Nach "Sputnik V"

Wladimir Putin stellt bereits zweiten Corona-Impfstoff aus Russland in Aussicht

Wladimir Putin stellt in Aussicht, dass bald ein weiterer Corona-Impfstoff in Russland registriert werden soll.

Wladimir Putin stellt in Aussicht, dass bald ein weiterer Corona-Impfstoff in Russland registriert werden soll.

Bild: Alexei Nikolsky, dpa

Wladimir Putin stellt in Aussicht, dass bald ein weiterer Corona-Impfstoff in Russland registriert werden soll.

Bild: Alexei Nikolsky, dpa

Im August gab Wladimir Putin den ersten Corona-Impfstoff "Sputnik V" frei. Nun soll laut dem Kreml bald ein weiterer russischer Impfstoff zur Verfügung stehen.
Wladimir Putin stellt in Aussicht, dass bald ein weiterer Corona-Impfstoff in Russland registriert werden soll.
dpa
23.09.2020 | Stand: 18:22 Uhr

Kremlchef Wladimir Putin hat einen weiteren russischen Impfstoff gegen das Coronavirus in Aussicht gestellt. Das zweite Mittel werde bald in Russland registriert, sagte Putin der Agentur Interfax zufolge am Mittwoch in Moskau vor Vertretern des russischen Oberhauses. Details nannte er nicht.

Berichten zufolge wird derzeit ein Impfstoff des staatlichen Vektor-Forschungszentrums für Virologie und Biotechnologie getestet. Demnach befindet sich der Stoff in der klinischen Phase und soll in den nächsten Wochen an Tausenden Freiwilligen angewendet werden. Im August hatte Putin medienwirksam die Freigabe des ersten Impfstoffes mit dem Namen "Sputnik V" verkündet. Es war das erste Corona-Vakzin, das weltweit für eine breite Anwendung in der Bevölkerung zugelassen wurde. (Alle aktuellen Entwicklungen zu Corona im Allgäu, Bayern und der Welt laufend in unserem Newsblog)

Offene Fragen und fehlende Tests: Sputnik V sorgte weltweit für Kritik

Unmittelbar nach der Freigabe gab es international Kritik, weil die Zulassung vor Abschluss wichtiger Tests erfolgte. Zudem bemängelten Forscher, dass es in der Studie der russischen Experten viele offene Fragen gebe und die Ergebnisse seltsame Muster enthielten.

Weil viele Fragen noch offen sind und die Zulassung noch vor Abschluss wichtiger Tests erfolgte, hagelte es von Forschern international Kritik am russischen Corona-Impfstoff mit dem Namen
Weil viele Fragen noch offen sind und die Zulassung noch vor Abschluss wichtiger Tests erfolgte, hagelte es von Forschern international Kritik am russischen Corona-Impfstoff mit dem Namen "Sputnik V".
Bild: Alexander Zemlianichenko Jr, dpa

Russland wies die Kritik an dem Impfstoff zurück und betonte, dass viele das russische Vakzin nur zum eigenen Vorteil schlecht machen wollten. "Leider gibt es Neid, Eifersucht und einen skrupellosen Wettbewerb", sagte Vize-Außenminister Sergej Rjabkow.

Russland verzeichnet bisher über eine Million Corona-Infizierte

In Russland - momentan Platz vier auf der weltweiten Fallzahlen-Liste - nehmen die Corona-Zahlen seit kurzem wieder deutlich zu. Am Mittwoch gab es nach offizieller Statistik mehr als 6.400 neue Infektionen. Seit Beginn der Pandemie haben sich im Riesenreich mehr als 1,1 Millionen Menschen angesteckt. Putin betonte, dass sein Land bestens gewappnet sei und weiter neue Krankenhäuser gebaut würden.