Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz?

Lidl nimmt Hanf-Aktionsprodukte aus Sortiment

Der Discounter Lidl hat vorsorglich einige Hanfprodukte aus dem Sortiment genommen. Diese waren in das Visier von Ermittlern gerückt.

Der Discounter Lidl hat vorsorglich einige Hanfprodukte aus dem Sortiment genommen. Diese waren in das Visier von Ermittlern gerückt.

Bild: Lorenzo Carnero/ZUMA Wire, dpa (Symbolbild)

Der Discounter Lidl hat vorsorglich einige Hanfprodukte aus dem Sortiment genommen. Diese waren in das Visier von Ermittlern gerückt.

Bild: Lorenzo Carnero/ZUMA Wire, dpa (Symbolbild)

Ermittler untersuchen einige Hanf-Produkte des Discounters Lidl. Gibt es einen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz? Die Ergebnisse stehen noch aus.
13.08.2021 | Stand: 17:06 Uhr

Der Discounter Lidl hat vorsorglich alle Hanfprodukte seines Aktionssortiments aus dem Verkauf genommen, weil einige davon derzeit von den Behörden unter die Lupe genommen werden. Man arbeite eng mit den Behörden zusammen, teilte Lidl am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Einzelne Produkte würden derzeit untersucht. Weitere Angaben könne man wegen des laufenden Verfahrens nicht machen.

Es geht laut den Ermittlern um einen möglichen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Heilbronn sagte weiter, es werde untersucht, "ob die Produkte, die dort angeboten werden, THC oder CBD enthalten". Es handle sich aber lediglich um einen Prüfvorgang, nicht um ein Ermittlungsverfahren. Für Produkte mit Cannabidiol (CBD) ist nach Angaben des Bundesamts für Verbraucherschutz eine Zulassung nötig. Der Handel mit Artikeln mit einem höheren Gehalt an berauschendem Tetrahydrocannabinol (THC) ist in Deutschland verboten.

"Einige wenige Produkte" sichergestellt

Die Polizei hatte für die Untersuchung nach eigenen Angaben am Montag in einer Discounter-Filiale im oberbayerischen Rosenheim "einige wenige Produkte" aus dem Hanf-Sortiment sichergestellt. Mit Ergebnissen der Untersuchungen ist nach Angaben der Heilbronner Staatsanwaltschaft frühestens Ende kommender Woche zu rechnen.