Neue Beschlüsse

Städtetag vermisst Corona-Konzepte für Schulen und Kitas

Bei den neuen Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern vermisst der Deutsche Städtetag Konzepte für Schulen und Kitas.

Bei den neuen Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern vermisst der Deutsche Städtetag Konzepte für Schulen und Kitas.

Bild: Oliver Berg, dpa (Symbolbild)

Bei den neuen Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern vermisst der Deutsche Städtetag Konzepte für Schulen und Kitas.

Bild: Oliver Berg, dpa (Symbolbild)

Der Präsident des Deutschen Städtetages, Markus Lewe, sieht Lücken in den Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern.
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dpa
08.01.2022 | Stand: 10:05 Uhr

"Wir hätten uns gewünscht, dass sich Bund und Länder vorsorglich über Konzepte verständigt hätten für den Fall, dass ein Normalbetrieb im Bereich Schule und Kita nicht mehr möglich ist", sagte der Oberbürgermeister von Münster den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag).

"Wir haben die Sorge, dass gerade hier die Infektionen bei Kindern und Beschäftigten ansteigen. Für diesen Fall ist leider die Strategie von Bund und Ländern unklar", kritisierte Lewe. Er forderte von Bund und Ländern ein Sofortprogramm für Schulen und Kitas, um die Stunden von Teilzeitkräften erhöhen und Aushilfskräfte einsetzen zu können. "Das hilft, wenn viele Kolleginnen und Kollegen wegen Krankheit und Quarantäne zeitgleich ausfallen", sagte der CDU-Politiker. (Lesen Sie auch: Lob und Kritik für die Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern)

Deutscher Städtetag begrüßt Beschluss zu neuen Quarantäne-Zeiten

Den Beschluss zur Verkürzung der Quarantänezeiten begrüßte er: "Das erleichtert es den Städten trotz Omikron den Betrieb von Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, bei der Feuerwehr und den Gesundheitsämtern zu gewährleisten", sagte Lewe. "Gleichwohl teilen wir die Sorge, dass es beim unbegrenzten Anschwellen von Erkrankungen schwieriger wird, die Angebote der Daseinsvorsorge ohne Abstriche aufrecht zu erhalten."

Bund und Länder hatten am Freitag beschlossen, die Quarantäne für Kontaktpersonen und die Isolierung für Infizierte zu verkürzen, damit wichtige Bereiche der Grundversorgung bei einer rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante nicht zusammenbrechen. Demnach müssen Kontaktpersonen gar nicht mehr in Quarantäne, wenn sie eine Auffrischungsimpfung haben, frisch doppelt geimpft sind, geimpft und genesen oder frisch genesen sind. Als "frisch" gilt ein Zeitraum von bis zu drei Monaten.

Für alle Übrigen sollen Isolation oder Quarantäne in der Regel nach zehn Tagen enden. Nach sieben Tagen kann man sich mit PCR- oder Antigentest freitesten lassen. Für Schülerinnen und Schüler sowie Kita-Kinder kann die Quarantäne als Kontaktperson bereits nach fünf Tagen durch einen Negativtest beendet werden.

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