Corona aktuell im Allgäu

Corona-Ampel im Landkreis Lindau steht auf Rot - Memmingen richtet Corona-Infotelefon ein

Im Landkreis Lindau - hier die Lindauer Insel - gilt ab Mittwoch Warnstufe Rot.

Im Landkreis Lindau - hier die Lindauer Insel - gilt ab Mittwoch Warnstufe Rot.

Bild: Christian Flemming

Im Landkreis Lindau - hier die Lindauer Insel - gilt ab Mittwoch Warnstufe Rot.

Bild: Christian Flemming

Die Infektionszahlen steigen: Im gesamten Allgäu gelten strengere Corona-Regeln, weil die (Früh-)Warnwerte überschritten wurden. Mehr im Newsblog der Allgäuer Zeitung.
20.10.2020 | Stand: 16:24 Uhr

  • Im gesamten Allgäu gab es in den vergangenen sieben Tagen insgesamt 350 nachgewiesene Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Sie teilen sich wie folgt auf: Landkreis Oberallgäu 54, Stadt Kempten 27, Landkreis Ostallgäu 97, Stadt Kaufbeuren 16, Landkreis Unterallgäu 77, Stadt Memmingen 37, Landkreis Lindau 42. (Quelle: RKI, Stand: Dienstag).
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz für die Allgäuer Städte und Kreise:
    • Sieben-Tage-Inzidenz vom RKI: Oberallgäu 34,6, Kempten 39,0, Ostallgäu 68,7, Kaufbeuren 36,0, Unterallgäu 53,0, Memmingen 83,9 und Lindau 51,2 (Quelle: RKI, Stand Dienstag, 6 Uhr)
    • Sieben-Tage-Inzidenz vom LGL: Oberallgäu 34,61, Kempten 39,04, Ostallgäu 68,71, Kaufbeuren 36,04, Unterallgäu 52,98, Memmingen 83,90 und Lindau 51,23 (Quelle: LGL, Stand Dienstag, 15.30 Uhr)
    • Bei Abweichungen gilt aus Vorsichtsgründen immer der höhere Wert. Warum sich die Werte von RKI und LGL unterscheiden, erfahren Sie hier.
  • 95 Menschen aus der Region starben seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit einer nachgewiesenen Corona-Infektion. (Quelle: LGL, Stand: Dienstag)
  • Für Deutschland gibt das Robert-Koch-Institut für 373.167 (Vortag 366.299) Menschen positive Corona-Tests an. Die Zahl der mit dem Virus gestorbenen Menschen liegt bei 9.836 (Vortag: 9.789). Genesen sind nach Schätzungen des RKI etwa 298.300 Menschen. (Stand: Dienstag)

Wir berichten in unserem Newsblog laufend über die aktuelle Corona-Entwicklung in der Region Allgäu und in der Welt

Dienstag, 20. Oktober, 16.25 Uhr: Maskenpflicht im Füssener Skatepark

Ab sofort gilt eine Maskenpflicht im Skate- und Bikepark Füssen. Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass dies sowohl für Zuschauer als auch für Sportler gilt – auch während des Sporttreibens. Hintergrund ist die derzeit hohe Zahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus.

Dienstag, 20. Oktober, 16.20 Uhr: Maskenpflicht auf Kaufbeurer Wochenmarkt

In Kaufbeuren gilt auf stark frequentierten Plätzen nun eine Maskenpflicht. Die Stadt Kaufbeuren hat als stark frequentierte Plätze die beiden Wochenmärkte zu deren Öffnungszeiten erklärt. Dies bedeutet, dass in der Kaiser-Max-Straße während des Wochenmarktes an den Donnerstagen von 7.30 Uhr bis 13 Uhr Maskenpflicht besteht. Das gilt ebenso auf dem Bürgerplatz in Kaufbeuren-Neugablonz an den Samstagen von 7.30 Uhr bis 13 Uhr. Die Allgemeinverfügung tritt am 22. Oktober in Kraft.

Dienstag, 20. Oktober, 16.15 Uhr: Zwei Ostallgäuer Grundschulklassen in Quarantäne

Auch in Stöttwang-Westendorf (Landkreis Ostallgäu) sind nun zwei Grundschulklassen in Quarantäne. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 20. Oktober, 16.15 Uhr: Gericht kippt Beherbergungsverbot für Mecklenburg-Vorpommern

Auch in Mecklenburg-Vorpommern sind die bislang geltenden Beherbergungsbeschränkungen für Urlaubsgäste aus Corona-Risikogebieten gerichtlich gekippt worden. Das Oberverwaltungsgericht in Greifswald gab am Dienstag den Eilanträgen von zwei Hotelbetrieben statt, die gegen die geforderten Corona-Negativtests geklagt hatten. Die Landesregierung habe keinen sachlichen Grund darlegen können, weshalb Urlaubsgäste aus Risikogebieten anders zu behandeln seien als etwa Schüler, Studenten oder Berufspendler, teilte das Gericht zur Begründung mit.

Dienstag, 20. Oktober, 15.45 Uhr: Eine weitere Person im Landkreis Unterallgäu stirbt an oder mit Covid

Im Landkreis Unterallgäu ist erneut eine Person an oder mit Covid-19 gestorben. Das meldet das Landratsamt. Damit steigt die Zahl der Corona-Toten im Landkreis auf 21.

Dienstag, 20. Oktober, 15.20 Uhr: Corona-Hotspot Berchtesgadener Land - Zahlen leicht gesunken

Im Kreis Berchtesgadener Land ist die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag leicht gesunken. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen im Landkreis sank auf 236,01, wie das Landratsamt mitteilte. Am Montag lag der Wert bei 272,8 und damit bundesweit an der Spitze. Seit Montag wurden laut Landratsamt 40 weitere Sars-CoV-2-Fälle bestätigt, am Vortag waren es noch 57 gewesen. Erstmals seit dem Lockdown im Frühjahr traten am Dienstagmittag in dem Landkreis strikte Ausgangsbeschränkungen in Kraft.

Das Verlassen der eigenen Wohnung ist dort zunächst für 14 Tage nur noch mit triftigem Grund erlaubt. Zudem müssen Schulen und Kitas schließen. Es soll lediglich eine Notbetreuung geben, wie Landrat Bernhard Kern sagte. Auch Freizeiteinrichtungen aller Art sowie Restaurants dürfen nicht mehr öffnen. Veranstaltungen werden untersagt - mit Ausnahme von Gottesdiensten. Hotels müssen ebenfalls schließen, außer für Übernachtungen für Geschäftsreisende.

Zu triftigen Gründen für das Verlassen der Wohnung zählen beispielsweise die Ausübung beruflicher Tätigkeiten, nötige Einkäufe, aber auch Sport und Bewegung an der frischen Luft - dies aber nur alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands.

Dienstag, 20. Oktober, 15.05 Uhr: Staatskanzleichef rät Berchtesgaden-Urlaubern zu Corona-Tests

Bayerns Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) hat abreisenden Urlaubern aus dem Corona-Hotspot Berchtesgadener Land im Zweifel Corona-Tests nahegelegt. Es sei die Verantwortung jedes einzelnen, sich zu überlegen, wo er einer möglichen Ansteckungsgefahr ausgesetzt war, und sich sicherheitshalber testen zu lassen, sagte Herrmann am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. Für Urlauber aus anderen Landesteilen Bayerns beispielsweise sei dies in den kommunalen Testzentren möglich, betonte der CSU-Politiker.

Im Landkreis Berchtesgadener Land gilt wegen extrem gestiegener Corona-Zahlen nun für zwei Wochen ein weitreichender "Lockdown", unter anderem mit Ausgangsbeschränkungen, der Schließung von Schulen, Kitas, Freizeiteinrichtungen und dem Verbot von Versammlungen. In Hotels dürfen jetzt nur noch Geschäftsreisende übernachten.

Dienstag, 20. Oktober, 15 Uhr: Bayern nun insgesamt über der kritischen 50er-Marke

In Bayern infizieren sich nachweislich immer mehr Menschen mit dem Coronavirus - der Freistaat liegt mittlerweile über dem bundesweit vereinbarten Warnwert von 50. Genau 51,72 Infizierte je 100.000 Einwohner binnen 7 Tagen meldete das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Dienstag in Erlangen.

In allen Regierungsbezirken steigen die Zahlen. Oberbayern liegt mit dem sogenannten Inzidenz-Wert von 64 vorne, gefolgt von Schwaben (59,81) und Niederbayern (56,02). Unter der wichtigen 50er-Warnstufe liegen Unterfranken (45,01), die Oberpfalz (38,04), Mittelfranken (37,57) und Oberfranken (24,12).

Spitzenreiter ist weiter der Landkreis Berchtesgadener Land mit 236,01 registrierten Neuinfektionen in den vergangenen 7 Tagen pro 100 000 Einwohner. Bayerns drittgrößte Stadt Augsburg folgt mit 123,07, Weiden mit 116,98, Schweinfurt mit 104,82. Für den Landkreis Rottal-Inn wurde ein Wert von 134,15 angegeben, für den Landkreis Mühldorf am Inn 102,7.

Im gesamten Freistaat sind bisher 80.966 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden (Stand: Dienstag, 8 Uhr). 2719 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten, sind in Bayern gestorben. Als genesen galten rund 67.380 Menschen.

Dienstag, 20. Oktober, 14.50 Uhr: Ischgl will eines der sichersten Ziele im Alpenraum sein

Der österreichische Wintersportort Ischgl, im März Hotspot bei der Verbreitung der Corona-Pandemie, will in der bevorstehenden Saison eines der sichersten Ziele im Alpenraum sein. "Die Erfahrungen des vergangenen Winters bestimmen unser Handeln für die Zukunft", betonten die Tourismus- und Seilbahn-Verantwortlichen am Dienstag. So habe die Silvrettaseilbahn AG zuletzt rund 700 000 Euro in Gesundheits- und Sicherheitsstandards investiert. Kameras sollen sofort über Gruppen-Bildung beim Anstehen aufklären. Zudem sollen Wartezeiten vorhergesagt und mit Kaltvernebelungsgeräten die Seilbahn-Kabinen desinfiziert werden. Der Tourismusverband Paznaun-Ischgl habe gemeinsam mit den Skigebieten eine neue App pro Ort im Paznauntal entwickelt, die auch die Möglichkeit der Gäste-Registrierung in Restaurants einschließe, hieß es. Das System zum Testen von Gästen, Mitarbeitern und Einheimischen werde derzeit ausgebaut. Après-Ski werde es in diesem Winter in der bisher bekannten Form nicht geben. Geplant ist der erste Skitag in Ischgl am 26. November, Galtür soll am 5. Dezember, Kappl und See am 18. Dezember folgen. Unterdessen wird das von der Bundesregierung lancierte Corona-Testprogramm für den Tourismus ausgeweitet, wie das Tourismusministerium der österreichischen Nachrichtenagentur APA mitteilte. Damit seien nun etwa auch Skilehrer, Bergführer, Reisebegleiter, Fremdenführer oder Privatzimmervermieter anspruchsberechtigt und könnten sich einmal pro Woche testen lassen. Für das seit Juli laufende Programm hat die Regierung bis Jahresende 150 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Bisher wurden 350 000 Tests bei rund 83.000 Mitarbeitern gemacht.

Dienstag, 20. Oktober, 14.30 Uhr: Kanzleramtschef Braun ruft zur Nutzung der Corona-Warn-App auf

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hat angesichts drohender Überlastung von Gesundheitsämtern wegen der hohen Zahlen von Corona-Infektionen zur Nutzung der Corona-Warn-App des Bundes aufgerufen. "Da, wo die Gesundheitsämter in den Hotspots mit der Kontaktnachverfolgung nicht mehr hinterherkommen, ist die Corona-Warn-App das einzige Instrument, was einen noch auf Corona-Kontakte hinweist", sagte Braun am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er ergänzte: "Daher ist jetzt für alle, die sie noch nicht nutzen, ein guter Zeitpunkt, die App zu laden und im Hintergrund laufen zu lassen."

Dienstag, 20.Oktober, 14.10 Uhr: Staatskanzleichef will Schulen, Kitas und Wirtschaftsleben offen halten

Die bayerische Staatsregierung hält auch bei steigenden Corona-Zahlen an ihrer klaren Priorität fest, vor allem Schulen, Kindergärten und Krippen offen zu lassen und das Wirtschaftsleben nicht zu beeinträchtigen. "Wir wollen natürlich Schule, Kindertagesstätten und das Berufsleben offenhalten", sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. Das bedeute aber, dass man im Übrigen mit den Anti-Corona-Maßnahmen entsprechend konsequent sein müsse.

Die Staatsregierung begrüßt deshalb den weitgehenden "Lockdown" im Landkreis Berchtesgadener Land mit Ausgangsbeschränkungen und der Schließung von Schulen, Kitas, Freizeiteinrichtungen, dem Verbot von Versammlungen und weiteren einschneidenden Maßnahmen. "Die halten wir für richtig und auch für zielführend", sagte Herrmann. Dies sei notwendig, um das Infektionsgeschehen wieder deutlich zu verringern.

"Die Lage insgesamt ist nach wie vor stark besorgniserregend", sagte Herrmann mit Blick auf Bayern, Deutschland und Europa. Binnen eines Tages kamen nach Angaben des CSU-Politikers allein im Freistaat noch einmal 1166 Corona-Neuinfektionen hinzu, sieben Menschen starben.

Dienstag, 20. Oktober, 13.40 Uhr: Haben Sie Fragen zu den aktuellen Corona-Regeln?

Im gesamten Allgäu gelten verschärfte Corona-Regeln, weil die Zahl der Covid19-Neuinfektionen angestiegen sind und die Warnwerte der 7-Tage-Inzidenzen überschritten wurden. Manche getroffene Maßnahmen werfen aber Fragen auf: Muss ich beim Sport in der Halle eine Maske tragen? Darf ich zum Wandern noch in die Berge fahren? Wir wollen diesen Fragen für Sie nachgehen. Welche Regeln sind für Sie unklar? Schreiben Sie uns eine Mail an digitalteam@azv.de und wir kümmern uns um Ihre Fragen.

Dienstag, 20. Oktober, 13.12 Uhr: Niedersachsen und Bayern lehnen Abriegelung von Risikogebieten ab

Nach Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat auch Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil (SPD) trotz steigender Corona-Zahlen eine Abriegelung von Risikogebieten abgelehnt. "Davon halte ich nichts", sagte der SPD-Politiker der "Bild"-Zeitung (Dienstag). "Wir sind nicht in China und haben es auch bis jetzt im Rahmen unseres offenen Systems geschafft, die Pandemie in Grenzen zu halten." Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, hatte eine Sperre für Risikogebiete ins Spiel gebracht. Söder hatte dazu gesagt: "Das halte ich für überzogen und nicht für angemessen." In der Corona-Debatte diskutiert Deutschland neben der Maßnahmen auch über die Punkte Schulen, Alten- und Pflegeheime sowie Corona-App.

Dienstag, 20. Oktober, 13 Uhr: Die Ergebnisse der Kabinetts-Sitzung

Staatskanzleiminister Dr. Florian Herrmann, Wissenschafts- und Kunstminister Bernd Sibler, die Präsidentin der Universität Augsburg, Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel, der Präsident der Technischen Hochschule Ingolstadt, Prof. Dr. Walter Schober, und die Präsidentin der Hochschule für Fernsehen und Film München, Prof. Bettina Reitz, informieren in einer Pressekonferenz über die Ergebnisse.

Dienstag, 20. Oktober, 12.30 Uhr: Landkreis Lindau überschreitet Corona-Warnwert

Die Corona-Ampel im Landkreis Lindau steht auf Rot. Laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts wurden innerhalb von sieben Tagen 51,2 Corona-Infektionen pro 100 000 Einwohner registriert. Der Landkreis liegt damit über dem Schwellenwert von 50. Ab dem morgigen Mittwoch treten gemäß der von der bayerischen Staatsregierung vor einer Woche eingeführten Corona-Ampel Einschränkungen in Kraft, die eine weitere Verbreitung des Virus verhindern sollen. Das Landratsamt Lindau wird im Lauf des Tages veröffentlichen, welche konkreten Maßnahmen ergriffen werden.

Dienstag, 20. Oktober, 12.23 Uhr: Warum die Behörden unterschiedliche Inzidenzwerte melden - und welcher gilt

Welche Corona-Regeln gelten, hängt von der 7-Tage-Inzidenz vor Ort ab. Doch RKI und Landesamt melden häufig verschiedene Werte. Welcher gilt also? Ein Überblick.

Dienstag, 20. Oktober, 11.11 Uhr: Iran: Zahlen der Toten mehr als doppelt so hoch wie angegeben

Die Zahl der Corona-Toten im Iran ist nach Angaben aus dem Krisenstab des Landes mehr als doppelt so hoch wie vom Gesundheitsministerium angegeben.

Dienstag, 20. Oktober, 10.47 Uhr: Stadt Memmingen startet Corona-Infotelefon

Das Corona-Infotelefon der Stadt Memmingen war bereits von 19. März bis 30. Juni eingerichtet - damals meldeten sich über 1500 Anrufer. Ab Mittwoch, 21. Oktober, wird es wieder freigeschaltet: Unter der Nummer 08331/850-970 sind die Mitarbeiter werktags von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Hierbei können Anrufer beispielsweise Fragen zu aktuellen Regelungen in Memmingen stellen.

Dienstag, 20. Oktober, 10.40 Uhr: Medienbericht: Trumps Corona-Behandlung kostete mindestens 650.000 Dollar

Ein experimentellen Antikörper-Cocktail, Entzündungshemmer und das antivirale Medikament Remdesivir: Die Corona-Behandlung von US-Präsident Donald Trump kostet die amerikanischen Steuerzahler mindestens 650.000 Dollar. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin Business Insider. Zur Behandlung hatte ein Hubschrauber Trump in das Walter-Reed-Militärkrankenhaus unweit des Weißen Hauses geflogen. Allein ein Helikopter-Flug kostet etwa 40.000 Dollar bei einer Entfernung von gerademal 13,7 Kilometer. Trumps Helikopter wurde zudem von zwei Hubschraubern begleitet - macht unterm Strich für beide Strecken allein 240.000 Dollar. Weiterer Kostentreiber waren die Medikamente. Eine Dosis soll im Schnitt knapp 100.000 Dollar kosten. Das Magazin beziffert die Kosten für die Medikamente auf etwa 300.000 Dollar. Hinzu kamen weitere Medikamente (rund 100.000 Dollar) plus die Kosten für den Aufenthalt im Krankenhaus: Bei drei Übernachtungen waren das gut 12.000 Dollar.

Dienstag, 20. Oktober, 10.04 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz: So sind die Werte außerhalb des Allgäus

Außerhalb des Allgäus sind die Werte der Sieben-Tage-Inzidenz leicht gestiegen: Landkreis Landsberg: 57,4, Landkreis Weilheim-Schongau: 57,6, Stadt Augsburg: 99,8, Landkreis Augsburg: 49,3. In der Stadt München liegt der Wert aktuell bei 72,8, im Landkreis Garmisch-Partenkirchen bei 26,0 sowie im Landkreis Ravensburg bei 19,3. Im benachbarten Bezirk Bregenz stieg die Sieben-Tage-Inzidenz auf 163,0 - zum Vergleich: in Vorarlberg liegt der Wert bei 160,8, in Österreich bei 109,9. Im Bezirk Reutte ist die Sieben-Tage-Inzidenz bei 73,5, im Bundesland Tirol bei 158,9.

Dienstag, 20. Oktober, 9.49 Uhr: Gesamtes Ruhrgebiet gilt als Risikogebiet

Das gesamte Ruhrgebiet gilt seit Dienstagmorgen als Risikogebiet. Laut Robert Koch-Institut (RKI) ist auch die Stadt Oberhausen mit 52,7 über die wichtige Corona-Kennzahl von 50 gekommen. Auf einer Karte des RKI zieht sich ein durchgehender roter Streifen von Aachen bis Bielefeld. Die Städteregion Aachen, Solingen, Gelsenkirchen und Herne sind sogar dunkelrot markiert - sie liegen über dem Wert von 100 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Die Stadt Köln liegt mit dem Wert 97,8 noch knapp unter der 100. Allerdings nahm die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in der Domstadt von Montag auf Dienstag um 22,4 Punkte stark zu.

Dienstag, 20. Oktober, 9.30 Uhr: Landrat im Berchtesgadener Land: Zahlen im Krankenhaus steigen

Die Zahl der Covid-19-Erkrankten im Krankenhaus nimmt im Corona-Hotspot Berchtesgadener Land nach Angaben von Landrat Bernhard Kern zu. "Die Covid-Patienten werden mehr. Und das Krankenhaus in Bad Reichenhall ist natürlich gefordert", sagte der CSU-Politiker dem Bayerischen Rundfunk am Dienstag. Das sei auch der Grund für die Ausgangsbeschränkungen, die ab 14 Uhr in dem Landkreis gelten. An den Kapazitätsgrenzen sei das Krankenhaus aber nicht. Kern hofft durch die Maßnahmen auf mehr Normalität nach den Herbstferien. "Die Herbstferien werden nicht so sein, wie wir uns das eigentlich wünschen", sagte er. Für Tourismus und Wirtschaft stellten die Maßnahmen natürlich extreme Einschnitte dar. "Mir ist das Wichtigste, dass wir die Gesundheit in den Vordergrund stellen, daher auch die Beschränkungen."

Der Landkreis lag bei der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - am Montagabend bei 272,8. Das ist bundesweiter Spitzenwert. Die Menschen dürfen im Landkreis ab Dienstagnachmittag die eigene Wohnung nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Schulen, Kitas, Freizeiteinrichtungen und Restaurants müssen schließen, Veranstaltungen werden untersagt. Die Beschränkungen gelten vorerst für 14 Tage.

Dienstag, 20. Oktober, 9 Uhr: Corona-Maßnahmen: Roth fordert stärkere Beteiligung des Bundestags

Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth will eine stärkere Beteiligung des Bundestags bei Entscheidungen zu Corona-Eindämmungsmaßnahmen.

Dienstag, 20. Oktober, 8.40 Uhr: Ausgangssperre im Berchtesgadener Land gilt ab 14 Uhr

Es ist so etwas wie ein zweiter Lockdown im Berchtesgadener Land. Ausgerechnet in der dünn besiedelten und so idyllischen Gegend liegen die Corona-Zahlen auf Rekordniveau. Immer mehr Länder rüsten sich für die zweite Welle.

Dienstag, 20. Oktober, 7.56 Uhr: Huml begrüßt Ausgangsbeschränkungen im Berchtesgadener Land

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hat die Ausgangsbeschränkungen im Kreis Berchtesgadener Land als richtigen Weg bezeichnet. "Schnell steigende Corona-Zahlen ohne offensichtliche klare Infektionsherde erfordern ein schnelles Durchgreifen", teilte die Ministerin am Dienstag in München mit. Ab 14.00 Uhr gelten in der Region an der Grenze zu Österreich die ersten Ausgangsbeschränkungen seit den Kontaktsperren im Frühjahr. Die Menschen dürfen die eigene Wohnung nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Schulen, Kitas, Freizeiteinrichtungen und Restaurants müssen schließen, Veranstaltungen werden untersagt. Die Beschränkungen gelten vorerst für 14 Tage.

"Die Maßnahmen sind zwar ohne Frage einschneidend", sagte Huml. Aber angesichts der hohen Infektionszahlen müsse die Notbremse gezogen werden. Der Landkreis lag bei der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen - am Montagabend bei 272,8. Das ist bundesweiter Spitzenwert.

Dienstag, 20. Oktober, 7.30 Uhr: Debatte um Grenzschließung wegen Corona: Bayern schließt nichts aus

Im Frühjahr führte Deutschland wegen der Corona-Pandemie eilig Grenzkontrollen wieder ein. Chaos an den Grenzübergängen war die Folge. Und nun die Neuauflage?

Dienstag, 20. Oktober, 7.05 Uhr: Oberallgäu fällt wieder unter den Frühwarnwert

Laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Morgen hat das Oberallgäu eine Sieben-Tage-Inzidenz von 34,6 Fälle pro 100.000 Einwohner. Damit liegt der Landkreis wieder unter dem Frühwarnwert von 35. Die Stadt Kaufbeuren liegt mit 36,0 leicht darüber, wie auch Kempten (39,0). Alle anderen Allgäuer Städte und Landkreise überschreiten den Warnwert von 50.

Die gestern verkündeten Maßnahmen des Landkreises Oberallgäu gelten trotzdem. Laut LGL, das die aktuelle Inzidenzwerte immer nachmittags veröffentlicht, liegt das Oberallgäu noch über 35. Laut Ministerium gelten immer die höheren Werte.

Dienstag, 20. Oktober, 6.40 Uhr: Hunderte Schüler im Allgäu in Quarantäne

Das Virus hat immer stärkere Auswirkungen auf die Schulen: Im Allgäu sind inzwischen Hunderte Schüler in Quarantäne.

Dienstag, 20. Oktober, 6 Uhr: 6868 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Dienstagmorgen 6868 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Der Wert liegt damit deutlich über den 4122 gemeldeten Fällen vom Dienstag vergangener Woche. Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht. Die jetzigen Werte sind allerdings nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Experten zufolge sind die neu gemeldeten Infektionen wegen der Zeit zwischen Ansteckung, Test, Ergebnis und Meldung ein Hinweis darauf, wie stark das Virus vor etwa einer Woche in der Gesellschaft unterwegs war. Deshalb dauere es auch, bis sich politische Maßnahmen in den Meldezahlen niederschlagen könnten.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 373.167 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 20.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9836. Das waren 47 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 298 300 Genesene.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Montag bei 1,35 (Vortag: 1,44). Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Mittel 13 bis 14 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert nun bei 1,25 (Vortag: 1,35). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Montag, 19. Oktober, 21.20 Uhr: Drosten und Kollegen warnen vor Konzept der Herdenimmunität

Der Berliner Virologe Christian Drosten und andere Kollegen stellen sich entschieden gegen Forderungen, Corona-Beschränkungen aufzuheben und gleichzeitig den Schutz besonders gefährdeter Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. "Mit Sorge nehmen wir zur Kenntnis, dass erneut die Stimmen erstarken, die als Strategie der Pandemiebekämpfung auf die natürliche Durchseuchung großer Bevölkerungsteile mit dem Ziel der Herdenimmunität setzen", heißt es in einer Stellungnahme der Gesellschaft für Virologie (GfV) mit Sitz in Heidelberg, an der auch Drosten beteiligt war. Herdenimmunität bedeutet, dass ein großer Teil der Bevölkerung nach einer Infektion oder Impfung immun geworden ist, und sich das Virus dadurch nicht mehr so gut ausbreiten kann.

Eine unkontrollierte Durchseuchung würde zu einer eskalierenden Zunahme an Todesopfern führen, schreiben die Virologen. Denn selbst bei strenger Isolierung älterer Menschen gebe es noch weitere Risikogruppen, die viel zu zahlreich, zu heterogen und zum Teil auch unerkannt seien, um aktiv abgeschirmt werden zu können. "Ein erhöhtes Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf ergibt sich beispielsweise bei Übergewicht, Diabetes, Krebserkrankungen, einer Niereninsuffizienz, chronischen Lungenerkrankungen, Lebererkrankungen, Schlaganfall, nach Transplantationen und während einer Schwangerschaft."

Laut GfV weiß man noch nicht zuverlässig, wie lange eine durch eine Infektion erworbene Immunität anhält. Das Anstreben der Herdenimmunität ohne Impfung sei unethisch sowie medizinisch, gesellschaftlich und damit auch ökonomisch hochriskant.

Montag, 19. Oktober, 20.15 Uhr: Realschule Buchloe - eine Klasse ist in Quarantäne

Auch an der Buchloer Realschule ist eine Klasse in Quarantäne. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 19. Oktober, 19.15 Uhr: Grenze zwischen den USA und Kanada bleibt weitgehend zu

Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus bleibt die Grenze zwischen den USA und Kanada für mindestens einen weiteren Monat weitgehend geschlossen. Vorerst bis zum 21. November blieben nicht unbedingt notwendige Grenzüberquerungen untersagt, teilte Kanadas Premierminister Justin Trudeau am Montag über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Trudeau hatte zuvor bereits angedeutet, dass er angesichts steigender Coronavirus-Infektionszahlen in den USA keine Möglichkeit für eine baldige Öffnung der Grenze sehe. "Die USA sind nicht in einer Situation, in der wir mit einem guten Gefühl die Grenzen öffnen könnten", hatte der Premierminister in der kanadischen Radioshow Smart Start gesagt.

Montag, 19. Oktober, 19 Uhr: Frankreichs "Première Dame" Brigitte Macron in Corona-Quarantäne

Frankreichs Präsidentengattin Brigitte Macron hatte Kontakt mit einem Corona-Infizierten und wird deshalb nicht an der nationalen Gedenkfeier für den ermordeten Lehrer Samuel Paty an diesem Mittwoch teilnehmen. Das bestätigten Kreise des Amts von Staatschef Emmanuel Macron am Montag.

Laut ergänzenden Informationen der französischen Nachrichtenagentur AFP begibt sich die Frau des Staatspräsidenten für sieben Tage in Isolation. Die "Première Dame" hat demnach keine Symptome. Die frühere Lehrerin sei am vergangenen Donnerstag mit einem Menschen zusammengekommen, der am Montag positiv getestet wurde und Symptome der Covid-19-Krankheit zeige.

Paty war am Freitag in einem Pariser Vorort von einem Terrorverdächtigen getötet und enthauptet worden. Am Mittwoch ist eine nationale Gedenkfeier mit Emmanuel Macron in der Sorbonne-Universität geplant.

Montag, 19. Oktober, 18.30 Uhr: Freizeiteinrichtungen, Gastronomie, Schulen und Kitas im Berchtesgadener Land müssen schließen

Im Landkreis Berchtesgadener Land müssen angesichts extrem gestiegener Corona-Zahlen Schulen und Kitas schließen. Es soll lediglich eine Notbetreuung geben, wie Landrat Bernhard Kern am Montagabend in Bad Reichenhall sagte. Dies sind bayernweit die ersten umfassenden Schul- und Kita-Schließungen seit mehreren Monaten. Die Allgemeinverfügung gilt von Dienstagmittag an zunächst für zwei Wochen.

Freizeiteinrichtungen aller Art sowie Restaurants sind ebenfalls von den Schließungen betroffen. Ausnahmen gibt es nach Angaben von Landrat Bernhard Kern vom Montagabend unter anderem für Mitnahme-Angebote in der Gastronomie. Veranstaltungen werden untersagt, mit Ausnahme von Gottesdiensten. Hotels müssen ebenfalls schließen, außer für Übernachtungen für Geschäftsreisende. Dies sind bayernweit die schärfsten Beschränkungen des öffentlichen Lebens seit mehreren Monaten.

Weitere Informationen zu der Situation im Berchtesgadener Land lesen Sie hier.

Montag, 19. Oktober, 18.20 Uhr: Ausgangsbeschränkung im Berchtesgadener Land

Angesichts extrem gestiegener Corona-Zahlen gelten im gesamten Landkreis Berchtesgadener Land ab diesen Dienstag um 14.00 Uhr strikte Ausgangsbeschränkungen. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist dann nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Das teilte Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) am Montagabend nach einer Krisensitzung mit Landratsamt und Regierung von Oberbayern in Bad Reichenhall mit. Dies sind bayernweit die ersten Ausgangsbeschränkungen seit mehreren Monaten.

Montag, 19. Oktober, 18 Uhr: Grundschule Westerheim im Unterallgäu geschlossen

In Westerheim wurde am Montag die Grundschule sicherheitshalber geschlossen. Da sich zwei Betreuungskräfte mit dem Coronavirus infiziert hatten, wurden zunächst die Schüler, die in Kontakt mit ihnen standen, ebenfalls getestet. Das Ergebnis: drei von ihnen haben sich mit Covid-19 infiziert. Daraufhin fand laut Bürgermeisterin Christa Bail eine Reihentestung an der Schule statt. Die vierte Klasse steht demnach unter Quarantäne. Am Dienstag bleibt die Schule, die normalerweise von rund 100 Kindern besucht wird, in jedem Fall noch geschlossen.

Im Idealfall könnte ab Mittwoch dort wieder unterrichtet werden, hofft Bail. Zudem gibt es erneut einen Corona-Fall im Westerheimer Kindergarten. Die betroffene Gruppe steht unter Quarantäne. Auch dort wurden alle Kinder und Mitarbeiter getestet.

Montag, 19. Oktober, 17.15 Uhr: Fast komplette Q12 an Memminger Gymnasium in Quarantäne

Nun steht es fest: Fast die komplette Q12 des Bernhard-Strigel-Gymnasiums muss in Quarantäne. Laut Gesundheitsamt betrifft das 52 der 68 Schüler aus der Q12. Sie werden laut Schulleitung am morgigen Dienstag ebenso auf Corona getestet wie die acht Lehrer, die Kurse in der Q12 geben.

Montag, 19. Oktober, 17.00 Uhr: Drei bayerische Bezirke über der kritischen 50er-Marke

Drei von sieben bayerischen Bezirken haben mittlerweile mehr als 50 Corona-Infizierte pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Oberbayern hat mit knapp 61 den höchsten Wert der Regierungsbezirke erreicht, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Montag in Erlangen berichtete. Auch Schwaben mit gut 56 und Niederbayern mit rund 54 haben demnach die 50er-Warnstufe überschritten.

Dahinter folgten Unterfranken (40), die Oberpfalz (35), Mittelfranken (31) und Oberfranken (22). Die starke Zunahme von Neuinfektionen ist somit insbesondere im Süden Bayerns festzustellen, während es im Norden des Freistaats deutlich weniger neue Fälle gibt. Ganz Bayern liegt mit einem Wert von 48 aber nur noch knapp unterhalb der wichtigen Warnstufe.

Spitzenreiter bei den Kommunen ist der Landkreis Berchtesgadener Land, der mit 252 bundesweit den höchsten Wert registrierte. Dahinter folgte Bayerns drittgrößte Stadt Augsburg mit 118. Nach Angaben des LGL kamen auch noch der Landkreis Mühldorf am Inn (104) und die Stadt Weiden (101) über die 100er-Marke.

Zwischen 50 und 100 rangierten die Landkreise Augsburg, Dachau, Ebersberg, Fürstenfeldbruck, Miltenberg, Neuburg-Schrobenhausen, Neustadt/Waldnaab, Ostallgäu, Passau, Pfaffenhofen/Ilm, Regen, Rosenheim, Rottal-Inn, Schweinfurt, Tirschenreuth, Unterallgäu, Weilheim-Schongau und die Städte München, Ingolstadt, Memmingen, Rosenheim, Schweinfurt sowie Straubing.

Montag, 19. Oktober, 16.20 Uhr: Corona-Pflegebonus - rund 33.000 Anträge noch nicht bearbeitet

Etwa jeder zehnte Antrag auf den Corona-Pflegebonus in Bayern war Anfang Oktober noch nicht bearbeitet. Wie aus einer am Montag veröffentlichten Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Florian von Brunn (SPD) hervorgeht, waren etwa drei Monate nach Ablauf der Antragsfrist Ende Juni noch rund 38 000 der mehr als 350 000 Anträge in Bearbeitung. Stand Montag waren es nach Angaben des Gesundheitsministeriums noch rund 33.000.

Knapp 264.000 Anträge waren bis 9. Oktober ausgezahlt, fast 50 000 abgelehnt oder storniert worden - darunter etwa 11.600 Doppelanträge. Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Ruth Waldmann, bezeichnete die noch nicht bearbeiteten Anträge am Montag als "Ärgernis". Wolle die Staatsregierung die Leistung von Pflege- und Rettungskräften honorieren, müsse dies "reibungslos klappen".

Das Gesundheitsministerium wies die Kritik als "sachlich nicht nachvollziehbar" zurück. 90 Prozent der Anträge seien inzwischen fertig bearbeitet, sagte eine Sprecherin am Montag. In Einzelfällen könne sich die Auszahlung verzögern, weil Unterlagen nicht vorlägen. Die Bearbeitung der Anträge dauere aber nicht länger als in den Vormonaten.

Montag, 19. Oktober, 16.10 Uhr: Corona-Warn-App startet länderübergreifende Risiko-Ermittlung - Zwei EU-Länder nicht dabei

In einem ersten Schritt tauschen die Apps aus Deutschland, Irland, und Italien über das Euro-Gateway die Corona-Warnungen aus. Weitere Staaten, darunter Dänemark, Lettland und Spanien, sollen kurze Zeit später folgen, Länder wie Niederlande, Österreich, Polen und Tschechien voraussichtlich im November. Zum Jahresende könnten bis zu 16 nationale Apps miteinander gekoppelt sein. Auch ein Datenaustausch mit der Schweiz ist im Gespräch.

Aus technischen Gründen wird die offizielle Corona-Warn-App Frankreichs vorerst nicht an dem europäischen Datenaustausch teilnehmen können. Die Franzosen haben sich für ein zentrales Speicherkonzept entschieden, das mit dem Verfahren in den anderen EU-Staaten nicht kompatibel ist. Auch Ungarn hat sich für ein zentrales Konzept entschieden und kann derzeit nicht in das EU-Gateway eingebunden werden.

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Manuel Höferlin sagte, er wisse von der Lösung eines deutschen Start-ups, die den Datenaustausch auch zwischen zentralen und dezentralen Speichermodellen ermögliche. Der Vorsitzende des Ausschusses Digitale Agenda forderte die Bundesregierung auf, diesen Ansatz auszuloten. "Der reibungslose Datenaustausch mit Nachbarländern wie Frankreich muss schon aufgrund der täglichen Pendlerströme höchste Priorität haben."

Montag, 19. Oktober, 15.20 Uhr: Unterallgäu überschreitet Warnwert

Die Corona-Ampel im Unterallgäu steht jetzt auf Rot. Grund ist die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage bezogen auf 100.000 Einwohner. Diese Sieben-Tage-Inzidenz ist übers Wochenende über den Grenzwert von 50 geschnellt, und zwar auf 59,17.

Damit gelten automatisch so lange verschärfte Corona-Beschränkungen, bis der Grenzwert volle sechs Tage wieder unterschritten wird. Private Feiern und Kontakte sind beispielsweise nun auf maximal fünf Personen oder zwei Haushalte begrenzt. Außerdem ist ab 22 Uhr Sperrstunde, es gilt ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen und ein Verbot, nach 22 Uhr Alkohol an Tankstellen zu verkaufen.

Aktuell sind 108 Unterallgäuer nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, seit Freitag wurden 33 Neuinfektionen registriert. Weil in dieser Zeit gleichzeitig 44 Unterallgäuer wieder genesen sind, ist die Zahl der Infizierten von zuletzt 119 um elf gesunken. Insgesamt wurden bisher 644 Unterallgäuer positiv getestet, 516 von ihnen gelten als genesen, 20 sind gestorben.

Montag, 19. Oktober, 15 Uhr: Corona-Fall an zweitem Memminger Gymnasium

Nach dem Memminger Vöhlin-Gymnasium und der FOS/BOS Memmingen gibt es nun auch einen bestätigten Corona-Fall am Memminger Bernhard-Strigel-Gymnasium. Laut Schulleiter Dr. Thomas Wolf wurde ein Schüler der Q12 positiv getestet. „Wir haben das dem Gesundheitsamt gemeldet und warten nun, ob die gesamte Q12 mit ihren insgesamt 68 Schülern in Quarantäne muss.“ Eine Rückmeldung soll es noch am Montag, 19. Oktober, geben. Sollten die Schüler zu Hause bleiben müssen, werden sie entsprechende Aufgaben bekommen und im Homeschooling arbeiten, so Wolf. Sicherheitshalber getestet werden am Dienstag, 20. Oktober, auch acht Lehrer, die Kurse in der Q12 geben.

Montag, 19. Oktober, 14.45 Uhr: Südafrika stuft Deutschland als Hochrisikoland ein

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen in Deutschland hat Südafrika am Montag auch die Bundesrepublik auf die Liste seiner Hochrisikoländer gesetzt. In einer Erklärung teilte die Regierung in Pretoria mit, für Geschäftsreisende, Investoren oder Experten seien auf Antrag aber ebenso Ausnahmen für eine Einreise möglich wie für Deutsche mit Immobilien im Lande. Südafrika hatte den regulären internationalen Flugverkehr erst Anfang des Monats nach rund sechsmonatiger Sperre wieder für den Reiseverkehr aus dem Ausland geöffnet. Ausgeschlossen sind allerdings weiter Touristen aus Ländern, die als Hochrisikogebiete gelten.

Auf der am Montag von der Regierung bekanntgegebenen Liste stehen unter anderen Frankreich, Chile, die Niederlande, Spanien, die USA oder Großbritannien. Die Einreise aus anderen Ländern ist aber weiter an bestimmte Auflagen gebunden. Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa hatte die Lockerung der Corona-Beschränkungen mit sinkenden Infektionszahlen in dem Kap-Staat begründet. In Südafrika wurden bisher knapp 704 000 Corona-Fälle bestätigt, darunter auch Gesundheitsminister Zweli Mkhize und seine Frau; rund 18 470 Menschen starben. Die Regierung hatte Ende März landesweit eine Ausgangssperre verhängt, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Die Restriktionen haben eine verheerende Auswirkung auf die Wirtschaft.

Montag, 19. Oktober, 14.20 Uhr: Marktoberdorfer Schulleiter in Quarantäne

Auch in Marktoberdorf gibt es aufgrund positiv getesteter Schüler und Lehrer erneut Quarantänefälle. So steht etwa an der Grundschule in Thalhofen nicht nur eine dritte Klasse, sondern sogar der Schulleiter selbst aktuell unter Corona-Quarantäne. Auslöser dort war ein Coronafall in der Klasse 3b: „Ich selbst bin tangiert, weil ich als Fachlehrer eine Stunde Sport in der Klasse gegeben habe“, erläutert Schulleiter Herbert Eigler am Telefon. Ansonsten seien gut 20 Schüler und die 3b-Klasslehrerin von den bis zu 14-tägigen Schutzmaßnahmen betroffen. Gestern wurden die Thalhofener erstmals in der Ostallgäuer Teststation am Marktoberdorfer Marktplatz auf Covid-19 getestet, der zweite Reihentest folgt laut Eigler am Donnerstag. „Dennoch müssen wir alle bis 30. Oktober vorsichtshalber in Quarantäne, also zu Hause bleiben.“ Eigler betont zugleich, wie froh er ist, dass nur eine Klasse in Quarantäne muss. „Daran sieht man doch, dass unsere Schutzmaßnahmen mit der strikten Klassentrennung einen Wert hatten und dass sie greifen.“

Aktuell befinden sich außerdem an der Marktoberdorfer Realschule eine Klasse und drei Lehrer in Quarantäne. An der Marktoberdorfer Adalbert-Stifter-Grundschule sei dagegen „Gott sei Dank“ derzeit nur eine Lehrkraft in Quarantäne, berichtet Schulleiterin Bettina Schlegl. „Außerdem bleibt ein Kind vorsorglich zu Hause, weil in der Arbeit seines Papas ein Fall ist.“

Montag, 19. Oktober, 14.15 Uhr: Söder: Auch Hessen schafft Beherbergungsverbot ab

Hessen schafft das Beherbergungsverbot für Reisende aus innerdeutschen Corona-Hotspots ab. Es habe sich nicht als zielführend erwiesen, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Montag in Wiesbaden zur Begründung. In Hessen galt seit Sommer ein Beherbergungsverbot. Diese Regel im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus gab es nicht bundesweit. Als Gebiete mit erhöhten Infektionsgefahren gelten Regionen, in denen binnen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner aufgetreten sind.

In Baden-Württemberg und Niedersachsen zum Beispiel wurden die Verbote inzwischen in Eilverfahren gekippt. In anderen Bundesländern halten die Landesregierungen von sich aus nicht mehr daran fest. Vor dem Bundesverfassungsgericht ist derzeit eine Klage anhängig, bei der es um das Beherbergungsverbot in Schleswig-Holstein geht.

Mehrere Länder haben bereits das Beherbergungsverbot abgeschafft. Auch Bayern verkündete bereits das Ende des Verbots.

Montag, 19. Oktober, 13.41 Uhr: Söder: Kommunen sollen Maskensünder mehr kontrollieren als Parksünder

Angesichts der hohen Corona-Zahlen hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Kommunen aufgefordert, Maskenverweigerer stärker zu kontrollieren als Parksünder. Die Maske sei momentan deutlich wichtiger als die Kontrolle von Falschparkern, sagte der CSU-Chef am Montag nach einer Videoschalte des CSU-Vorstands in Nürnberg. "Deswegen ist es wichtig, dass sich da alle einbringen." Diejenigen, die sich bislang sehr stark um Parksünder kümmerten, sollten sich nun auch mit "Maskensündern" beschäftigen - zuständig sind dafür vielerorts die Ordnungsämter.

In Regionen mit hohen Corona-Zahlen in Bayern gilt inzwischen automatisch eine striktere Maskenpflicht etwa auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen, in Schulen und auch am Arbeitsplatz.

Montag, 19. Oktober, 13.20 Uhr: 71-Jähriger sorgt in Aachen mit Pfefferspray für Corona-Abstand

Mit Pfefferspray soll ein 71-Jähriger in Aachen versucht haben, andere Menschen auf Abstand zu halten. Nach Polizeiangaben von Montag hatte der Mann am Wochenende zuerst eine Gruppe von Joggern und anschließend zwei Radfahrer "völlig unvermittelt mit Pfefferspray eingenebelt". Das radelnde Ehepaar (51/49) habe "gerade noch unfallfrei" vom Pedelec steigen und die Polizei rufen können. Die Jogger seien verschwunden. Der Streife sagte der 71-Jährige, er habe die anderen aus seiner Sicht nur so auf gebührendem Corona-Abstand halten können. Er bekam eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Montag, 19. Oktober, 13.03 Uhr: Gäste feiern ohne Maske - Polizei löst Party in Kempten auf

Etwa 50 Gäste haben am Sonntagabend eine Party in Kempten gefeiert. Zehn von ihnen trugen keinen Mundschutz, zudem wurde laut Polizei der Sicherheitsabstand nicht eingehalten. Die Beamten hatten einen Tipp bekommen und schauten sich daraufhin die Feier genauer an. Der Verantwortliche sagte, bei der Party handle es sich um eine geschlossene Veranstaltung. Er hatte allerdings weder eine dafür notwendige Gästeliste noch ein Hygienekonzept. Die Polizisten zeigten den Veranstalter an wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

Montag, 19. Oktober, 12.52 Uhr: Corona-Ampel: Diese Regeln gelten jetzt im Allgäu

Weil die Zahl der Corona-Neuinfektionen in ganz Bayern stark ansteigt, gelten jetzt schärfere Maßnahmen, auch im Allgäu. Aber ab wann gelten sie - und wo? Ein Überblick.

Montag, 19. Oktober, 12.22 Uhr: Ministerpräsident: Lockdown für Landkreis Berchtesgadener Land

Der Landkreis Berchtesgadener Land hat eine Sieben-Tage-Inzidenz von aktuell 252,1. Das ist bundesweit derzeit spitze. Aus diesem Grund hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder seine Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) gebeten, für den Landkreis ein "umfassendes Maßnahmenpaket zu machen", sagte er nach der CSU-Vorstandssitzung am Montagvormittag in Nürnberg. Die Zahl der Infizierten sei in dem Landkreis einfach zu hoch - massive Einschränkungen müssten nun folgen. Das Paker der Maßnahmen werde einem Lockdown entsprechen, sagte Söder.

Montag, 19. Oktober, 12.02 Uhr: Hamburg überschreitet Corona-Warnwert - Sieben-Tage-Wert über 50

Hamburg hat in der Corona-Pandemie die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Die Gesundheitsbehörde gab den Wert für den Stadtstaat am Montag mit 50,6 an. Bund und Länder hatten beschlossen, dass schärfere Regeln greifen müssen, wenn dieser Grenzwert überschritten wird.

Montag, 19. Oktober, 11.44 Uhr: Lehrerin an Kemptener Schule positiv getstet: 15 Schüler in Quarantäne

Eine Lehrerin am Hildegardis Gymnasium in Kempten wurde positiv auf Covid-19 getestet. 15 Schüler der Oberstufe befinden sich derzeit in zweiwöchiger Quarantäne, elf weitere können erst wieder in die Schule, sobald sie ein negatives Testergebnis vorweisen. Das bestätigt die Schulleitung. Die Lehrerin hatte die betroffenen Schüler demnach am vergangenen Dienstag unterrichtet. Laut Schulleiter Markus Wenninger liegt das positive Testergebnis der Lehrerin seit Freitag vor. Weitere Klassen habe die Lehrerin nicht unterrichtet. Eine zweite Lehrerin, die mit der Infizierten Kontakt hatte, warte derzeit auf ihr Testergebnis. Dass die zwei Schülergruppen unterschiedliche Auflagen erhalten haben, liege an der Größe ihrer Kurse im Verhältnis zur Raumgröße, erklärt Wenninger die Anordnungen des Gesundheitsamts. Die größere Gruppe dürfe das Haus nicht verlassen und werde vom Gesundheitsamt getestet. Die Schüler der anderen Gruppe müssten sich selbst um Tests kümmern, sagt Wenninger.

Eine Schülerin habe bereits ein Negativergebnis vorgelegt und darf ab Dienstag wieder am Präsenzunterricht teilnehmen. Für alle anderen werden Materialien online bereitgestellt. Sollte sich herausstellen, dass sich ein Schüler angesteckt hat, könnte sich die Quarantäne laut Weninger auf die gesamte Jahrgangsstufe erweitern.

Montag, 19. Oktober, 11.22 Uhr: Bei Erkältung sind ab heute wieder Krankschreibung per Telefon möglich

Wegen der verschärften Corona-Lage können Patienten mit Erkältungsbeschwerden sich jetzt wieder bundesweit telefonisch eine Krankschreibung besorgen. Die Sonderregelung trat am Montag in Kraft und gilt vorerst bis zum Jahresende.

Montag, 19. Oktober, 10.43 Uhr: Söder kündigt für Mittwoch Regierungserklärung zu Corona an

Ministerpräsident Markus Söder will angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen an diesem Mittwoch eine Regierungserklärung im bayerischen Landtag abgeben. Er wolle sich darin "umfassend mit der Konzeption, der Strategie, aber auch der Frage beschäftigen, wie es weitergeht", sagte der CSU-Chef am Montag vor einer Videoschalte des CSU-Vorstands in Nürnberg. Zudem solle es um weitere Hilfen für von der Corona-Krise betroffene Branchen gehen.

Söder warnte erneut vor einem zweiten Lockdown und sagte: "Auf Dauer wird es schwer sein, weitere Einschränkungen zu verhindern." Um ohne einen zweiten Lockdown auszukommen, müsse man nun "ernsthaft gemeinschaftliche Maßnahmen ergreifen".

Montag, 19. Oktober, 10.31 Uhr: Moskau will bald mit Massenimpfungen gegen Corona beginnen

In der russischen Hauptstadt Moskau sollen in den nächsten Monaten Massenimpfungen gegen das Coronavirus beginnen. Damit werde zwischen Dezember und Januar begonnen, schrieb Bürgermeister Sergej Sobjanin am Montag in seinem Blog. Die ersten größeren Lieferungen des ersten russischen Impfstoffes würden im nächsten Monat eintreffen. "Das wird der endgültige Sieg über die Pandemie sein", meinte Sobjanin. Das russische Vakzin mit dem Namen "Sputnik-V" war schon im August freigegeben worden. International gab es Kritik daran, weil die Freigabe noch vor dem Abschluss wichtiger Tests erfolgte. Derzeit laufen breit angelegte Phase-III-Studien. Mittlerweile ist ein zweiter in Russland entwickelter Impfstoff freigegeben worden.

In dem flächenmäßig größten Land der Erde steigt seit Wochen die Zahl der Neuinfektionen rasant. Am Montag wurden der offiziellen Statistik zufolge 15.982 Fälle an einem Tag gemeldet - so viele wie noch nie. Damit gibt es bislang mehr als 1,3 Millionen registrierte Infektionen. Zum Vergleich: In Deutschland haben sich seit Beginn der Corona-Krise laut dem Robert Koch-Institut bis Montag mehr als 366.000 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. In Russland werden die meisten Erkrankungen in Moskau registriert. Landesweit starben nach offiziellen Angaben mehr als 24 000 Menschen mit dem Virus, mehr als eine Million erholten sich.

Montag, 19. Oktober, 10.07 Uhr: Söder fordert bundesweit Maskenpflicht bei hohen Corona-Zahlen

CSU-Chef Markus Söder fordert eine bundesweite Maskenpflicht für Regionen mit hohen Corona-Zahlen. Bei mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen solle eine Maskenpflicht in Schulen, auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen und auch am Arbeitsplatz gelten, wenn Mindestabstände nicht eingehalten werden könnten, sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag vor einer Schalte des CSU-Vorstands in Nürnberg.

Montag, 19. Oktober, 9.40 Uhr: Umfrage: Jeder Zehnte will sich mit Toilettenpapier eindecken

Einer Umfrage zufolge will sich rund jeder zehnte Verbraucher in Deutschland in den kommenden Wochen verstärkt mit Toilettenpapier, Nudeln und anderen Waren des täglichen Gebrauchs eindecken. Das ergab eine repräsentative Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov unter knapp 6000 Menschen Mitte Oktober. Demnach antworteten neun Prozent der Teilnehmer auf die entsprechende Frage mit "ja" oder "eher ja". Fast zwei Drittel (64 Prozent) schlossen derartige Hamsterkäufe dagegen ausdrücklich aus. Vor allem jüngere Menschen wollen sich der Umfrage zufolge mit mehr Toilettenpapier und Nudeln eindecken: Am häufigsten beantworteten Menschen zwischen 25 und 34 Jahren die Frage mit "ja" oder "eher ja" (15 Prozent).

In den vergangenen Tagen hatten Politiker bereits auf vereinzelte Meldungen über eine steigende Nachfrage nach einigen lagerbaren Produkten reagiert. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) appellierte an die Verbraucher, trotz der steigenden Zahl von Corona-Infektionen keine größeren Mengen einzukaufen als sonst. "Für Hamsterkäufe gibt es keinen Grund", sagte sie der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montag). "Die Lieferketten funktionieren - das gilt nach wie vor." Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) sagte, die Verbraucher müssten "sich keine Sorgen machen", was die Versorgung des Einzelhandels betreffe.

Montag, 19. Oktober, 8.53 Uhr: Gastgewerbe kommt nur langsam auf dem Corona-Tief

Das Gastgewerbe in Deutschland hat sich im August in kleinen Schritten weiter aus dem Corona-Tief gearbeitet. Die preisbereinigten Umsätze (real) lagen 5,5 Prozent über dem Wert vom Juli, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden berichtete. Im Vergleich zum Vorkrisenniveau vom Februar klafft allerdings immer noch eine Lücke von 23,3 Prozent. Mit den starken Einbrüchen aus der Zeit der strengen coronabedingten Einschränkungen ab Mitte März bis Mitte Mai liegt die Branche in den ersten acht Monaten um 35 Prozent hinter den preisbereinigten Umsätzen des Vorjahreszeitraumes. Besonders hart trifft es Hotels und andere Beherbergungsbetriebe, deren Erlöse real um 41,7 Prozent einbrachen. Gaststätten, Restaurants und andere Verpflegungsdienstleister verzeichneten ein Minus von 31,2 Prozent in den ersten acht Monaten.

Angesichts wieder steigender Corona-Zahlen wurden zuletzt die Corona-Maßnahmen verschärft. Für Verärgerung der Branche sorgte vor allem die uneinheitliche Linie der Länder beim umstrittenen Beherbergungsverbot für Gäste aus Risikogebieten. Dieses ist inzwischen in mehreren Ländern von Gerichten gestoppt worden.

Montag, 19. Oktober, 8.30 Uhr: Slowenien verhängt erneut Corona-Notstand - Starke Anstiege

Wegen der rasch steigenden Anzahl von Infektionen mit dem Corona-Virus hat Slowenien am Montag erneut einen 30-tägigen Pandemie-Notstand ausgerufen. Dies berichtete die slowenische Nachrichtenagentur STA in der Nacht zum Montag. Unmittelbare Konsequenzen hat dieser Schritt vorerst keine. Er bildet aber die Grundlage dafür, dass die Behörden auch lokal abgestufte neue Maßnahmen und Einschränkungen anordnen können. Ein erster Corona-Notstand war in dem EU-Land vom 12. März bis Ende Mai verhängt worden. Bereits seit letztem Freitag gilt ein teilweiser Lockdown. In neun von zwölf Regionen dürfen die Bewohner ihre jeweilige Region nicht verlassen. Es gibt allerdings Ausnahmen, wie etwa Fahrten zum Arbeitsplatz. Außerdem trat am Montag ein Plan in Kraft, dass Schüler ab der 6. Schulstufe nur noch im Fernunterricht unterrichtet werden.

In Slowenien wurden am Sonntag 726 und am Vortag 897 Neuinfektionen mit dem Coronavirus bekannt. Damit hat sich die Zahl der aktiven Fälle in dem Zwei-Millionen-Einwohner-Land binnen einer Woche nahezu verdoppelt. Die Anzahl der Infizierten der letzten 14 Tage pro 100 000 Einwohner wurde am Sonntag mit 317 angegeben. Seit Beginn der Pandemie im März haben sich nach offiziellen Angaben 13 151 Menschen mit dem Virus Sar-CoV-2 angesteckt, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. 187 von ihnen starben an den Folgen einer Corona-Erkrankung.

Montag, 19. Oktober, 7.55 Uhr: Fast gesamtes Allgäu über Warnwert

Die Zahl der Corona-Infektionen in der Region steigt weiter – und damit auch die Sieben-Tage-Inzidenz der einzelnen Städte und Kreise. Fast das gesamte Allgäu liegt seit Montag über dem Warnwert, allein Kempten liegt mit einem Wert von 34,7 noch knapp unter dem Frühwarnwert.

Das Ostallgäu und Memmingen liegen am Montag sogar bei 68 und befinden sich damit weiter im roten Bereich der 7-Tage-Inzidenz. Das bedeutet: Private Feiern und Kontakte werden auf maximal fünf Personen oder zwei Haushalte begrenzt, ab 22 Uhr gilt die Sperrstunde.

In Kaufbeuren, dem Unterallgäu, Lindau und dem Oberallgäu liegt am Montag die 7-Tage-Inzidenz jeweils über 35. Das bedeutet, dass dort private Feiern und Kontakte auf maximal 10 Personen beschränkt werden, Sperrstunde gilt ab 23 Uhr.

Montag, 19. Oktober, 7.10 Uhr: Zahl der Infektionen im Allgäu steigt am Montag weiter

Das Robert-Koch-Institut meldet am Montag für das Allgäu 316 Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage. Am Sonntag waren es noch 285. Die Stadt Memmingen und der Landkreis Ostallgäu waren bereits am Wochenende über dem Grenzwert. Auch in anderen Allgäuer Kommunen verschlechtert sich die Lage.

Montag, 19. Oktober, 6.30 Uhr: Wie geht es weiter mit dem Tourismus im Allgäu?

Über diese Frage haben am Wochenende Tourismus-Vertreter und Politiker diskutiert. Bei vielen herrscht Existenzangst - doch auch etwas anderes ist ein Problem.

Montag, 19. Oktober,6 Uhr: 4325 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Einen guten Morgen und tollen Start in die Woche wünscht das Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Montagmorgen 4325 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Der Wert ist vergleichsweise niedrig, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln. Gemessen an den 2467 gemeldeten Infektionen vom Montag vergangener Woche ist der aktuelle Wert aber deutlich erhöht. Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert erreicht.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 366.299 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 19.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9789. Das waren zwölf mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 294.800 Genesene.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,44 (Vortag: 1,40). Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Mittel 14 bis 15 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert nun bei 1,35 (Vortag: 1,37). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Sonntag, 18. Oktober, 20.50 Uhr: FDP-Chef Lindner: Corona-Lage nicht überdramatisieren

FDP-Chef Christian Lindner hat dazu aufgerufen, angesichts der aktuellen Corona-Situation nicht nur auf Infektionszahlen zu schauen. "Es wird nur geschaut auf die Zahl der Neuinfektionen", sagte Lindner am Sonntagabend im ARD-"Bericht aus Berlin". Es gebe Experten, die auch andere Parameter in Betracht zögen, wie die Situation in den Arztpraxen oder bei der stationären Versorgung im Krankenhaus. Zudem seien zur Zeit eher jüngere Menschen infiziert. "Es wäre Alarmstufe Rot wenn jetzt Menschen in Alten- und Pflegeheimen zuerst betroffen wären." Das sei aktuell glücklicherweise nicht der Fall.

"Insofern rate ich zur Vorsicht, wir sollten aber auch nicht überdramatisieren. Ich kann nur sagen: Eine Ausgangssperre wäre völlig unverhältnismäßig", sagte Lindner und ergänzte: "Im Übrigen halte ich es auch für unverhältnismäßig, wenn bei einer kleinen privaten Feier von zehn Leuten plötzlich die Polizei klingelt, weil Nachbarn sich plötzlich denunziatorisch betätigen."

Sonntag, 18. Oktober, 20 Uhr: Negatives Testergebnis für Steinmeier bestätigt

Nach der Corona-Infektion eines Personenschützers von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist das erste negative Testergebnis des Staatsoberhaupts mit einem zweiten Verfahren bestätigt worden. Das gab eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes am Sonntag bekannt. Bereits am Samstag hatte sie mitgeteilt, dass Steinmeier negativ auf das Coronavirus getestet worden sei. Dieses Ergebnis eines Schnelltests wurde dann durch einen sogenannten PCR-Test validiert - am Sonntag lag nach Angaben der Sprecherin auch hier ein negatives Ergebnis vor. PCR-Tests sind genauer als Schnelltests.

Steinmeier bleibe in Selbstquarantäne, sagte die Sprecherin. In den kommenden Tagen soll er erneut getestet werden. Der Bundespräsident hatte sich am Samstag in Quarantäne begeben, nachdem ein Personenschützer positiv auf das Coronavirus getestet worden war.

Sonntag, 18. Oktober, 19 Uhr: Schüler am Kemptener Hildegardis-Gymnasium in Quarantäne

Am Kemptener Hildegardis-Gymnasium gibt es einen Corona-Fall: Eine Lehrerin ist unseren Informationen nach mit dem Coronavirus infiziert. Betroffen ist davon nun zunächst die Oberstufe: Ein Teil der Schüler muss in Quarantäne.

Sonntag, 18. Oktober, 16.30 Uhr: Parlament in Rom wird zum Corona-Hotspot

Im Abgeordnetenhaus in Rom häufen sich die Corona-Fälle. Nach einer Zählung der Zeitung Il Messaggero wurden bis Samstag 20 Parlamentarier und Parlamentarierinnen der größeren der zwei Kammern in Rom positiv auf das Virus getestet. Hinzu kommen Medienberichten zufolge weitere Personen, die vorsorglich in Quarantäne sind.

Sonntag, 18. Oktober, 15.50 Uhr: Lindau überschreitet Frühwarnwert

Auch der Landkreis Lindau hat den Frühwarnwert überschritten. Nun gelten neue Regeln.

Sonntag, 18. Oktober, 15.40 Uhr: Schweiz verschärft Corona-Maßnahmen

Zur Eindämmung des Coronavirus hat die Schweiz die Sicherheitsauflagen verschärft. Von Montag an seien Versammlungen mit mehr als 15 Menschen im öffentlichen Raum verboten, teilte die Regierung am Sonntag mit. Die Schweizer wurden dazu aufgerufen, private Treffen insgesamt einzuschränken. "Die Lage ist ernst", sagte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga bei einer Pressekonferenz angesichts steigenden Zahlen an Corona-Neuinfektionen.

Auch die Maskenpflicht wurde verschärft. Sie galt bisher in öffentlichen Verkehrsmitteln und wurde nun auf öffentlich zugängliche Räume wie Geschäfte, Restaurants und Museen ausgeweitet. Auch an Bahnhöfen, Flughäfen und Haltestellen müssen Schweizer künftig Mund und Nase bedecken. Darüber hinaus legte die Regierung Unternehmen nahe, Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten zu lassen, um soziale Kontakte zu reduzieren.

Sonntag, 18. Oktober, 14.50 Uhr: Corona-Übernahmeprämien für Azubis sollen länger gezahlt werden

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) will die Corona-Übernahmeprämien für Auszubildende aus insolventen Betrieben um ein halbes Jahr bis Ende 2021 verlängern. Die Prämie von 3000 Euro für kleine und mittlere Unternehmen soll dafür sorgen, dass mehr Auszubildende aus Unternehmen, die wegen der Corona-Krise zahlungsunfähig werden, ihre Lehre in einem anderen Betrieb fortsetzen können.

Karliczek sagte dem Handelsblatt (Montag), da das Insolvenzrecht derzeit wegen der Pandemie teilweise ausgesetzt ist, sei es auch "sinnvoll, diese Ausbildungsprämien bis zum Ende des nächsten Jahres zu verlängern". "Denn erst nach dem Auslaufen der Insolvenzrecht-Sonderregelungen wird sich zeigen, wie viele Auszubildende einen neuen Ausbilder brauchen, um ihre Ausbildung sicher beenden zu können."

Sonntag, 18. Oktober, 14.15 Uhr: Positiver Corona-Test - erstes Pokalspiel von Alba Berlin abgesetzt

Das erste Gruppenspiel im deutschen Basketball-Pokal von Titelverteidiger Alba Berlin ist wegen eines positiven Corona-Tests bei einem Spieler des Hauptstadtclubs abgesetzt worden. Über das weitere Vorgehen für die eigentlich am Sonntag (18.00 Uhr) geplante Partie gegen die Basketball Löwen Braunschweig in Bonn werde zu gegebener Zeit informiert, teilte die Liga weiter mit. Mit der Entscheidung wolle man der "übergeordneten gesundheitlichen Verantwortung" gerecht werden. Damit wird der nationale Spielbetrieb bereits am zweiten Tag des Pokals von der Coronavirus-Pandemie beeinflusst.

Ein Profi sei am Samstag im Rahmen der regelmäßigen Testungen positiv getestet und isoliert worden, hieß es von der Liga. Eine Entscheidung der zuständigen Gesundheitsbehörde, wie es weitergehe, stehe noch aus. Alba hatte am Freitag noch in der Euroleague bei ZSKA Moskau gespielt und in Russland überraschend mit 93:88 gewonnen.

Sonntag, 18. Oktober, 13.30 Uhr: Kramp-Karrenbauer bekräftigt Corona-Hilfsangebot der Bundeswehr

Angesichts der verschärften Corona-Lage hat Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer das Hilfsangebot der Bundeswehr etwa für die Gesundheitsämter bekräftigt. "Die Zahl der Amtshilfeanträge an die Bundeswehr nimmt gerade spürbar zu. Wir können helfen", erklärte die CDU-Politikerin am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. "So, wie es der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer fordert, sollten jetzt alle Kräfte genutzt werden, um einen Lockdown zu vermeiden. Die Bundeswehr steht bereit, um in dieser kritischen Situation die Kommunen und Länder zu unterstützen!"

Derzeit sind rund 1550 Soldatinnen und Soldaten im Rahmen der Amtshilfe gegen die Corona-Pandemie im Einsatz, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mitteilte.

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer.
Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer.
Bild: Michael Kappeler/dpa

Sonntag, 18. Oktober, 13.15 Uhr: Agrarministerin Klöckner warnt Verbraucher vorm Hamstern

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) appelliert an die Verbraucher, trotz der steigenden Zahl von Corona-Infektionen keine größeren Mengen einzukaufen als sonst. "Für Hamsterkäufe gibt es keinen Grund", sagte sie der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montag). "Die Lieferketten funktionieren - das gilt nach wie vor." Zu keiner Zeit in der Pandemie sei die Lebensmittelversorgung in Deutschland gefährdet gewesen. "Wer hortet, handelt nicht nur unlogisch, sondern auch unsolidarisch. Und am Ende landet vieles in der Tonne."

Sonntag, 18. Oktober, 13 Uhr: Kein weiterer Corona-Fall an Memminger Vöhlin-Gymnasium und Berufsoberschule

Unter den Schülern des Memminger Vöhlin-Gymnasiums sowie der Fach- und Berufsoberschule (FOS/BOS), die sich derzeit in Quarantäne befinden, gibt es nach Tests auf das SarsCoV-2-Virus vom Freitag keinen weiteren positiven Fall. Selbiges gilt für deren Lehrer: Dies teilte auf Nachfrage am Sonntag Oberbürgermeister Manfred Schilder mit. Nachdem zwei Schüler beider Bildungseinrichtungen positiv getestet worden waren, ist für die Q11 des Vöhlin - insgesamt 105 Oberstufenschüler und –schülerinnen- sowie für 38 Jugendliche der zwölften und 13. Jahrgangsstufe der FOS/BOS eine Quarantäne bis Freitag, 23.Oktober, angeordnet worden.

Sonntag, 18. Oktober, 12.45 Uhr: Stadt Memmingen überschreitet Corona-Warnwert erneut

Nach oben geschossen ist in Memmingen die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz, der die Zahl der positiv Getesteten pro 100.00 Einwohner innerhalb einer Woche angibt. Meldete die Stadt am Freitag noch einen Wert von 31,7, so bezifferte sie ihn am Sonntag mit 70,3. Oberbürgermeister Manfred Schilder kündigte an, dass eine Krisengruppe bei ihrem Treffen am Montag die Lage neu bewerten und über das weitere Vorgehen beraten werde. Noch bis einschließlich Montag gilt die Allgemeinverfügung der Stadt, die unter anderem eine maximale Teilnehmerzahl von fünf Personen bei privaten Treffen festlegt. Auf einen einzelnen konkreten Herd lässt sich die Steigerung des Inzidenzwerts laut dem OB nicht zurückführen – vielmehr liege die Ursache in weit gestreuten Einzelgeschehen, was die Lage schwieriger und gefährlicher mache.

Sonntag, 18. Oktober, 12.30 Uhr: Corona: Sloweniens Gesundheitsamt stellt Kontakt-Nachverfolgung ein

Wegen der rasch steigenden Zahl von Infektionen mit dem Corona-Virus hat das slowenische Gesundheitsamt am Samstag die Nachverfolgung der Kontakte von positiv getesteten Menschen eingestellt. Man sei nicht mehr in der Lage, die große Zahl der Fälle zu bewältigen, hieß es. Positiv Getestete werden aber weiterhin vom Gesundheitsamt über ihre Infektion informiert. Zugleich erhalten sie die Anweisung, in Quarantäne zu gehen und ihre relevanten Kontakte selbstständig zu informieren.

Im EU-Land Slowenien wurden am Sonntag 726 und am Vortag 897 Neuinfektionen mit dem Coronavirus bekannt. Damit hat sich die Zahl der aktiven Fälle in dem Zwei-Millionen-Einwohner-Land binnen einer Woche nahezu verdoppelt. Die Zahl der Infizierten der letzten 14 Tage pro 100 000 Einwohner wurde am Sonntag mit 317 angegeben.

Sonntag, 18. Oktober, 12.00 Uhr: Drei Kommunen in NRW um das Doppelte über höchster Warnschwelle

In Nordrhein-Westfalen überschreiten immer mehr Kommunen die Corona-Warnschwellen. In drei Kommunen lagen die Infektionsquoten nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag sogar schon um das Doppelte über dem Grenzwert, der die bislang schärfsten Einschränkungen im öffentlichen und privaten Leben vorsieht: Herne (111,2), Solingen (109,9) und Wuppertal (103,1).

Bei 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gilt in NRW seit dem Wochenende eine Sperrstunde in der Gastronomie und ein Alkoholverkaufsverbot bis 6.00 Uhr morgens.

Auch Düren sprang am Wochenende nach Angaben des Kreises über die 50er-Schwelle (67,6). Gütersloh (49,6) und der Rhein-Erft-Kreis (49,1) standen am Sonntagvormittag kurz davor.

Sonntag, 18. Oktober, 10.30 Uhr: Maskenpflicht an Schulen im Ostallgäu

Der Landkreis Ostallgäu ist von der Corona-Pandemie im Allgäu besonders stark betroffen. Innerhalb von sieben Tagen gab es 92 nachgewiesene Neuinfektionen. Damit wurde der Warnwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner deutlich überschritten. Das Landratsamt Ostallgäu hat am Sonntagmorgen weitere Regeln bekannt gegeben. So gilt ab Montag unter anderem die Maskenpflicht an Schulen auch im Unterricht. Mehr zu den neuen Corona-Vorschriften im Ostallgäu lesen Sie hier.

Sonntag, 18. Oktober, 9 Uhr: Krankenkassen beziffern durchschnittliche Kosten für Covid 19-Patient im Krankenhaus

Wieviel kostet die stationäre Behandlung eines Covid-19-Erkrankten im Durchschnitt? Und wie teuer ist eine Beatmung? Antwort: Mehrere Zehntausend Euro pro Fall. Die genauen Zahl der AOK und der Barmer Ersatzkasse, lesen Sie hier.

Sonntag, 18. Oktober, 8.15 Uhr: Nach einem Monat Corona-Lockdown: Erste Lockerungen in Israel

Nach einem Monat Corona-Lockdown sind in Israel am Sonntag erste Lockerungen in Kraft getreten. Kindergärten und Vorschulen öffneten zu Beginn der israelischen Arbeitswoche ihre Tore für Hunderttausende Kinder im Alter von bis zu sechs Jahren. Auch Einrichtungen ohne Publikumsverkehr dürfen ihre Arbeit wieder aufnehmen. Die Auflage, dass Bürger sich nicht weiter als einen Kilometer von ihrem Zuhause entfernen dürfen, wurde aufgehoben.

Auch Naturparks und Strände können wieder besucht werden. Restaurants dürfen Mahlzeiten zur Abholung verkaufen. Die Klagemauer, die Grabeskirche sowie der Tempelberg in Jerusalem sollen unter Auflagen für Besucher zugänglich sein. Es gelten jedoch weiterhin Versammlungsbeschränkungen.

Nach einem glimpflichen Verlauf zu Beginn der Pandemie waren die Corona-Infektionszahlen in Israel nach ersten Lockerungen im Mai dramatisch angestiegen. Ein seit dem 18. September geltender zweiter landesweiter Lockdown ließ die Zahlen dann wieder deutlich sinken. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen konnte von mehr als 9000 am 30. September auf unter 2000 gedrückt werden.

Sonntag, 18. Oktober, 7.30 Uhr: Regionalflughäfen im Süden: Bruchlandung durch Corona?

Schon vor der Corona-Krise wurden Regionalflughäfen als "Landratspisten" kritisiert. Jetzt heben dort kaum noch Maschinen ab. In Friedrichshafen steht die Zukunft des Airports auf dem Spiel. Mehr darüber lesen Sie hier.

Sonntag, 18. Oktober, 7 Uhr: Umfrage: Zwei Drittel bezeichnen Corona-Management als "eher gut"

Mehr als zwei Drittel der Deutschen sind einer Umfrage zufolge mit dem Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung tendenziell zufrieden. 68 Prozent der Befragten beurteilten die Führung in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar im Auftrag von "Bild am Sonntag" als "eher gut". Für 27 Prozent ist sie "eher schlecht". 4 Prozent antworteten mit "weiß nicht".

Die Ausweitung der Maskenpflicht auf alle öffentlichen Orte in Risikogebieten, in denen nicht konsequent Abstand gehalten werden kann, finden 89 Prozent der Befragten richtig, 10 Prozent falsch und 1 Prozent antwortete "weiß nicht". Die in Risikogebieten geltende Beschränkung für private Feiern auf zehn Teilnehmer aus maximal zwei unterschiedlichen Haushalten finden 74 Prozent richtig und 22 Prozent falsch. 4 Prozent antworteten "weiß nicht".

Eine Sperrstunde in der Gastronomie und ein generelles Ausgabeverbot von Alkohol ab 23 Uhr in Risikogebieten befürworten 70 Prozent. 27 Prozent lehnen diese Maßnahmen ab, drei Prozent antworteten mit "weiß nicht".

Sonntag, 18. Oktober, 6.30 Uhr: Polizeigewerkschaften: Mehr Einsätze wegen Streit über Corona-Regeln

Die Auseinandersetzungen über geltende Corona-Regeln in Deutschland werden nach Ansicht der Polizeigewerkschaften immer aggressiver geführt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sonntag, 18. Oktober, 6 Uhr: Lauterbach: Steigen die Zahlen so weiter, kommen lokale Shutdowns

Bei einer weiterhin so schnellen Ausbreitung des Coronavirus rechnet SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach mit lokalen Shutdowns in Deutschland. "Es ist ganz simpel. Der R-Wert liegt bei etwa 1,3. Wenn wir den nicht runter bekommen, steigen die täglichen Fallzahlen innerhalb kürzester Zeit so stark an, dass die Kliniken und Gesundheitsämter überlaufen werden. Dann kommen lokale Shutdowns", sagte der Mediziner den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Online Sonntag, Print Montag). Die auch R-Wert genannte Reproduktionszahl gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter ansteckt. Laut Lagebericht des Robert Koch-Instituts von Samstagabend lag der R-Wert bei 1,40.

"Das exponentielle Wachstum hat eine solche Kraft - da würde jedem einleuchten, dass nichts mehr stattfinden kann", so Lauterbach weiter. "Dann würde auch die Wirtschaft einbrechen." Im Kampf gegen das Virus zählt der Politiker auf das Verhalten der Menschen - weniger auf die Eindämmungsmaßnahmen: "Es wird darauf ankommen, wie sich die Bevölkerung verhält. Das ist wichtiger als einzelne Maßnahmen. Viele Auflagen lassen sich ohnehin schwer überprüfen."

Sonntag, 18. Oktober 5.30 Uhr: 5.587 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter in Deutschland vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert am frühen Sonntagmorgen mit 5.587 an. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln. Im Vergleich zu den 3.483 Infektionen am Sonntag vergangener Woche ist der aktuelle Wert aber deutlich erhöht.

Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7.830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert erreicht. Das RKI weist in seinem Lagebericht von Samstagabend darauf hin, dass mittlerweile mehr als die Hälfte aller Landkreise eine erhöhte Verbreitung des Coronavirus von mehr als 25 nachgewiesenen Infektionen pro Woche und 100.000 Einwohner haben.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 361.974 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 18.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9.777. Das waren zehn mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 291.900 Genesene.

Samstag, 17. Oktober, 21.45 Uhr: Weihnachtsgeld vorzeitig auszahlen? Handelsverband zurückhaltend

Der Handelsverband Deutschland hat zurückhaltend auf Vorschläge von Politikern reagiert, Weihnachtsgeld-Zahlungen vorzuziehen und damit den Einzelhandel zu stärken. Hauptgeschäftsführer Stefan Genth sagte am Samstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: "Wir begrüßen alle Maßnahmen, die unseren Innenstadt-Einzelhändlern helfen, durch diese Corona-Krise zu kommen. Eine vorgezogene Auszahlung des Weihnachtsgeldes hilft wahrscheinlich den Geschäften in der Innenstadt jedoch nur in sehr geringem Umfang. Leider meiden viele Kunden zurzeit den Einkaufsbummel, weil sie in Corona-Zeiten möglichst wenigen Menschen begegnen wollen."

Samstag, 17. Oktober, 20.30 Uhr: Baden-Württembergs Innenminister in Corona-Quarantäne

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) ist in Corona-Quarantäne. Der Minister habe alle Termine für das Wochenende abgesagt, teilte ein Sprecher des Innenministeriums am Samstagabend mit. Ein Beamter aus seinem Personenschutzkommando habe zuvor ein positives Testergebnis erhalten. Strobl zeige keine Symptome. "Es geht ihm gut und er ist voll arbeitsfähig", erklärte der Sprecher. Das Ergebnis von Strobls Corona-Test stand zunächst noch aus.

Samstag, 17. Oktober, 20 Uhr: 200 Menschen nehmen an "Querdenker"-Protest in Kempten teil

Rund 200 Menschen folgten am Samstagnachmittag dem Aufruf zu einer „Kundgebung zur Wiederherstellung unserer Grundrechte“ auf dem Kemptener Hildegardplatz. Die Redner wendeten sich gegen die aktuellen Einschränkungen vor dem Corona-Hintergrund. Die Maskenpflicht in Geschäften und Schulen prangerten sie als sinnlos an.

„Querdenken 831 Kempten“ heißt die Gruppierung, die zur Demonstration aufgerufen hat. Versammlungsleiter David Lemke rief auf, sich von „Obrigkeitshörigkeit“ zu verabschieden. Mehr darüber lesen Sie hier.

Samstag, 17. Oktober, 19.39 Uhr: Österreichs Außenminister positiv auf Coronavirus getestet

Der österreichische Außenminister Alexander Schallenberg ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er befinde sich in Quarantäne, zeige bisher aber keine Symptome, sagte seine Sprecherin am Samstag der österreichischen Agentur APA. Die Infektion wurde demnach bei einem Routinetest am Freitag festgestellt. Daraufhin wurden am Samstag auch Schallenbergs Kabinettskollegen auf das Coronavirus getestet, wie das Bundeskanzleramt in Wien mitteilte. Die Tests seien alle negativ ausgefallen.

Schallenberg sagte für nächste Woche angesetzte Reisen nach Großbritannien, Dänemark, Griechenland und Zypern ab. Es sei möglich, dass sich der 51-Jährige bei einem Treffen der EU-Außenminister in Luxemburg am vergangenen Montag mit dem Virus angesteckt habe, sagte die Sprecherin.

Samstag, 17. Oktober, 19.15 Uhr: Hilfe für "stark gebeutelte"Gastronomie: Bund will Heizpilze fördern

In einigen Städten und Gemeinden sind Heizpilze für die Gastronomie verboten. Doch in der Corona-Krise sollen sie nun sogar vom Bund gefördert werden. Mehr darüber lesen Sie hier.

Samstag,17. Oktober, 18.50 Uhr: Österreich verzeichnet Rekord bei Corona-Neuinfektionen: 1747 Fälle

In Österreich ist erneut eine Rekordzahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden am Samstag 1747 neue Fälle binnen 24 Stunden registriert. Der bisher höchste Tageswert war am Donnerstag mit 1552 Fällen gemeldet worden. Die Fallzahlen sind seit Anfang September stetig gestiegen - damals lagen sie noch bei unter 400 pro Tag. Die österreichische Regierung will am Montag mit Vertretern der neun Provinzen über neue Schutzmaßnahmen beraten.

Samstag, 17. Oktober, 18.30 Uhr: Nach dreistem Einbruch in Hessen: Polizei warnt vor Corona-Fake-Schreiben"

Einbrecher nutzten in Offenbach die Corona-Angst eines 52-Jährigen, um sich Zutritt zu einer Wohnungen zu verschaffen. Die Polizei warnt daraufhin vor angeblichen "Corona-Schreiben". Den ganzen Fall lesen Sie hier.

Samstag, 17. Oktober, 18.05 Uhr: Bundespräsident Steinmeier negativ auf Coronavirus getestet

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist negativ auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes in Berlin am Samstag mit, nachdem Steinmeier sich zuvor wegen der Infektion eines Personenschützers in Quarantäne begeben hatte. Der Bundespräsident bleibe selbstverständlich weiter in Quarantäne, in den kommenden Tagen seien weitere Tests geplant.

Samstag, 17. Oktober, 18 Uhr: Corona-Fall in belgischer Regierung: Außenministerin Wilmès positiv

Die belgische Außenministerin und Vize-Regierungschefin Sophie Wilmès ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Ansteckung sei vermutlich im Familienkreis erfolgt, teilte die Politikerin am Samstag mit. Grund für die Annahme seien die Vorsichtsmaßnahmen, die sie außerhalb des Haushaltes befolgt habe. Zu möglichen Symptomen äußerte sich Wilmès nicht. Die 45 Jahre alte Politikerin war zuletzt auch knapp ein Jahr Premierministerin gewesen. Belgien zählt zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern Europas. Die Behörden des Elf-Millionen-Einwohner-Landes meldeten zuletzt im Sieben-Tages-Schnitt fast 6800 registrierte Fälle innerhalb von 24 Stunden. In den vergangenen 14 Tagen wurden nach aktuellen Zahlen rund 621 Infektionen pro 100 000 Einwohner gemeldet (Stand 17.10.).

Samstag, 17. Oktober, 17.30 Uhr: Trotz kritischer Zahlen: Demo gegen Corona-Maßnahmen in Dortmund

Die Initiative "Querdenken" will am Sonntag in Dortmund gegen die Corona-Auflagen demonstrieren. Es seien bis zu 3000 Teilnehmer für eine Kundgebung (14.00 Uhr) und einen anschließenden Demo-Zug durch die Innenstadt angemeldet, teilte die Polizei mit. Die Stadt hatte vergangene Woche die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen einer Woche überschritten.

Von allen Teilnehmern werde umso mehr die strikte Einhaltung aller Hygiene- und Infektionsschutzregeln erwartet, betonte die Polizei. Man werde konsequent gegen gesundheitsgefährdendes Verhalten einschreiten. Vorgeschrieben seien eine Aufteilung in Kleingruppen mit maximal fünf Personen, Mindestabstände und Mund-Nasen-Bedeckung.

Samstag, 17. Oktober, 17 Uhr: Wirtschaftsminister Altmaier lädt zu "Innenstadt-Gipfel"

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier plant am kommenden Dienstag vor dem Hintergrund der Corona-Krise einen "Innenstadt-Gipfel". Der CDU-Politiker sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung": "Das ist der Auftakt für einen Prozess zur Belebung unserer Innenstädte." Die Geschäfte in den Innenstädten kämpften schon seit Jahren mit dem wachsenden Online-Handel, durch Corona habe sich das verschärft. "Für mich gehören diese Läden zu unserer gewachsenen Kultur", so Altmaier.

Konkret will der Minister dem stationären Einzelhandel helfen, die Vorteile der Digitalisierung für sich selbst zu nutzen. "Wir können die Digitalisierung nicht zurückdrehen. Aber wir können dafür sorgen, dass sie zum Verbündeten des Einzelhändlers wird", sagte Altmaier.

So könnten die Kunden beispielsweise im

Samstag, 17. Oktober, 16.30 Uhr: Neuer Höchststand in Holland: 8114 Neuinfektionen

Die Niederlande haben 8114 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Das ist erneut ein Rekordwert, wie Daten des Nationalen Instituts für Öffentliche Gesundheit zeigen.

Samstag, 17. Oktober, 16 Uhr: 20 Städte und Landkreise erreichen Corona-Warnwert

20 Städte und Landkreise im Freistaat haben nach den jüngsten Daten vom Samstag inzwischen den kritischen Corona-Warnwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in sieben Tagen überschritten. 22 weitere haben den Frühwarnwert von mehr als 35 erreicht, wie aus der Statistik des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hervorgeht. Angeführt wird die Liste vom Landkreis Berchtesgadener Land mit einem Wert von 149,16, gefolgt von der Stadt Weiden in der Oberpfalz mit 105,28.

Insgesamt haben sich den Daten zufolge inzwischen bereits 78 187 Menschen im Freistaat mit dem Coronavirus infiziert; 2711 sind gestorben. Als genesen gelten 66 310 Menschen. Wegen der in vielen Regionen stark steigenden Corona-Infektionszahlen gelten in weiten Teilen Bayerns ab diesem Samstag deutlich schärfere Auflagen, etwa eine erweiterte Maskenpflicht.

Samstag, 17. Oktober, 15.30 Uhr: Drohnen sollen britische Kliniken mit Corona-Tests versorgen

Drohnen sollen künftig Corona-Tests und Schutzausrüstungen zwischen Kliniken in Großbritannien liefern. Das Projekt "Apian" habe dafür die Genehmigung der britischen Raumfahrtbehörde bekommen, teilte die Regierung am Samstag in London mit. Der Service wurde von Mitarbeitern des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS im Rahmen eines Förderprogramms gegründet. Die Nutzung von Drohnen verringere im Vergleich zu herkömmlichen Kurierdiensten den Zeit- und Personalaufwand sowie das Infektionsrisiko, betonten Mitarbeiter des Start-ups.

Jede Drohne kann etwa zwei Kilogramm transportieren und mit ihrem Hybrid-Antrieb ein fast 100 Kilometer entferntes Ziel erreichen. Sie fliegt in 90 Metern Höhe auch bei schlechtem Wetter.

Samstag, 17. Oktober, 14.50 Uhr: Baden-Württemberg ruft höchste Corona-Alarmstufe aus

Wegen des starken Anstiegs der Infektionszahlen ruft die Landesregierung von Baden-Württemberg die höchste Corona-Alarmstufe aus. Weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wie eine verschärfte Maskenpflicht in der Öffentlichkeit und weitere Kontaktbeschränkungen sollen von Montag an gelten, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Samstag nach einer außerordentlichen Kabinettssitzung mitteilte.

Samstag, 17. Oktober, 14.40 Uhr: Personenschützer infiziert - Bundespräsident Steinmeier in Quarantäne

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich am Samstag in Quarantäne begeben. Wie eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes in Berlin mitteilte, ist ein Personenschützer des Staatsoberhauptes positiv auf das Coronavirus getestet worden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Samstag, 17. Oktober, 13.30 Uhr: Meckelnburg-Vorpommern hebt Quarantänepflicht im Tourismus auf

Mecklenburg-Vorpommern gibt seinen harten Kurs beim Beherbergungsverbot für Gäste aus Corona-Risikogebieten auf. Nach wochenlangem Streit und wenige Tage vor einem dazu erwarteten Gerichtsurteil einigten sich Landesregierung und Tourismusbranche am Samstag darauf, dass für Urlaub im Nordosten von Mittwoch an ein aktueller negativer Corona-Test ausreicht. Die bislang geforderte mehrtägige Quarantäne und ein folgender zweiter Test entfallen somit

Samstag, 17. Oktober, 12 Uhr: Dehoga: Corona-Maßnahmen zu kurzfristig

Der bayerische Hotel- und Gaststättenverband Dehoga hat die Informationspolitik der Staatsregierung kritisiert. Auch bei den jüngsten Maßnahmen habe viel zu wenig Zeit zwischen Bekanntgabe der neuen Regeln und deren Umsetzungspflicht geherrscht, bemängelte Landesgeschäftsführer Thomas Geppert am Samstag im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Dies sei ein völlig unnötiges Ärgernis in der schwersten Krise des Gastgewerbes seit dem Zweiten Weltkrieg.

"Die Hochzeits- oder Geburtstagsgesellschaft schläft bereits im Haus, und wenn sie aufwachen, dann müssen am Morgen des Festtages aus der geladenen Gästeschar fünf erwählt werden. Das ist noch nicht einmal das Brautpaar mit deren Eltern. Wie soll das gehen?", fragte Geppert. Er kritisierte zugleich, dass die Regelwerke nur für Juristen zu verstehen seien. "Hier fehlt es zwischen dem Tweet eines Politikers und dem Gesetzestext noch etwas mehr an Kommunikationswillen."

Samstag, 17. Oktober, 11.45 Uhr: Strengere Kontaktbeschränkungen für Berlin?

Laut Medienberichten könnte es in Berlin bald so strenge Corona-Regeln wie in Memmingen geben.

Samstag, 17. Oktober, 11 Uhr: Österreichs Außenminister positiv auf Corona getestet

Der österreichische Außenminister Alexander Schallenberg ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er befinde sich in Quarantäne, zeige bisher aber keine Symptome, sagte seine Sprecherin am Samstag der österreichischen Agentur APA. Die Infektion wurde demnach bei einem Routinetest am Freitag festgestellt.

Schallenberg sagte für nächste Woche angesetzte Reisen nach Großbritannien, Dänemark, Griechenland und Zypern ab. Es sei möglich, dass sich der 51-Jährige bei einem Treffen der EU-Außenminister in Luxemburg am vergangenen Montag mit dem Virus angesteckt habe, sagte die Sprecherin.

Samstag, 17. Oktober, 10.50 Uhr: Mehr Masken-Kontrollen in Bus, Bahn und auf Plätzen

Vor allem in Bussen und Bahnen sowie auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen wird die Polizei in Bayern verstärkt das vorgeschriebene Tragen einer Mund-Nasen-Maske kontrollieren. "Wir müssen alles unternehmen, um die sprunghafte Ausbreitung des hochgefährlichen Virus einzudämmen und gleichzeitig einen Lockdown zu verhindern", begründete Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Samstag das Vorgehen. Gerade das Tragen einer Alltagsmaske helfe. "Leider sind nicht alle vernünftig genug, das zu kapieren."

Deshalb werde es die Polizei bayernweit auch nicht bei mahnenden Worten belassen, kündigte Herrmann an. Stattdessen würden die Beamten konsequent ein Verwarnungsgeld verhängen oder sogar Anzeige beim Gesundheitsamt erstatten. "Dann drohen saftige Geldbußen von mindestens 250 Euro." Bislang stellten bayerische Polizisten rund 25 000 Verstöße gegen die Maskenpflicht fest.

Samstag, 17. Oktober, 10.45 Uhr: Merkel schwört Bürger auf Kampf gegen Corona ein

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angesichts weiter steigender Infektionszahlen in Deutschland an die Bürger appelliert, zur Eindämmung der Corona-Pandemie beizutragen. "Wir müssen jetzt alles tun, damit das Virus sich nicht unkontrolliert ausbreitet. Dabei zählt jetzt jeder Tag", sagte die CDU-Politikerin in ihrem am Samstag veröffentlichten wöchentlichen Podcast. "Ich bitte Sie: Verzichten Sie auf jede Reise, die nicht wirklich zwingend notwendig ist, auf jede Feier, die nicht wirklich zwingend notwendig ist. Bitte bleiben Sie, wenn immer möglich, zu Hause, an Ihrem Wohnort."

Deutschland befinde sich in einer "sehr ernsten Phase" der Pandemie, sagte Merkel. "Tag für Tag steigt die Zahl der Neuinfektionen sprunghaft." Die Pandemie breite sich wieder rapide aus, schneller noch als zu Beginn vor mehr als einem halben Jahr. "Der vergleichsweise entspannte Sommer ist vorbei, jetzt stehen uns schwierige Monate bevor. Wie der Winter wird, wie unser Weihnachten wird, das entscheidet sich in diesen kommenden Tagen und Wochen. Das entscheiden wir alle durch unser Handeln."

Samstag, 17. Oktober, 10.30 Uhr: Zu volle Schulbusse in Corona-Zeiten

In Schulbussen ist es kaum möglich, die Abstandsregeln einzuhalten. In Buchloe denken die Verantwortlichen nun über Lösungen nach.

Samstag, 17. Oktober, 10.15 Uhr: In Paris und anderen Städten gilt nächtliche Ausgangssperre

Seit diesem Samstag gilt in Paris und weiteren großen Städten Frankreichs eine nächtliche Ausgangssperre. Die neue Regelung zur Eindämmung der steigenden Corona-Zahlen trat um Mitternacht in Kraft. Die Ausgangssperre gilt nun für mehrere Wochen zwischen 21 Uhr abends und 6 Uhr morgens. Zu dieser Zeit dürfen sich nur Menschen mit einem triftigen Grund vor der Tür aufhalten.

Das Pariser Innenministerium veröffentlichte am Freitagabend ein Formular, das die Menschen, die während der Ausgangssperre vor die Tür müssen, ausgefüllt bei sich tragen sollen. Folgende Ausnahmen können unter anderem darauf angeben werden: Arbeitsweg, medizinische Notfälle, Pflege von Angehörigen oder Betreuung von Kindern oder Weg zum Flughafen oder Bahnhof für Langstreckenreisen. Auch das Gassigehen mit dem Hund ist erlaubt - allerdings nur im Radius von einem Kilometer zur Wohnung.

Wer sich nun nicht an die neuen Beschränkungen hält, muss 135 Euro Strafe zahlen - für Wiederholungstäter können Tausende Euro fällig werden. Von den Ausgangssperren sind neben dem Großraum Paris die Städte Lille, Grenoble, Lyon, Aix-Marseille, Montpellier, Rouen, Toulouse und Saint-Etienne betroffen.

Samstag, 17. Oktober, 7.50 Uhr: Lindau nähert sich dem Frühwarnwert

Auch Lindau könnte den Frühwarnwert von 35 bald erreicht haben. Mehr dazu hier.

Samstag, 17. Oktober, 7.30 Uhr: Mehrere Politiker fordern vorzeitige Auszahlung des Weihnachtsgeldes

Zur Stärkung des Einzelhandels und Entzerrung der Weihnachtseinkäufe fordern mehrere Politiker, Weihnachtsgeld-Zahlungen vorzuziehen. "Wir müssen den Einzelhandel jetzt unterstützen. Deshalb appelliere ich an Firmen, das Weihnachtsgeld schon mit dem Oktobergehalt auszuzahlen", sagte der rheinland-pfälzische CDU-Fraktionschef Christian Baldauf der Bild-Zeitung (Samstag): Dann könnten viele Menschen ihre Weihnachtseinkäufe schon in den nächsten Wochen erledigen und der Handel müsste sich dann "vor einem hoffentlich vermeidbaren zweiten Lockdown vor Weihnachten nicht ganz so stark fürchten", argumentierte Baldauf, der auch Spitzenkandidat der CDU Rheinland-Pfalz für die Landtagswahl 2021 ist.

Ähnlich äußerte sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Florian Post. Vorgezogene Weihnachtsgeldauszahlungen würde die Lage in den Einkaufszonen im Weihnachtsgeschäft entspannen und wäre eine große Hilfe für den stationären Einzelhandel, sagte Post Bild. FDP-Fraktionsvize Michael Theurer sagte der Zeitung: "Bevor das Ganze bei anonymen Online-Riesen landet, wäre es großartig wenn die Unternehmen, die trotz Corona noch Weihnachtsgeld zahlen können, dessen Auszahlung vorziehen."

Samstag, 17. Oktober, 7.10 Uhr: Corona-Hilfen für Holocaust-Überlebende

Überlebende des Holocausts sollen in der Corona-Krise mehr als eine halbe Milliarde Euro an zusätzlichen Hilfen von der Bundesregierung bekommen. Eine entsprechende Vereinbarung habe das Finanzministerium mit der Claims Conference, einem Zusammenschluss jüdischer Organisationen, getroffen, erklärte das Ministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Demnach können rund 240 000 Opfer des NS-Regimes weltweit über zwei Jahre 2400 Euro erhalten. Zuvor hatten internationale Medien berichtet.

"Deutschland steht damit in Zeiten der Covid-19-Pandemie in besonderer Weise zu seiner historischen Verantwortung für die durch das NS-Unrechtsregime verfolgten Menschen", erklärte das Ministerium. Der Bundesregierung sei aber auch bewusst, dass das unermessliche Leid, das den Überlebenden zugefügt wurde, nicht durch Geld aufgewogen werden könne. Der Bundestag muss den Plänen noch zustimmen.

Überlebende der deutschen Konzentrations- und Vernichtungslager im Nationalsozialismus gehören oft zur Corona-Risikogruppe - zum einen wegen ihres Alters, aber auch, weil sie durch ihre Zeit in den Lagern häufig gesundheitliche Probleme haben. Die Pandemie treffe sie besonders hart, erklärte das Finanzministerium.

Samstag, 17. Oktober, 6.30 Uhr: Unterallgäu erreicht den Frühwarnwert

Das Unterallgäu hat mit einer Inzidenzzahl von 35,1 erneut den Frühwarnwert geknackt. Innerhalb der vergangenen sieben Tage haben sich 51 Personen infiziert.

Samstag, 17. Oktober, 6.20 Uhr: Ostallgäu überschreitet Corona-Grenzwert

Das Ostallgäu hat von Freitag auf Samstag den Corona-Grenzwert von 50 Infektionen auf 100.000 Einwohner überschritten. Der Wert liegt aktuell bei 51. In den vergangenen sieben Tagen haben sich 72 Menschen infiziert. Woher der Anstieg kommen könnte? Das sagen die Bürgermeister aus dem Füssener Land dazu. Welche Regeln aktuell im Füssener Land gelten, erfahren Sie hier.

Samstag, 17. Oktober, 6.10 Uhr: Neuer Todesfall in Memmingen

Das LGL verzeichnet von Donnerstag auf Freitag einen neuen Todesfall für die Stadt Memmingen. Damit sind Stand Samstagmorgen zwei Menschen in Memmingen mit oder an einer Covid-Erkrankung gestorben. Näheres ist noch nicht bekannt.

Samstag, 17. Oktober, 6 Uhr: 7.830 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben 7.830 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet, mehr als je zuvor seit Beginn der Pandemie. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen hervor. Am Vortag war mit 7.334 neuen Fällen der bis dato höchste Wert registriert worden. In der vergangenen Woche meldete das RKI am Samstag 4.721 Neuinfektionen. Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Experten zufolge sind die neu gemeldeten Infektionen wegen der Zeit zwischen Ansteckung, Test, Ergebnis und Meldung ein Hinweis darauf, wie stark das Virus vor etwa einer Woche in der Gesellschaft unterwegs war. Deshalb dauert es auch, bis sich politische Maßnahmen in den Meldezahlen niederschlagen könnten.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 356.387 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 17.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9767. Das waren 33 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 290 000 Genesene.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Freitag bei 1,22 (Vortag: 1,08). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel rund 1,2 weitere Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,30 (Vortag: 1,22). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

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