Umweltausschuss des Bayerischen Landtags

Abgeordnete versprechen „lückenlose Aufklärung“ der Vorgänge im Rappenalptal

Mit dem ausgebaggerten Bach im Rappenalptal beschäftigt sich der Landtag.

Mit dem ausgebaggerten Bach im Rappenalptal beschäftigt sich der Landtag.

Bild: Wasserwirtschaftsamt

Mit dem ausgebaggerten Bach im Rappenalptal beschäftigt sich der Landtag.

Bild: Wasserwirtschaftsamt

Der Umweltausschuss des Bayerischen Landtags beschäftigt sich mit der Zerstörung des Wildbachs im Rappenalptal. Zwei Vorschläge scheitern aber im Ausschuss.
25.11.2022 | Stand: 08:47 Uhr

Der Umweltausschuss des Bayerischen Landtags hat einem Dringlichkeitsantrag der Grünen zugestimmt – zumindest zum Teil. Darin forderte der Allgäuer Landtagsabgeordnete Thomas Gehring gemeinsam mit seiner Fraktion die Staatsregierung auf, die Vorgänge, die zur Zerstörung des Rappenalpbachs führten, lückenlos aufzuklären. Dieses Ansinnen unterstützte der Ausschuss. Auch die ökologischen Schäden an Fauna und Flora sollen nun ermittelt werden.

Einigen weiteren Punkten wurde hingegen nicht zugestimmt – darunter dem Vorschlag ein Gutachten über die Wiederherstellung des Rappenalpbachs und seiner ökologischen Qualität auf Kosten der Verursacher zu beauftragen. Auch der Punkt, sobald wie möglich in die Wege zu leiten, dass der Bach wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt wird, wurde abgelehnt.

(Lesen Sie auch: Diese Strafen drohen den Verantwortlichen nach der Bachbegradigung im Rappenalptal)

Abgeordnete von CSU und Freien Wählern hatten in der Sitzung ebenfalls erfolgreich beantragt, den Ausbau des Rappenalpbaches „umfassend aufzuklären“ und in fachlicher sowie rechtlicher Hinsicht zu bewerten.

(Lesen Sie auch: Vom „Juwel“ zur „Kraterlandschaft“ - So ist die aktuelle Lage im Rappenalptal)

Zerstörung des Wildbachs im Rappenalptal: Lückenlose Aufklärung versprochen

„Wir bleiben dran“, sagte Thomas Gehring nach der Ausschusssitzung im Gespräch mit unserer Redaktion. Er glaubt nicht, dass die Arbeiten am Bach „in einer Nacht und Nebelaktion“ vonstattengegangen sind. „Da ist auch von behördlicher Seite einiges schief gelaufen“, ist der Abgeordnete sicher. In einer Antwort der Staatsregierung auf eine Anfrage von Gehring heißt es, dass zwischen der Alpgenossenschaft und der unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Oberallgäu Unterhaltungsmaßnahmen besprochen wurden, um die Folgen eines Starkregens zu beseitigen. „Jetzt muss detailliert geklärt werden, was, wann genau und in welcher Form besprochen wurde.“