rahmenagentur des Bundesgesundheitsministeriums.

Die Auswahl der 64 bis 77 Jahre alten Prominenten scheint zu zeigen, dass sich die Kampagne in erster Linie an Ältere richtet. Schließlich gibt es zurzeit fast nur für die Altersgruppe Ü60 schon ein Impfangebot. Jüngere müssen sich noch gedulden, da zu wenig Impfstoff vorhanden ist - es sei denn, sie gehören selbst zur Risikogruppe, sind enge Kontaktpersonen von Gefährdeten oder arbeiten im Gesundheitswesen.

Umfrage zur Impfbereitschaft: 65 Prozent der Erwachsenen in Deutschland wollen sich impfen lassen

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Der TV-Star hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Wie sein Haussender RTL am 09.04.2021 in Köln mitteilte, muss der 64-Jährige deshalb zum ersten Mal seit 31 Jahren krankheitsbedingt bei einem Moderationsjob ausfallen.
Promis werben für Impfungen

Ein "Impfluencer" fällt aus - Günther Jauch mit Corona infiziert

Nach einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur (30.3. bis 1.4.) liegt die Impfbereitschaft unter den Erwachsenen in Deutschland zurzeit bei etwa 65 Prozent. 18 Prozent wollen sich nicht impfen lassen, 16 Prozent haben sich noch nicht entschieden oder machten keine Angaben.

International haben schon viele Promis ihre Impfung öffentlich gemacht, darunter Weltstars wie Dolly Parton, Barbra Streisand, Mariah Carey, Morgan Freeman und Arnold Schwarzenegger.

Impfen: Manche Politiker vor laufender Kamera impfen

Politiker wie Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und US-Präsident Joe Biden ließen sich vor Kameras impfen. In Deutschland war Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann am 19. März der erste deutsche Regierungschef. Gemeinsam mit seiner an Brustkrebs erkrankten Frau Gerlinde ließ sich der Grünen-Politiker in der Stuttgarter Liederhalle impfen.

(Lesen Sie auch: Deutschland will Gespräche mit Russland über Impfstoff Sputnik V)

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erhielt die erste Corona-Schutzimpfung am 1. April im Bundeswehr-Krankenhaus in Berlin. Er sagte: "Das Impfen ist der entscheidende Schritt auf dem Weg aus der Pandemie. Nutzen Sie die Möglichkeiten."