Corona-Pandemie

Wie kommt der Tourismus wieder in Schwung?

Rom: Ein Passant geht am Kolosseum vorbei. Die G20-Gruppe der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer will am Dienstag ein Signal zum Neustart der von der Pandemie angeschlagenen Tourismusbranche geben.

Rom: Ein Passant geht am Kolosseum vorbei. Die G20-Gruppe der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer will am Dienstag ein Signal zum Neustart der von der Pandemie angeschlagenen Tourismusbranche geben.

Bild: Cheng Tingting, XinHua, dpa

Rom: Ein Passant geht am Kolosseum vorbei. Die G20-Gruppe der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer will am Dienstag ein Signal zum Neustart der von der Pandemie angeschlagenen Tourismusbranche geben.

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Wie kommt wieder Schwung ins Reisegeschäft während und nach der Pandemie? Darüber beraten am Dienstag die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer.
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dpa
04.05.2021 | Stand: 08:48 Uhr

Kaum Flugreisen, leere Hotels und Reisewarnungen - der Tourismus kommt langsamer als viele andere Wirtschaftszweige aus dem Corona-Tief. Jetzt will die Gruppe der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) am Dienstag ein Signal zum Neustart der von der Pandemie angeschlagenen Branche geben. Fachminister und andere politisch Verantwortliche kommen am Mittag (12.30 Uhr) zu einer Video-Konferenz unter der Leitung Italiens zusammen. Rom hat in diesem Jahr den Vorsitz in der G20-Runde der Top-Wirtschaftsnationen.

Auf der Tagesordnung steht die Frage, wie das internationale Reisegeschäft wieder zur Normalität zurückkehren kann. In zahlreichen Staaten liegt der Tourismus wegen der Corona-Krise seit Monaten am Boden. In Deutschland sind viele Urlaubsbetriebe seit rund einem halben Jahr dicht. Fluggesellschaften überleben seit dem Virus-Ausbruch nur mit Hilfe staatlicher Geldspritzen.

Drei Millionen Beschäftigte in Deutschland

Im Gastgeberland Italien etwa steuerte die Reisebranche vor der Pandemie rund 13 Prozent zur Wirtschaftskraft bei. In Deutschland arbeiten nach Branchenangaben fast drei Millionen Beschäftigte im Tourismus (6,8 Prozent aller Erwerbstätigen). Dabei war das Reisegeschäft in den Jahren vor der Krise ein starker Motor zur Schaffung neuer Arbeitsplätze. Weltweit hat der Tourismus seit sechs Jahrzehnten kontinuierlich zugenommen, wie die OECD in ihrem Trendbericht 2020 festhielt.

In der Europäischen Union (EU) ruhen große Hoffnungen für mehr Reisefreiheit auf dem sogenannten Grünen Pass. Die Gemeinschaft der 27 Staaten arbeitet für die eigenen Bürger an einem solchen, am besten digitalen Zertifikat. In dem Dokument sollen Impfungen, Tests und überstandene Infektionen gespeichert werden. Außerdem sollen insgesamt die Einreisen aus dem Rest der Welt einfacher werden.

Visionen für das Reisen der Zukunft

Die G20-Fachminister wollen über die aktuellen Pandemie-Maßnahmen hinaus Visionen für das Reisen der Zukunft erörtern. Nach Angaben der italienischen Gastgeber hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) dafür ein Konzept entworfen. Die G20 wollen das Papier mit Leitlinien für den Tourismus der Zukunft verabschieden. Zu den sieben Themenbereichen gehören dabei die Sicherheit beim Reisen, ein nachhaltiger Umbau des Wirtschaftsbereichs und die weitere Digitalisierung.

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Die Gruppe der G20 ist ein zentrales Forum für die internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit. Mitglieder sind 19 Industrie- und Schwellenländer sowie die Europäische Union (EU). Berlin wird am Dienstag durch den Tourismusbeauftragten der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), vertreten.

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