635.000 mehr als vor einem Jahr

Zahl der Arbeitslosen im Juli steigt - Kurzarbeit auf Rekordniveau

ARCHIV - 30.03.2020, Nordrhein-Westfalen, Oberhausen: Ein Schild mit dem Symbol der Bundesagentur für Arbeit steht vor der Zweigstelle der Agentur. Die Arbeitsagentur legt am 03.06.2020 die aktuelle Zahlen zum Arbeitsmarkt vor. Foto: Fabian Strauch/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Drei-Millionen-Marke wurde trotz Coronakrise nicht erreicht: Im Juli ist die Arbeitslosenzahl auf 2,91 Millionen gestiegen. Weitere 6,7 Millionen Menschen waren im Mai in Kurzarbeit.

Bild: Fabian Strauch, dpa

Die Drei-Millionen-Marke wurde trotz Coronakrise nicht erreicht: Im Juli ist die Arbeitslosenzahl auf 2,91 Millionen gestiegen. Weitere 6,7 Millionen Menschen waren im Mai in Kurzarbeit.

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Dass im Juli mehr Menschen keinen Job haben, ist üblich. Die Corona-Krise hat nun nicht mehr zu einem deutlichen Zuwachs beigetragen. Die Kurzarbeit lag im Mai auf Rekordniveau.

dpa
30.07.2020 | Stand: 10:13 Uhr

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist von Juni auf Juli in saisonüblicher Höhe gestiegen. Im Juli waren 2,91 Millionen Menschen ohne Job, 57.000 mehr als im Juni und 635.000 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg binnen Monatsfrist um 0,1 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Donnjerstag in Nürnberg mit.

Im Juli steigt die Arbeitslosigkeit üblicherweise. Der Anstieg sei nicht auf die Corona-Krise zurückzuführen, teilte die Behörde mit. Vor den Sommerferien stellen weniger Betriebe neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein und Ausbildungsverhältnisse enden.

"Der Arbeitsmarkt steht wegen der Corona-Pandemie nach wie vor unter Druck, auch wenn sich die deutsche Wirtschaft auf Erholungskurs befindet", sagte der Vorstandschef der Bundesagentur, Detlef Scheele. "Der massive Einsatz von Kurzarbeit hat stärkere Anstiege der Arbeitslosigkeit und Beschäftigungsverluste verhindert."

Kurzarbeit lag im Mai auf Rekordniveau

Im Mai erhöhte sich die Zahl der Menschen in Kurzarbeit auf 6,7 Millionen in Deutschland. Im April hatte die Zahl noch bei 6,1 Millionen gelegen. Damit war im Mai nach Hochrechnungen die höchste jemals ermittelte Zahl von Kurzarbeitern in der Bundesrepublik erreicht. Im März waren 2,46 Millionen Menschen in Kurzarbeit.

Im Juli zeigten Unternehmen für 190 000 Menschen Kurzarbeit an. Damit sei die Zahl nach dem massiven Anstieg in März und April weiter deutlich zurückgegangen, berichtete die Bundesagentur. Die Zahl der tatsächlichen Kurzarbeiter liegt erfahrungsgemäß niedriger, weil Unternehmen Kurzarbeit zum Teil vorsorglich anzeigen.