Kempten/Wiggensbach

Allgäuer sind zur festen Größe geworden

Uli Benker

Uli Benker

Bild: Ralf Lienert

Uli Benker

Bild: Ralf Lienert

Turnen Am Samstag bestreitet die TGA den ersten Heimwettkampf der Saison. Es ist das fünfte Jahr in der 2. Bundesliga
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Von ses
18.09.2019 | Stand: 18:39 Uhr

Mit einer 35:50-Niederlage bei der KTV Ries in Nördlingen hat am vergangenen Wochenende für die Turner der TG Allgäu die Saison in der 2. Bundesliga Süd begonnen. „Kein Beinbruch“, wie TGA-Präsident Uli Benker meint. Für sein Team ist es die fünfte Saison in Folge in Deutschlands zweithöchster Klasse. Man will auch heuer wieder auf einem Platz im Mittelfeld landen und mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben. „Sportlich sind wir inzwischen eine feste Größe in dieser Liga“, sagt Benker. Alle freuen sich nun auf die Heimpremiere am kommenden Samstag. Ab 17 Uhr ist in der Panoramarena in Wiggensbach die TG Hanauerland zu Gast.

Im Ries bekam man jüngst zu spüren, dass in dieser Saison in der 2. Bundesliga ein rauerer Wind weht. Nachdem sich einige Mannschaften aus dem Ligabetrieb zurückgezogen haben, waren deren beste Turner auf der Suche nach neuen Vereinen. Die Konkurrenz hat mitunter ordentlich aufgerüstet. Bei der TGA hingegen setzt man auf den eigenen Nachwuchs(siehe Infokasten). Ganz bewusst. Im Lauf der Saison ist vorgesehen, weitere Nachwuchsturner zu melden.

Auf den Positionen der ausländischen Verstärkung setzt man auf altbewährte Profis. Zum Beispiel auf die beiden Brüder Oskar und Robert Kirmes aus Finnland. Benker ist stolz darauf und meint: „Wer die Instagram-Profile der beiden verfolgt, bekommt einen Vorgeschmack darauf, was da bei Wettkämpfen geboten wird. Das ist teilweise Weltklasse.“ Auch die beiden Schweizer Nicola Graber und Fabien Herzog sind weiterhin am Start. „Sie kommen alle gerne zu uns ins Allgäu. Aber sie sind alle eben auch durch Nationalmannschaften und internationale Wettkämpfe sehr eingespannt“, erklärt der Vereinspräsident. Oskar und Robert Kirmes sind aber nicht die einzigen Brüder im Kader: Insgesamt sind es gleich vier – dank der Hartners, Urbins und Eberles. Das ist in der 2. Bundesliga einzigartig. Neu dabei sind Ben Durner, der bei Teamkapitän Flo Schreiber in Augsburg trainiert, und Julian Gottwald aus Kempten. Benker: „Wir befinden uns in einer Phase des Generationenwechsels. Unsere Rumpfmannschaft besteht schon seit vielen Jahren aus den gleichen Sportlern. Nach und nach wird aus Alters-, Gesundheits- oder Jobgründen eine neue Generation hineinwachsen müssen.“

Finanziell wird man heuer keine großen Sprünge machen. Da die Deutsche Turnliga den Allgäuern Anfang des Jahres eine Ausnahmegenehmigung verweigerte, mussten für rund 5000 Euro neue Reckmatten gekauft werden. Sonst hätte die TGA keine Lizenz mehr bekommen. Benker meint: „Einerseits ist es ja gut, wenn es Standards gibt, die eingehalten werden müssen. Aber letztlich bleibt Turnen eine Randsportart. Solche Investitionen sind für uns große Summen.“

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