Angeln boomt. Immer mehr Menschen verbringen ihre Freizeit an Seen und Flüssen und hoffen auf gute Fänge. Besonders beliebt sind in Deutschland - neben den großen Flüssen - unter anderem die Mecklenburgische Seenplatte oder die vielen schönen Seen in Baden-Württemberg. Aber auch im Allgäu gibt es hervorragende Gewässer mit spannendem Fischbestand. Das Tolle: sie liegen oft in wunderschöner Kulisse. Das sind einige der schönsten Angelspots im Allgäu:
- Grüntensee
- Hopfensee
- Weißensee
- Alatsee
- Iller
- Niedersonthofener See
- Gennach
- Wertach

Angeln am Grüntensee vom Boot oder Ufer
Der Grüntensee im Oberallgäu liegt wenige Kilometer von Nesselwang entfernt und ist ein Stausee der Wertach. Der See ist rund 2,5 Kilometer lang und rund elf Meter tief. Die Hauptfische für Angler sind die Forelle und der Zander. Ansonsten gibt es auch Hechte und allerlei Friedfische wie kapitale Karpfen, Döbel, Schleien und Rotaugen.

Das Besondere: Direkt am Campingplatz liegt die Fischerhütte der Fischereigilde Grüntensee in Wertach (LINK). Hier können Angler den Tagesschein kaufen und ein Ruderboot mieten. Es gibt Tages- und Mehrtageskarten. Erwachsene zahlen 15 Euro je Tag, Jugendliche bis 18 Jahre acht Euro.
Angeln im Hopfensee
Das Angelgewässer Hopfensee liegt im Ostallgäu und gehört zu den schönsten Gewässern für Fischer überhaupt. Der Hopfensee ist 2,1 Kilometer lang und maximal 10,4 Meter tief. Geangelt wird vom Ufer oder vom Boot. Der See ist bekannt für kapitale Fänge. Unter anderem wird hier auf Hecht, Zander, Barsch und Karpfen geangelt. Ausgabestellen für Tageskarten sind:
- Laden am Campingplatz
- Marina Hopfensee
Die Tageskarte kostet 15 Euro.

Der Weißensee: Angeln am Fuße der Berge
Der Weißensee liegt im Ostallgäu am Füssener Ortsteil Weißensee und ist 2,3 Kilometer lang. Im Sommer wird er zwar intensiv als Badesee genutzt, es gibt aber zahlreiche ruhigere Angelstellen. Fischarten im bis zu 25 Meter tiefen Weißensee sind: Hecht, Zander, Saibling, Renke, Forelle, Schleie, Aal, Flußbarsch und Weissfische. Angeln vom Boot aus ist erlaubt.

Tageskarten gibt es online bei Hejfish oder an verschiedenen Ausgabestellen, u.a.:
- KFV-Fischerhütte, Füssen
- Dorfladen Weissensee
- Angler-Fachmarkt Wangen
Für den Weißensee gibt es auch für Gäste Tages-, Wochen- und Jahreskarten. Die Gäste-Tageskarten kosten aktuell 15 Euro.
Mystisches Angeln am Alatsee und den Faulenacher Seen
Angeln an einem mystischen Allgäuer See in Traumkulisse? Wer Fischfang und atemberaubende Landschaft miteinander verbinden will, ist am möglicherweise schönsten Angelgewässer, dem Alatsee bei Füssen richtig. In einer schluchtartigen Senke auf 868 Metern liegt der berühmte Alatsee. Hier können Angler versuchen, Hechte, Flussbarsche, Forellen, Schleien und Weißfische zu fangen - allerdings ist das Angeln nur vom Ufer aus erlaubt. Das jedoch ist kein großes Problem, da der See nicht allzu groß ist. Die Erlaubnisscheine gelten für den Alatsee und die Faulenbacher Seen.

Tageskarten gibt es unter anderem hier:
- KFV Fischerhütte
- Dorfladen Weißensee
- Hotel Alatsee
Flussangeln im Allgäu an der Iller
Wer gerne in fließenden Gewässern fischt, der sollte mindestens einmal an der Iller geangelt haben. Die Iller ist ein rechter Nebenfluss der Donau und misst von ihrem Ursprung bei Oberstdorf bis zur Mündung bei Ulm insgesam 147 Kilometer. An mehreren Stellen kann die Iller auch von Nicht-Vereinsmitgliedern befischt werden.

Der Fischereiverein Neugablonz gibt Tageskarten für ein 17 Kilometer langes Illerstück heraus. Dieses liegt zwischen Biberschwang und der Staumauer „Sack“ bei Legau. Hier finden Angler sowohl Fließ- als auch Stauabschnitte des Flusses. Zielfische in der Iller sind hauptsächlich Forelle, Hecht, Flußbarsch. Desweiteren gibt es aber auch die Barbe, Quappe und sogar Huchen.
Tages-, Wochen- und Jahreskarten für die Iller gibt es an Ausgabestellen in Altusried, Kaufbeuren und Bad Grönenbach - nähere Informationen sind auf der Seite der Fischereivereines veröffentlicht (LINK). Tageskarten für Nicht-Mitglieder kosten 25 Euro.
Angeln im Niedersonthofener See
Der Niedersonthofener See wird von Einheimischen liebevoll „Niso“ genannt und liegt in einer Rinne, die einst der Illergletscher geformt hat. Der Niso liegt bei Waltenhofen und ist 2,7 Kilometer lang und hat eine maximale Tiefe von über 21 Metern. Bewirtschaftet wird das Gewässer vom Fischereiverein Niedersonthofener See.

Der Fischbestand besteht unter anderem aus Hecht, Forelle, Zander, Wels und Flußbarsch. Dazu gibt es diverse Friedfische wie Karpfen und Schleie. Das Angeln vom Boot aus ist nicht möglich. Tageskarten kosten 16 Euro - Wochenkarten 90 Euro. Die Ausgabe ist nur online über hejfisch möglich.
Gemütlicher Wiesenfluss im Allgäu: Angeln an der Gennach
Die Gennach ist ein kleiner Fluss im Ostallgäu und entsteht bei Moosrainbach. Nach etwa 47 Kilometern fließt die Gennach dann bei Schwabmünchen in die Wertach. Der kleine Wiesenfluss kann an mehreren Stellen auch von Nicht-Vereinsmitgliedern befischt werden. Die Tageskarten des Fischereivereins Neugablonz kosten 13 Euro. Ausgabestelle wie bei der oben genannten Iller. Zielfische der Gennach sind Forellen und Döbel.

Zweitgrößter Fluss im Allgäu: Angeln an der Wertach
Die Wertach ist ein rund 140 Kilometer langer Fluss, der im südöstlichen Oberallgäu entspringt und letztlich bei Augsburg in den Lech fließt. Auf zwei Streckenabschnitten bei Marktoberdorf und Biessenhofen können Gastangler in Begleitung eines Vereinsmitgliedes an der Wertach fischen.
Tageskarten werden online über den Anbieter Angelroute herausgegeben, können aber nur von Vereinsmitgliedern erworben werden. Tageskarten kosten ab 22,40 Euro.
(Informationen zu Ausgabestellen und Fischereikarten: Stand 12. Mai 2025)
Angeln im Allgäu: Das ist wichtig!
- Wer im Allgäu angeln möchte, benötigt einen Fischereischein.
- Zusätzlich zum Fischereischein ist ein Erlaubnisschein für das Angeln im jeweiligen Gewässer nötig.
- Viele Fischarten dürfen nur außerhalb bestimmter Jahreszeiten (Schonzeiten) befischt werden.
- Für einige Fischarten gelten bestimmte Schonmaße.
- Vor Ort gelten die gesetzlichen Bestimmungen und die Vorgaben des Vereins.
Schonzeiten für Fische in Schwaben (Stand Mai 2025, Quelle: Fischereiverband Schwaben)
Folgende Fische unterliegen den Schonbestimmungen:
- Aal - Schonmaß 50 cm
- Äsche - Schonzeit 1. Januar bis 30. April; Schonmaß 35 cm
- Bachforelle - Schonzeit 1. Oktober bis 15. März; Schonmaß 26 cm
- Barbe - Schonzeit 1. Mai bis 30 Juni; Schonmaß 40 cm
- Elritze - Schonzeit 1. Mai bis 30. Juni
- Hasel - Schonzeit 1. März bis 30. April
- Hecht - Schonzeit 15. Februar bis 30. April; Schonmaß 50 cm
- Huchen - Schonzeit 15. Februar bis 30. Juni, Schonmaß 90 cm
- Karpfen - Schonmaß 35 cm
- Mühlkoppe - Schonzeit 1. Februar bis 30. April
- Nase - Schonzeit 1. März bis 30. April; Schonmaß 30 cm
- Nerfing - Schonzeit 1. März bis 30. April; Schonmaß 30 cm
- Regenbogenforelle - Schonzeit 15. Dezember bis 15. März; Schonmaß 26 cm
- Renken/Felchen - Schonzeit 15. Oktober bis 31. Dezember; Schonmaß 30 cm
- Quappe - Schonmaß 40 cm
- Rapfen - Schonzeit 1. März bis 30. April; Schonmaß 40 cm
- Schleie - Schonzeit 1. Mai bis 30. Juni; Schonmaß 26 cm
- Seeforelle - Schonzeit 1. Oktober bis 15. März; Schonmaß 60 cm
- Seesaibling - Schonzeit 1. Oktober bis 31. Dezember; Schonmaß 30 cm
- Zander - Schonzeit 15. Februar bis 30. April, Schonmaß 50 cm
Diese Fischarten sind ganzjährig geschont:
- Alle Neunaugen
- Bitterling
- Donaukaulbarsch
- Donau-Steinbeißer
- Donaustromgründling
- Frauennerfling
- Goldsteinbeißer
- Karausche
- Schlammpeitzger
- Schneider
- Schrätzer
- Steingressling
- Sterlet
- 9-stachl. Stichling
- Stör
- Streber
- Strömer
- Zingel
- Zobel
- Zope
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