Belarus

Lufthansa meidet belarussischen Luftraum bis auf Weiteres

Die Lufthansa meidet den Luftraum über Belarus auf Weiteres.

Die Lufthansa meidet den Luftraum über Belarus auf Weiteres.

Bild: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Patrick Pleul

Die Lufthansa meidet den Luftraum über Belarus auf Weiteres.

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Die Lufthansa meidet nach der erzwungenen Landung einer Passagiermaschine in Minsk bis auf Weiteres den Luftraum über Belarus.
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dpa
25.05.2021 | Stand: 11:08 Uhr

Vor allem Flüge nach Moskau müssten nun umgeleitet werden, sagte ein Sprecher am Dienstag in Frankfurt. Sie seien aber auch in der Vergangenheit nicht immer über Belarus geflogen. Über einen für Mittwoch geplanten Lufthansa-Flug von Frankfurt nach Minsk sei noch nicht entschieden. Zu den wirtschaftlichen Folgen machte das Unternehmen zunächst keine Angaben.

Nach Angaben der europäischen Luftsicherheitsbehörde Eurocontrol gab es seit Anfang April im Schnitt täglich 339 Flüge von und nach Europa durch den belarussischen Luftraum. Besonders häufig sind Verbindungen zwischen Russland (29) und China (14) von und nach Deutschland. Die weitaus meisten Flüge absolvierte die belarussische Staatsfluglinie Belavia mit 46 pro Tag, für die nun eine Landeverbot in der EU gilt.

Am Vortag hatte die EU den europäischen Luftraum für belarussische Gesellschaften gesperrt und die europäischen Gesellschaften aufgefordert, ihrerseits den Luftraum über Belarus zu meiden. Auslöser war die von Belarus mit einem Kampfjet erzwungene Landung einer Maschine des Lufthansa-Konkurrenten Ryanair in Minsk. Nach EU-Angaben waren 171 Menschen an Bord, darunter der oppositionelle Blogger Roman Protassewitsch. Er wurde nach der Landung in Minsk zusammen mit seiner Partnerin festgenommen.

(Lesen Sie auch: EU straft Belarus nach erzwungener Landung mit Flugverbot ab)

Die Lufthansa hatte zuvor schon mitgeteilt, dass sie "aufgrund der aktuell dynamischen Lage" die "Operation im weißrussischen Luftraum" aussetze. Am Montag war zudem eine Lufthansa-Maschine in Minsk von den Behörden wegen eines angeblichen Terrorverdachts stundenlang am Boden gehalten worden.

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